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Hammelburg
Bauen

Ein Wohnblock weniger am Ofenthaler Weg in Hammelburg

Nur noch zwei dreigeschossige Mehrfamilienhäuser sollen zwischen Bonifatiusstraße und Ofenthaler Weg entstehen. Der Unternehmer muss vorher aber noch einige Hausaufgaben erledigen.
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Mitglieder des Bauausschusses und Nachbarn besichtigen die mit gelber Schnur abgesteckten Umriss der Wohnhäuser. Foto: Arkadius Guzy
Mitglieder des Bauausschusses und Nachbarn besichtigen die mit gelber Schnur abgesteckten Umriss der Wohnhäuser. Foto: Arkadius Guzy
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Die Nachbarn in der Bonifatiusstraße sind nicht begeistert, dass unterhalb ihrer Häuser Wohnblocks entstehen sollen. Denn bisher ist die Fläche zwischen Bonifatiusstraße und Ofenthaler Weg eine freie, weitgehend unbebaute Brache. Doch zeichnet sich ein Kompromiss ab, mit dem die Nachbarn leben könnten.

Alexander Werner, Geschäftsführer der gleichnamigen Baufirma aus Schwebheim (Landkreis Schweinfurt), verzichtet auf eines der geplanten Mehrfamilienhäuser. Statt drei plant er nur noch zwei Blocks. Den Nachbarn sicherte er nach Norden hin außerdem zwölf Meter Abstand zur Grundstücksgrenze. "Beschattet wird höchstens der Garten nicht das Gebäude", sagte Werner.

Er stellte den Anliegern und den Mitgliedern des Bau-, Forst- und Umweltausschusses bei einem Ortstermin am Ofenthaler Weg sein Vorhaben vor. Gelbe Schnüre markierten auf der Brache die Umrisse der beiden Wohnhäuser.

Die Blocks bekommen einen Fahrstuhl und verbrauchen wenig Heizenergie, erklärte Werner. Die Wohnungen sollen zwischen 67 und 140 Quadratmeter groß sein. Unter den beiden Blocks wird sich eine Tiefgarage erstrecken.

Doch bis die Bagger ihre Schaufeln in die Erde graben können, muss der Bauherr noch einige Fragen klären. Denn auf der dreieckförmigen Fläche zwischen Bahntrasse, Bonifatiusstraße und Ofenthaler Weg gibt es noch weitere unbebaute Grundstücke.

Im Jahr 2008 hatte die Stadtverwaltung einen Entwurf vorgelegt, wie die Parzellen erschlossen werden könnten. Da die Eigentümer damals allerdings kein Interesse zeigten, kam es nie zu einem rechtskräftigen Bebauungsplan. Nun kann sich nach Angaben von Stadtbaumeister Detlef Mohr einer der Grundstückseigentümer eine Erschließung in Zukunft vorstellen. Doch mit den zwei Wohnblocks auf der Fläche funktioniert die ursprünglich angedachte Zuwegung nicht mehr.

Das Bauvorhaben des Schwebheimer Unternehmens soll eine mögliche künftige Entwicklung der weiteren Grundstücke aber nicht verhindert. Der Bau-, Forst- und Umweltausschuss verlangte daher den Entwurf eines Bebauungsplans, der dies berücksichtigt.

Außerdem muss der Bauwerber mögliche emissionsrechtliche Probleme überprüfen: Am Ofenthaler Weg gibt es einen landwirtschaftlichen Betrieb. Planungsrechtlich ist um diesen ein Radius von 60 Metern gezogen, innerhalb dessen es Einschränkungen für Wohnbebauung geben kann. Ein Teil des Umkreises ragt in die Standortfläche für die Wohnblocks hinein.

Bauunternehmer ist an der Reihe

Das Stimmungsbild im Ausschuss war unterschiedlich: "Ich finde dort passt nur zweigeschossige Bebauung rein", meinte Elisabeth Wende (CSU). Dass verdichtetes Wohnen grundsätzlich nicht schlecht sei, merkte Elisabeth Assmann (Die Grünen/Bürger für Umwelt) an. Sie verwies auf den vergleichsweise geringeren Flächenverbrauch. Bürgermeister Armin Warmuth (CSU) gab zu bedenken, dass mit den Wohnungen Zielgruppen angesprochen werden können, die kein Einfamilienhaus wollen.

Der Ausschuss hat den Ball erst einmal wieder an den Bauunternehmer zurückgespielt. Wenn dieser die Hausaufgaben erledigt hat, wird der Ausschuss oder der Stadtrat sich wohl noch einmal mit dem Vorhaben befassen.




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