Hammelburg

Forstbetrieb hat Schwarzwildbestand verringert

Der Forstbetrieb Hammelburg hat ein Rekordergebnis bei Drückjagden verbucht
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Schwarzwild ist vielerorts zur Plage geworden.  Foto: Fredrik v. Erichsen/dpa
Schwarzwild ist vielerorts zur Plage geworden. Foto: Fredrik v. Erichsen/dpa
Der Forstbetrieb Hammelburg hat ein Rekordergebnis bei Drückjagden verbucht und den Schwarzwildbestand massiv verringert. Der Forstbetrieb der Bayerischen Staatsforsten habe in der abgelaufenen Drückjagdsaison die Sorgen der Landwirte über ansteigende Schwarzwildbestände sehr ernst genommen, heißt es in der Mitteilung weiter. In den Staatswaldbereichen Neuwirtshauser Forst, Gemünden/Lohr und Mittelsinn/Aura wurden inzwischen fast 700 Wildschweine erlegt.
Über 430 Wildsauen wurden davon bei sogenannten Drückjagden gestreckt, was für Bayern wohl eine der höchsten Ergebnisse darstellt, heißt es weiter. Diese Jagdart benötigt eine exakte Vorplanung und Durchführung durch die Jagdleitung des Forstbetriebes und die örtlich zuständigen Revierleiter. Die meisten dieser Jagden fanden am Wochenende statt, um einer sehr hohen Anzahl von privaten Jägern die Teilnahme zu ermöglichen. Größtes Augenmerk wurde bei diesen Bewegungsjagden auf die Sicherheit der Teilnehmer, den Wildtierschutz sowie die Wildbrethygiene gelegt.
Die Jagdflächen wurden entsprechend groß gewählt, um eine tierschutzgerechte Jagd zu ermöglichen. Für die Schussabgabe galten strenge Regeln. Weiterhin kamen nur geprüfte Stöberhunde sowie professionelle Nachsuchenhunde mit ihren erfahrenen Führern zum Einsatz. Organisation und Durchführung dieser Drückjagden gelten als vorbildlich und werden von der Jägerschaft entsprechend anerkannt.

Cäsium-Test negativ

Die erlegten Wildschweine gelangten direkt an Privatverbraucher oder in den regionalen Handel. Stichprobenartig untersucht der Forstbetrieb das Wildfleisch auf eventuelle Radium-Cäsium-Belastungen. Es ergaben sich, wie in den Vorjahren, auch diesmal wieder ausschließlich negative Befunde. Das Wildfleisch, als Naturprodukt, ist weiterhin bestens zum Verzehr geeignet, teilt der Forstbetrieb mit. Der Forstbetrieb Hammelburg habe somit einen wichtigen Beitrag zur Regulierung des Schwarzwildbestandes geleistet und damit das Risiko von Wildschäden in der angrenzenden Feldflur vermindert.

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