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Hammelburg
Aktion

Ein Baum zum 80. Geburtstag

Zwölf neue Bäume stehen am Hammelburger Stadtrand. Die Baumpflanzaktion "Familienwald" kommt bei Alt und Jung gut an.
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Oma Betty Tumpach (M.) freute sich im Kreis ihrer Enkel und Ur-Enkel über einen Rot-Ahorn, den sie zum 80. Geburtstag als Geschenk erhielt.   Foto: Winfried Ehling
Oma Betty Tumpach (M.) freute sich im Kreis ihrer Enkel und Ur-Enkel über einen Rot-Ahorn, den sie zum 80. Geburtstag als Geschenk erhielt. Foto: Winfried Ehling
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Der "Familienwald" hat kräftig Zuwachs erhalten. Die Idee von Vize-Bürgermeister Reimar Glückler fiel auf fruchtbaren Boden. Das Kontingent der gespendeten Bäume, die den südlichen Stadtrand und die Straße "Am Sportzentrum" schmücken, wurde zum ersten Advent um zwölf Jungbäume erweitert.
Bürgermeister Armin War-muth war überrascht von der Zahl der Anwesenden, die sich am kalten Samstagmorgen zur vierten Baumpflanzaktion am so genannten Familienwald einfanden. "Bäume haben seit jeher eine hohe, emotionale Bindung. Hier sind sie Erinnerungen an besondere Anlässe", sagte Warmuth.
Fünf Schnee-Felsenbirnen, drei Rot-Ahorn eine Zerr-Eiche, eine Mehlbeere und zwei Gingko-Bäume schmücken nun zusätzlich die Wiesen. Mit Gummistiefeln und warmer Kleidung ausgerüstet, mulchte der Vorgänger Warmuths seinen Baum ein und versah ihn selbst mit dem Namensschild, das alle Baumspender erhalten.

Baum als Hochzeitsgeschenk

"Es ist gut so, dass Bäume nicht nur still und heimlich weggesäbelt, sondern auch neue gepflanzt werden", raunt ein Anwesender. Eva und Patrick Hartmann fanden es ebenfalls "ganz toll, dass wir jetzt einen Gingko-Baum besitzen", der gegenüber dem Sportzentrum seinen Platz hat. "Wir haben ihn zu unserer Hochzeit als Geschenk bekommen", verrät das jungverheiratete Paar.
Hans-Josef Fell und seine Frau Annemarie hatten eine Felsenbirne für ihr Enkelkind ausgesucht. Oma Betty Tumpach aus Pfaffenhausen war schier "von den Socken", dass sie von ihren Enkeln zum 80. Geburtstag einen Rot-Ahorn erhielt, bei dessen Pflanzung sie selbst dabei sein konnte. Die Pflanz-Idee fasste Fuß. Nach Auffassung aller Beteiligten darf das "ruhig so weitergehen".
Im Vorfeld war der Städtische Bauhof tätig und hatte die Jungbäume bereits in die Erde gebracht. "Es hätte viel zu lange gedauert, wenn wir jetzt erst mit dem Graben anfangen, denn für jeden Pflanzling brauchen wir ein ein Meter tiefes Loch", sagten die Bauhof-Mitarbeiter.
Konrad Albert stimmte mit seiner "Quetsche" auf das Ereignis ein. Zu Glühwein, Kinderpunsch, Tee und "Stengelich" intonierte Konny den passenden Dialekt-Song. "Jetzt wird gesse, eh jeder hoat sei Esse", trällerte er mit klammen Fingern in die kalte Luft.



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