Frankenbrunn

Für den Frankenbrunner Fasching geht sogar Angela Merkel in die Luft

Jubiläum feierte der Frankenbrunner Faschingsclub (FFC). Zu diesem besonderen Fest in der festlichen Laibachtalhalle im Feuerwehrhaus kam sogar Berliner Besuch, und das war kein geringer: Es war die Bundeskanzlerin Angela Merkel (Birgit Bollwein).
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Flying Angela: Die Bundeskanzlerin (Birgit Bollwein) war mit dem Hubschrauber von Berlin nach Frankenbrunn gekommen. Foto: Günther Straub
Flying Angela: Die Bundeskanzlerin (Birgit Bollwein) war mit dem Hubschrauber von Berlin nach Frankenbrunn gekommen. Foto: Günther Straub
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Angereist war sie mit einem Diensthubschrauber und mit ihren Sicherheitsleuten sowie der Staatssekretärin Albuszies. Der Empfang war enorm, und mit dem Erklingen der Nationalhymne zur Ehre der Bundeskanzlerin erhoben sich die Gäste, denn wann kommt schon so hoher Besuch in die kleine Laibachgemeinde. Sie brachte auch viel Lob mit für den Jubelverein. So unter anderem für Herrn Batschio (Feuerwehrkommandant) und auch Herrn von Roth (Horst Vonroth) mit seinem Muggle-Buff (Dreirad). Das organisierte sie gleich für die Rückfahrt nach Berlin.
Auch Bürgermeister Gotthard Schlereth war zu dieser Jubiläumsveranstaltung gekommen. Er lobte die Frankenbrünner, sie seien die westliche Hochburg im gemeindlichen Fasching. Über eine volle Halle freute sich Vorsitzender Reinhard Zeitz mit seinen Aktiven besonders. Sie hatten sich, um den Besuchern unterhaltsame Stunden zu bieten, auch viel vorgenommen. Büttenrede, Sketche und tolle Tänze der Garden sorgten für beste Stimmung. Zu all dem konnten die Gäste nicht nur mitschunkeln, sondern auch rege das Tanzbein schwingen. Dafür garantierte mit schmissiger Musik wieder einmal in bewährter Weise der Frankenbrunner "Juxi" (Jürgen Seufert).

Schlag auf Schlag ging es weiter

Die Garden waren ein besonderer Augenschmaus. Die zehn Mädchen der "Wilden Hühner" aus Oberthulba kamen aus ihrem Grusel-Kabinett und zauberten einen beachtlichen, mit akrobatischen Einlagen gespickten Tanz auf die Bretter. Die Funkengarde aus Schwärzelbach wurden ihrem Namen gerecht. Sie versprühte mit ihrem lebhaften Tanz einen wahren Funkenregen. Es war begeisternd, was die sechs Mädchen aufboten. Aber auch die Tanzmädels aus Obererthal (elf Mädchen und zwei Burschen) sorgten mit ihrem Tanz für tolle Unterhaltung. Schon seit Jahren sind sie willkommene Gäste beim FFC-Fasching.

Viel Ortsgeschehen war bei den Sketchen und Büttenreden Thema. Heuer als gefragter Musikdirigent, vergleichbar mit dem Bayern-Trainer Pep Guardiola, war Reinhard Zeitz auf der Bühne und stellte sich als neuer Dirigent vom Frankenbrunner Musikverein Frohsinn vor. Er hat einiges vor, das tiefe Blech bekommt zur Schmierung der Tasten kein Bier mehr sondern nur noch Kuhmilch. Auch die Canabispflanzen (hohes Unkraut) am Dorfplatz an der Kirche hatte er im Visier. Jetzt wurde alles zugepflastert, dass dafür kein Platz mehr ist.

Landwirtschaftliche Unfallaufnahme

Ein Genuss war die landwirtschaftliche Unfallaufnahme von Lenhard (Uwe Baumgart) und dem Bauer Jofer (Michael Vorndran). Beim Melken der Kühe wurde eine Katze erschlagen. Für die Hilfe gab es für den Vertreter der Berufsgenossenschaft auch ein Bier. Dabei holte der Jofer auch eine leere Flasche aus dem Kühlschrank. Lenhards Frage, warum die leere Flasche. Jofer dazu "Es könnt ja enner gekum der ken Durscht hot".

Seit Jahren besteht auch eine gute Verbindung zu Faschingsfreunden aus Oberthulba. Auch heuer glänzten dabei einige Akteure. Ein wahrer Genuss war der Auftritt von Albin Friedrich. Diesmal schlüpfte der Oberthulbaer Landarzt in die Rolle eines Außerirdischen. Seine tollen Vorstellungen des kleinen Männchens aus dem All löste immer wieder Begeisterungswellen aus.

Die Hüttls kommen schon lange

Die Hüttls aus Oberthulba sind im Fasching schon lange ein Begriff. Heuer traten hier auf Matthias Hüttl, Christoph Hüttl, Thomas Hüttl, Kevin Voll und als Helene Fischer Beate Heim. Sorgen machten sie sich um das Geschehen des Oberthulbaer Lokals "Rhöner Land". Ihr Kommentar "Alberto, du warst doch mein Lieblingswirt, doch ich stand vor deiner Tür und du ließest mich nicht rein". "Du musst vorbestellen sonst kriegst du kenn Platz mehr hier", so Alberto.

Auch die viel diskutierte Stromtrasse kam an die Reihe. "Es ist Wahnsinn, warum baut ihr eine Trasse. Eiskalt werden dafür die Bäume gefällt", so auch ihr neuer Song. Als verrückte Indianerinnen Winione und Winitwo kamen Anja Häfner und Heike Schneider auf die Bühne. "Guck mal, wie die gucke, die müsse mer erst in Stimmung bring." Und das schafften die beiden immer wieder mit ihrem witzigen Vortrag. "Wäste scho, dass ich Zwillinge kriecht hob?", so Winitwo. "Des ist doch schüe." "Ich wes nit, wenn ich nur wüst ,vou wan des zwette is".


B eklagenswerte Überschneidungen

Als hervorragende Live-Sänger, die Blues Brothers, präsentierten sich Jürgen Seufert, Daniel Granich und Volker Stürzenberger. Sie klagten über die Festüberschneidungen in Frankebrünn. Besonders das Pies-Fest (nach einer Geburt) pfuschte dem Musikverein bei seinem Fest ins Handwerk. "Wir feiern nicht allein, wir feiern mit Thulba, Reith und Frankebrünn", so ihr Refrain.

Als hübsche Blondine kam Dolly Parton (Jürgen Schneider) mit einem tollen Country-Song auf die Bühne. Ein Höhepunkt des fünfstündigen Abends war die Männergarde (Matthias Schuhmann, Dieter Heinrich, Dieter Schwarz, Daniel Granich, Peter Stürzenberger, Michael Vorndran, Lothar Hänelt und Marc Fröhlich). Trotz ihres etwas vorgerückten Alters bringen sie noch eine tolle Stimmung in den Saal, auch wenn beim schwungvollen Tanz manche Schweißperlen von der Stirn rieseln. Doch sie zeigten sich zufrieden, wie auch ihre Trainerin Heike Schneider. Für ihre jahrelangen Bemühungen dankte ihr Dieter Schwarz. "Es war sicher nicht immer leicht mit uns, aber du hast so richtig Geduld mit uns".

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