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Hassenbach
Vorhaben

Ein Treffpunkt für alle Bürger

Ein neuer Verein soll sich um das Gemeindehaus kümmern und es so zu einem lebendigen Mittelpunkt der Dorfgemeinschaft machen. Schon jetzt ist das ehemalige Pfarrhaus ein beliebter Ort für Veranstaltungen.
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Aufstellen des Maibaumes am Gemeindehaus (im Hintergrund) im vergangenen Jahr.  Foto: Günther Straub
Aufstellen des Maibaumes am Gemeindehaus (im Hintergrund) im vergangenen Jahr. Foto: Günther Straub
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Die Bürgerversammlung in Hassenbach nutzte 3. Bürgermeister und Ortsbeauftragter Mario Götz auch für das Thema "Nutzung des Gemeindehauses". Dieses denkmalgeschützte Gebäude, eingetragen in der Denkmalliste als Kaplaneihaus, soll der Hassenbacher Bevölkerung für Treffen und Veranstaltungen zur Verfügung stehen und das Orts- und Gemeinschaftsleben fördern.

Ein Schmuckstück

Das ehemalige gemeindeeigene Pfarrhaus, das aber Bürgermeister Gotthard Schlereth nicht mehr so genannt haben will, deshalb auch der Name Gemeindehaus, wurde mit großer Förderung des Denkmalamtes und des Amtes für ländliche Entwicklung von der Marktgemeinde saniert, ist ein Schmuckstück für Hassenbach geworden.
Neben dem Veranstaltungsraum birgt es auch das neue Heimatmuseum. Geschichtlich bekannt ist, dass das frühere Pfarrhaus auch schon als Gasthaus, Kolonialwarenladen und bis in die 30er Jahre als Arztpraxis genutzt worden ist. Es sollen hier sogar kleinere Operationen vorgenommen worden sein. Nachgewiesen ist auch, dass das Anwesen am 28. November 1930 vom damaligen Lokalkaplan August Blassauer, als bevollmächtigter Vertreter der Gemeinde Hassenbach von der Bayerischen Ärzteversorgung für 5500 Reichsmark gekauft worden ist. Das Gebäude sollte den Hassenbacher Geistlichen als Wohnung zur Verfügung stehen. Für die 1923 errichtet Lokalkaplanei hatte die politische Gemeinde auch die Wohnung des Priesters zu stellen. Zunächst stand dafür ein Anwesen neben der alten Kirche in der Brunnenstraße zur Verfügung.

Name noch offen

Auch das durfte im Auftrag der Gemeinde der damalige Kaplan veräußern und den Erlös für die notwendigen Umbauten im neu erworbenen Gebäude verwenden. So wurde es bis 1957 das Pfarrhaus, wie es auch heute noch weitgehend genannt wird. Letzter Priester war Herbert Pfaff, danach wurde das Gebäude als Wohnung an private Personen von der Gemeinde vermietet. Wie es zukünftig genannt wird, kann die Hassenbacher Ortsgemeinschaft selbst entscheiden. Jedenfalls soll es für die Bürgerinnen und Bürger der zukünftige Treffpunkt werden, so auch der Bürgermeister.

Nutzung des Anwesens

Nach der Sanierung stellte sich schon ein großer Zulauf und eine erfreuliche Beliebtheit ein. "Zu unseren Veranstaltungen und Treffen der Vereine und der Bevölkerung wie an Volkstrauertagen, Fronleichnam, Maibaumaufstellen, Frauenabenden, Stammtischen, der über die Grenzen Hassenbach hinaus bekannte Winterzauber, oder auch die Federweißenabende, könnte noch die Veranstaltung der jährlichen Kirchweih kommen", so Mario Götz. Das alles aber verlangt auch ehrenamtliche Arbeit und eine geregelte Abwicklungsarbeit. Nach den Informationen des Ortsbeauftragten ist das mit einer Vereinsgemeinschaft nicht zu schaffen, dafür, so Götz, müssten noch mehr Vereine bestehen. Er schlug deshalb in der Versammlung die Gründung eines neuen Vereins vor. Als Vereinsziel könnte er sich vorstellen, die Förderung des Heimatgedankens, sowie die Pflege des Gebäudes innen sowie der Außenanlagen. Ferner könnte der Verein sich um das örtliche Brauchtum und um die Gemeinnützigkeit kümmern. Beitreten als Mitglieder sollten auch neben den Privatpersonen die schon bestehenden Vereine.
Auch die Kirchenstiftung prüft, ob eine Mitgliedschaft möglich ist. Zunächst aber will man abwarten bis die turnusgemäßen Wahlen in diesem Jahr beim Sportverein und beim Gartenbauverein durchgeführt sind. Danach soll eine gemeinsame Sitzung der Interessierten, die sich in der kommenden Zeit melden können, erfolgen.

Vorbildwirkung

Dabei sollte neben dem zukünftigen Namen auch die Satzung ausgearbeitet werden. Dieser Vorschlag von Götz wurde von den Anwesenden als gut geheißen und so auch akzeptiert. Bürgermeister Gotthard Schlereth lobte ebenfalls das Vorgehen "Hassenbach hat wieder einmal eine Vorbildwirkung". Dabei dachte der Gemeindechef an die demnächst anstehende Sanierung des alten Schulhauses in Wittershausen, die ebenfalls ein neuer Anlaufpunkt für die Ortsgemeinschaft werden soll. Auch dort ist wie in Hassenbach keine öffentliche Gaststätte mehr vorhanden. Geprüft werden soll in diesem Zusammenhang auch ob für die vorhandenen Geräte des Hassenbacher Gartenbauvereins der Keller an der Staatsstraße genutzt werden kann.
Eva Füller fragte nach, ob man im Außengelände des Gemeindehauses einige Spielgeräte für die Kinder anbringen könnte. Über diese, die jedoch kleinerer Art sein sollten, sollen sich die Hassenbacher Gedanken machen, schlug Bürgermeister Schlereth vor.

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