Euerdorf
Kostenvergleich

Ein neues Euerdorfer Rathaus wird gebaut

Die Weichen für einen Neubau des zukünftigen Euerdorfer Rathauses sind gestellt.
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Die Häuser in der Hammelburger Straße 10 bis 14 werden dem neuen Euerdorfer Rathaus weichen. Foto: Gerd Schaar
Die Häuser in der Hammelburger Straße 10 bis 14 werden dem neuen Euerdorfer Rathaus weichen. Foto: Gerd Schaar
Bis zur Euerdorfer Marktgemeinderatssitzung am Dienstag, 24. Mai, gab es für einige noch die Unsicherheit, ob neu gebaut oder lediglich im Bestand umgebaut werden soll. Spätestens nach der Gegenüberstellung der Kosten durch den Projektleiter Sven Vandeven vom Architekturbüro Lieb & Lieb (Freudenstadt) herrscht jetzt Klarheit.


Ungewissheit bei Umbau

Denn in seiner Vorschau der Kostenkalkulation hatte Vandeven ermittelt, dass aufgerundet 3,8 Millionen Euro für den Neubau rund vier Millionen Euro für den Umbau gegenüberstehen. Hinzu käme noch die Ungewissheit bei einem Umbau, ob sich weitere bauliche Überraschungen - wie zum Beispiel Statikprobleme - diese Kosten in heute noch nicht planbarer Größe zu den vier Millionen hinzu addieren würden.

Die drei Häuser mit den Nummern 10, 12, und 14 in der Hammelburger Straße seien Nachkriegsbauten, bestätigte Vandeven. Bürgermeisterin Patricia Schießer berichtete, sie habe sich nach Fördermöglichkeiten im Rahmen des Städtebaus erkundigt und sie sei auf eine verwirrende Situation gestoßen. Schießer: "Prinzipiell ist ein Rathausbau eine Pflichtaufgabe (Ordnungsmaßnahme) der Gemeinde und deshalb nicht förderfähig. Aber einen Bewilligungsbescheid für den Abbruch der Nebengebäude habe ich schon."


Drei Häuser müssen weichen

Alle drei Häuser weichen einem Neubau. Vandeven führte noch einmal vor Augen, wie ansonsten das Umbauen im Bestand ausgesehen hätte: Mit einer Gewichtszunahme der Gebäude wäre zu rechnen. Deshalb sei ein stabiles Fundament vonnöten. "Falls das Fachwerk marode ist, müssen Stahlträger eingebaut werden. Außerdem sind bauliche Maßnahmen zum Brandschutz vorgeschrieben und Schallschutzdecken", sagte der Architekt. Die Statik wäre neu zu berechnen. Anders ist es beim Neubau: Der Vorteil liege in der Befreiung von Funktionseinschränkungen, so Vandeven. Die optimale Raumhöhe gestatte angenehmeres Arbeiten und das Aufstellen zeitgemäßer Möbel. Keine hinderliche Stützen seien dem Versammlungsraum im Weg.

Keller bieten zusätzlichen Platz für das Gemeindearchiv und für die Haustechnik. Freilich soll der alte Gewölbekeller unter Nummer 10 erhalten bleiben, berichtete Schießer von einem Gespräch mit dem Landratsamt. Das Projekt Rathaus-Neubau fand die Zustimmung der Räte, die sich ja schon in der vergangenen Sitzung grundsätzlich dafür aussprachen und sich anhand der Kostengegenüberstellung jetzt nochmals in ihrer Meinung bestätigt sahen. Die Abbrucharbeiten für die hinteren Gebäudeteile sollen jetzt ausgeschrieben werden.


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