Thulba
Natur

Gärten zeigen die Vielfalt der Heimat

Seit 15 Jahren öffnen Naturliebhaber ihre privaten Gärten für die Öffentlichkeit. Auftakt war heuer in Thulba.
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Kinder des Kindergartens Thulba sangen ein Gartenlied. Foto: Sigismund von Dobschütz
Kinder des Kindergartens Thulba sangen ein Gartenlied. Foto: Sigismund von Dobschütz
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Die Gartentüren standen am Sonntag weit offen. Schon seit 15 Jahren laden Gartenbesitzer im Landkreis die Öffentlichkeit zur Besichtigung ihrer privaten Paradiese ein. Auch diesmal ist es Irmgard Heinrich, der Kreisvorsitzenden für Gartenbau und Landespflege, wieder gelungen, 15 Gärtner aus dem Altlandkreis Hammelburg zum Mitmachen zu bewegen.

Eine stattliche Zahl

Zum Auftakt der diesjährigen Aktion dankte Landrat Thomas Bold (CSU) im Rahmen einer sommerlichen Feierstunde im romantischen Begegnungsgarten des Obst- und Gartenbauvereins im Ortszentrum von Thulba allen Teilnehmern und lud die Gartenfreunde des Landkreises ein, sich am Sonntag Anregungen für den eigenen Garten zu holen. "15 offene Gärten sind schon eine stattliche Zahl", lobte er Irmgard Heinrichs Erfolg. In der Unterschiedlichkeit dieser privaten Grünanlagen als Bauern-, Nutz- oder Wohngärten zeige sich die Vielfalt der fränkischen Heimat, hatte Heinrich zuvor erklärt.

Dank für Auftaktfeier

Auch Bürgermeister Gotthard Schlereth (Freie Wähler) würdigte die Bereitschaft aller Teilnehmer, ihre Gärten der Öffentlichkeit zu öffnen, und dankte dem Thulbaer Obst- und Gartenbauverein für die Ausrichtung der Auftaktfeier. Besonderen Dank richtete er an den Vereinsvorsitzenden Herbert Büchner als "Motor" und an Manfred Manger als "Getriebe" bei der Schaffung dieser 800 Quadratmeter großen Anlage vor vier Jahren, "die besonders gern von Kindergarten und Grundschule genutzt wird".
Deshalb hatten es sich die Kinder beider Einrichtungen auch nicht nehmen lassen, den etwa 250 Gästen aus dem Altlandkreis fröhliche Ständchen zu singen. Auch die Thulbataler Musikanten spielten unter Leitung von Walter Kolb auf, der seinen eigenen Garten ebenfalls am Sonntag zur Besichtigung öffnete. Bei ihm und allen anderen Teilnehmern bedankten sich Thomas Bold und Kreisvorsitzende Irmgard Heinrich mit einem Rosenstock und einem kleinen Gästebuch, in das sich alle Besucher bei Besichtigung der 15 Gärten eintragen sollten.
Trotz aller Freude hörten die Gäste der Auftaktveranstaltung durchaus nachdenkliche Töne in den Grußworten ihrer Ehrengäste. So wies Bezirksrätin Adelheid Zimmermann (FDP) darauf hin, dass die ehrenamtliche Pflege öffentlicher Plätze und Anlagen durch Mitglieder der Obst- und Gartenbauvereine "jeder Gemeinde sehr viel Geld spart". Auch Kreisbäuerin Rita Jörg bestätigte: "Man sieht in jeder Gemeinde, wo ein Gartenbauverein tätig ist und wo nicht. Ohne die Mitwirkung dieser Freiwilligen wäre unser Landkreis nicht so schön."
Kreisvorsitzender Franz Zang vom Bund Naturschutz mahnte alle Gartenbesitzer, auf allzu umweltschädlichen Einsatz von Insekten- und Unkrautvernichtungsmitteln oder Dünger zu verzichten. Er empfahl den Hobbygärtnern die Anwendung der bäuerlichen Kreislaufwirtschaft als ökologisch und ökonomische Alternative.

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