Hammelburg
Jubiläum

Erweiterung für "Grünen Wochenmarkt" in Hammelburg geplant

Der "Grüne Wochenmarkt" feierte am Samstag 1. Geburtstag in Hammelburg. Die Initiatoren planen seine Erweiterung.
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Frische, schmackhafte Ware sind nach Aussagen vieler Kunden der Grund für ihren Kauf auf dem Grünen Markt.  Foto: Winfried Ehling
Frische, schmackhafte Ware sind nach Aussagen vieler Kunden der Grund für ihren Kauf auf dem Grünen Markt. Foto: Winfried Ehling
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Das Gemeinschaftsprojekt, das als "Versuchsballon" der Marktgilde, des Tourismusverbands, des Vereins für Wirtschaft und Stadtmarketing (VWS) und der Stadt aufstieg, präsentiert sich nach Jahresfrist als gerne angenommene Bereicherung, die ausbaufähig ist.

Entsprechend freudig fielen die Grußworte der Verantwortlichen aus. Als Ziel des Novums bezeichnete Alfred Jeurink, Initiator und Vorsitzender des Vereins für Tourismus, "die Belebung der Innenstadt durch Kunden, die auch der Regen oder winterlichen Temperaturen nicht abhalten". Sein Dank galt der guten Annahme, der Marktgilde, Geschäftsführer Uwe Lorey, Marktmeister Klaus Back, dem Verantwortlichen der Stadt, August Brendan der Unterstützung des VWS sowie den Marktbeschickern.

Fisch, Käse und Geflügel gesucht

"Das Angebot erfreut sich guten Zulaufs", stellte Bürgermeister Ernst Stross fest, der hoffte, "dass sein Nachfolger Armin Warmuth und der neue Stadtrat ihre Hand über diesen Markt halten". Uwe Lorey, der für insgesamt 32 Wochenmärkte in Deutschland zuständig ist, plant bereits den Ausbau des Hammelburger Marktes. "Wir suchen noch einen Fisch-, einen Wild- und Geflügelhändler und einen guten Käsestand", lässt er wissen. "Drei bis vier Beschicker können wir durchaus noch vertragen", merkt er an.

Was den Markt so beliebt macht, bringt Johanna Neeb aus Elfershausen auf den Punkt. "Nach einigen Besuchen habe ich mich entschlossen, regelmäßig hierher zukommen. Ich kaufe Spargel, Salat, Brot, weil die Sachen frisch und schmackhaft sind und esse hier auch gerne mal eine Bratwurst. Andererseits möchte ich mit meinem Einkauf solche Einrichtungen und die Initiatoren unterstützen", argumentiert sie. "Nebenher" gehe sie noch zum einkaufen - "zum Beispiel mal ein Paar Schuhe", fügt sie hinzu.

Zweifellos profitieren auch andere Geschäfte und die Hammelburger Gastronomie vom Marktsamstag. In Zuge der positiven Entwicklung legten sich die anfänglichen Zweifel und Einwände. "Von Einbußen ähnlicher Geschäftsinhaber ist inzwischen keine Rede mehr", weiß Jeurink, der ebenfalls Erweiterungspläne im Sinn hat.
"Vielleicht kann man heimische Geschäfte integrieren, die nicht am Marktplatz liegen, etwa mit einer Modenschau oder ähnlichem. Auch für Vereine könnte der Markt interessant sein. Ihnen wird die Möglichkeit geboten sich kostenfrei darzustellen und damit Nachwuchswerbung zu betreiben", unterstreicht er.

Zum Jubiläum gab es Kaffee und Kuchen, ein Glücksrad war zudem gern besuchter Magnet. Die Blaskapelle Diebach begleitete das Jubiläum, die wohl nicht an jedem Samstag den Marktplatz mit Musik beschallt. Vielleicht wäre es aber ein Ansatz mit kleineren "Kulturevents" noch mehr Marktbesucher zu locken.
Hammelburg mit einem vielschichtigen Angebot als "Stadt der Märkte" zu etablieren ist schließlich erkorenes Ziel der Organisatoren und der Stadt. Und da darf es ruhig etwas bunt zugehen.
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