Fuchsstadt
Feier

Feuerwehr feiert Jubiläumsfest

An ihre Gründung vor 145 Jahren erinnert die Fuchsstädter Wehr am kommenden Wochenende.
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In historischen Uniformen und mit historischem Gerät zeigt sich die Damenfeuerwehr. Foto: Feuerwehr
In historischen Uniformen und mit historischem Gerät zeigt sich die Damenfeuerwehr. Foto: Feuerwehr
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Die Freiwillige Feuerwehr feiert an diesem Wochenende, 25. und 26. Juni, ihren 145. Geburtstag. Gut ausgerüstet, agil und immer einsatzbereit, lassen die Floriansjünger auch die Ortsbürger und Wehren aus der ganzen Umgebung an diesem Jubiläum teilhaben.
Auf dem Festplatz herrscht nach dem Bieranstich am Samstag ab 17 Uhr buntes Treiben, um 20 Uhr tritt die Band "Chilli" mit flotten Rhythmen an. Die Kirchenparade findet am Sonntag um 9.30 Uhr statt, der Festgottesdienst beginnt um 10 Uhr. Nach dem Frühschoppen wartet das Mittagessen im Freien auf die Besucher.


Wettkampf am Nachmittag

Auch für die jüngsten Gäste ist ab 13 Uhr mit einem Kinderprogramm und der Hüpfburg gesorgt. Attraktion am Nachmittag ist ein Wettkampf der Wehren beim Schlauchleitungskuppeln, das beste Team gewinnt den - flüssigen - Preis. Ab 17 Uhr gibt es gegrillten Fisch auf dem Festplatz. Die Fuchsstädter Wehr verfügt derzeit über 97 Aktive unter Leitung von Kommandant Peter Stöth, darunter 19 Damen und 14 Jugendliche. Ein schlagkräftiges Kontingent also, das dem "roten Hahn" trotzt und in vielen weiteren Situationen parat steht, um Hilfe zu leisten. Im zurückliegenden Jahr bei zehn Einsätzen präsent, ist die Wehr auf aktuellem technischen Stand, und mit einem Lichtmast und einem Stromerzeuger, einer Wärmebildkamera und Digitalfunk ausgerüstet.
Die Floriansjünger beteiligen sich natürlich auch an gemeinnützigen Aktionen und halten ihr Domizil in Schuss. So wurde beispielsweise im vorigen Jahr der Grillplatz am Gerätehaus erweitert. "Allerdings sind uns derzeit etwas die Hände gebunden, denn unser Schulungsraum ist zum Klassenzimmer umfunktioniert", verrät Vereinsvorsitzender Uwe Eichel. Durch den Schulumbau bedingt, zog eine Klasse in das Feuerwehrhaus ein, der ihr neues Domizil besonders gefällt. "Die wollen gar nicht mehr raus", kommentiert Eichels Stellvertreter Marco Schmidtner. Am 12. März 1871 gegründet, konnte Kommandant Johannes Lell 38 Freiwillige verpflichten. Situationsbedingt nicht mehr einsatzbereit, formierte Bürgermeister Andreas Hart 1945 nach Beendigung des Weltkrieges die Wehr neu, die sechs Jahre später ihre erste Motorspritze erhielt. Ein modernes Löschfahrzeug folgte zum 100. Stiftungsfest. In diesem Jahr gründete Harald Burtchen mit elf Jugendlichen auch die erste Jugendgruppe. Das heutige Feuerwehrhaus entstand in den Jahren 1989 bis 1992. Zum Projekt "Frauen in der Feuerwehr" fanden sich spontan 13 Frauen, die eintraten. Nach Einweihung des Gerätehauses - bei dessen Bau sich die Floriansjünger maßgeblich mit Eigenleistungen einbrachten - erhielten die Fuchsstädter auch ein neues Löschfahrzeug auf dem Stand der Technik. Ein Mehrzweckfahrzeug folgte ein Jahr später. Dass die Fuchsstädter zu feiern verstehen, ist bekannt. Davon können sich die Festbesucher nun überzeugen.



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