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Völkersleier
Pläne

Frische Ideen für den Dorfplatz

Die Entwürfe für die Umgestaltung sorgten für eine rege Teilnahme an der Bürgerversammlung.
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Der Dorfplatz Völkersleier soll neu gestaltet werden.  Foto: Gerd Schaar
Der Dorfplatz Völkersleier soll neu gestaltet werden. Foto: Gerd Schaar
Mit der Bürgerversammlung in Völkersleier ist die Serie dieser Veranstaltungen im Bereich der Gemeinde Wartmannsroth für heuer beendet. Bürgermeister Jürgen Karle begrüßte am Mittwoch ein volles Schützenhaus, waren doch viele Anwohner hauptsächlich am Thema Dorferneuerung interessiert.
Landschaftsplaner Valtin Dietz stellte zwei Vorentwürfe für die Dorfplatzgestaltung vor. Die gingen davon aus, dass die Scheune neben der ehemaligen Raiffeisenbank abgerissen wird. Neu aber ist die Variante, dass zusätzlich auch noch das Bankgebäude abgerissen werden soll. Dafür sprachen sich die Anwohner deutlich aus. Völlig offen ist jedoch die weitere Ausgestaltung des Dorfplatzes.


Lösungsvorschläge

Durch die dann frei werdende Fläche zwischen Feuerwehrhaus, Rhönstraße (Ortsdurchfahrt), Kirchenmauer und der einmündenden Quellengasse kann jetzt großzügig geplant werden. Diskutiert wurde die Abgrenzung des Dorfplatzes zur Rhönstraße, zum Beispiel durch eine zur inneren Seite hin offene Halle oder durch eine Baumreihe. Auch für die Parksituation gab es überzeugende Lösungsvorschläge. Der Dorfbrunnen bekam Beine und wanderte auf dem Entwurf in verschiedene Ecken, so zum Beispiel direkt neben die Kirchenmauer.


"Alles ist noch möglich"

"Alles ist noch möglich", kommentierte Karle. Es werde weitere Arbeitskreissitzungen brauchen, bis konkret geplant werden könne. Lothar Haas regte an, die Bedürfnisse und Sichtweisen von veranstaltenden Vereinen mit in die Planung einfließen zu lassen. Den zeitlichen Rahmen für das Projekt Dorfplatz bezifferte Karle mit "nach Beendigung des Dorferneuerungsprojektes in Waizenbach".
Die Anwohner interessierten sich ebenfalls für die Jugendbleibe in Völkersleier. "Das leerstehende Bankgebäude könnte doch dafür genutzt werden", lautete ein Vorschlag von Alexander Zöller. Nicht das Gebäude, sondern die fehlende Aufsicht durch Verantwortliche sei bisher das eigentliche Problem gewesen, antwortete Karle. Ein diesbezüglich gutes Beispiel sei der Jugendraum aus Westheim, wo die Verantwortlichkeit klar geregelt sei. Auch das Thema Friedhof war den Anwohnern ein Anliegen. Von der Flächenumplanung der Gemeinde Wartmannsroth seien keine aktuellen Gräber im Friedhof in Völkers-leier betroffen, konnte Karle die Anwohner beruhigen.


Hohe Gebühren beklagt

Allerdings gab es Kritik an der Höhe der Grabgebühren, die in den vergangenen Jahrzehnten um das 15-fache gestiegen seien. Kurt Selbert nahm dazu Stellung: "Alle wollen einen gepflegten Friedhof. Aber den gibt es nicht zum Nulltarif." Bauhofleiter Peter Görke bestätigte: "Vor jeder Beerdigung sieht der Bauhof nach dem Rechten." Karle kündigte an, dass im kommenden Frühjahr mit den Erschließungsarbeiten im Baugebiet Bornhecke II begonnen werde.
Die Gemeinde Völkersleier habe zurzeit 373 Haupt- und 38 Nebenwohnsitze. In Heckmühle seien es 30 Haupt- und 6 Nebenwohnsitze. Er hoffe, dass das schützenswerte FFH-Gebiet Schondratal von der Trasse Südlink verschont bleibe.
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