Sulzthal
Feuerwehr

Ehrenkreuz in Bronze für Thomas Eyrich

Die neue digitaler Funkstandard spart viel Zeit, verlautete auf der Arbeitstagung der Feuerwehr-Kommandanten in Sulzthal. Auch Ehrungen standen an.
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Kreisbrandinspektor Thomas Eyrich (rechts) bekam das Ehrenkreuz in Bronze vom Deutschen Feuerwehr-Verband aus den Händen von Kreisbrandrat (KBR) Benno Metz. Foto: Gerd Schaar
Kreisbrandinspektor Thomas Eyrich (rechts) bekam das Ehrenkreuz in Bronze vom Deutschen Feuerwehr-Verband aus den Händen von Kreisbrandrat (KBR) Benno Metz. Foto: Gerd Schaar
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In der Sulzthaler Mehrzweckhalle fand die Arbeitstagung der Feuerwehr-Kommandanten aus dem Dienstbereich Hammelburg statt. Kreisbrandinspektor (KBI) Thomas Eyrich, der die Veranstaltung leitete, erhielt wegen hervorragender Leistungen das Ehrenkreuz in Bronze vom Deutschen Feuerwehr-Verband aus den Händen von Kreisbrandrat (KBR) Benno Metz.

"Mein erstes Jahr als KBI ist im Flug vergangen", erinnerte sich Eyrich an seine Amtsnachfolge im letzten Dezember, mit der er Peter Sell in dieser Funktion ablöste. Oft seien heuer die Wehren aus dem Dienstbereich Hammelburg zu Einsätzen auf der Rhönautobahn A 7 ausgerückt. Zugenommen hätten die Fälle von Ölspuren. Übersichtlich sei hingegen die Anzahl der Zimmer- und Dachstuhlbrände gewesen.


Kommen und Gehen

Dankesurkunden wegen langjähriger treuer Dienste erhielten die ehemaligen Kommandanten Martin Hufnagel (Obererthal) und Benno Zellhan (Obereschenbach), die heuer in dieser Funktion ausgeschieden sind. Neu sind die Kommandanten Edgar Sitzmann (Pfaffenhausen), Michael Schneider (Obererthal), Markus Wetzel (Obereschenbach), Benedikt Kreß (Pfaffenhausen) sowie Reiner Hartmann und Harald Lischer (beide Trimberg).
Eyrich dankte den Schiedsrichtern, die heuer 150 Leistungsprüfungen im Löscheinsatz und 23 Prüfungen im Bereich Technische Hilfeleistung attestierten. Ein Fahrzeug ELW 12/1 sei neu in der Hammelburger Wehr, berichtete Eyrich.

"Müssen die kleineren Wehren daheim bleiben, wenn in der Nachbarschaft zu einem Großeinsatz alarmiert wird?", hinterfragte der Diebacher Kommandant Dieter Ebert die Vorgehensweise der Integrierten Leitstelle (ILS). Denn bei solchen Ereignissen entweiche allmählich die Luft aus der Motivation seiner Kameraden. Ebert antwortete: "Da muss ein vernünftiges Konzept her!" Oftmals werde nach dem Gesichtspunkt "Material" in der Leitstelle alarmiert, nahm KBR Metz Stellung. Einer Verbesserung von intelligenten Lösungen wolle er jedoch nicht im Weg stehen. "Außerdem können die Einsatzleiter vor Ort solche Wehren jederzeit nachfordern", betonte Metz.


Keine langen Gespräche mehr

Da traf es sich gut, dass Thomas Schlereth, der Chef von ILS, samt zwei seiner Mitarbeiter anwesend waren. ILS-Disponentin Carina Barthel und ILS-Schichtführer Sven Hoveling schilderten die Alltagspraxis in der Leitstelle. Dabei spiele der Digitalfunk eine wichtige Rolle, war deren Ausführungen zu entnehmen. Sowohl die Verfügbarkeit von Einsatzmitteln (z. B. Fahrzeuge, Technikausrüstung oder Ausbildungsstand der Feuerwehrleute) als auch der kommunikative Teil (z. B. Sprechwunsch, Einsatzbereitschaft oder Erledigung von Aufgaben) seien mit wenigen Zahlen und Buchstaben in Sekunden gemeldet. Dafür habe man in analogen Zeiten lange Gespräche gebraucht. Barthels Fazit: "Der digitale Funk spart jede Menge wertvoller Zeit". Schlereth appellierte an die Kommandanten: "Geben Sie sofort Rückmeldungen! Denn ohne diese Informationen ist die Leitstelle nicht in der Lage, effizient zu helfen".


Wildflecken-Übung 2017

Gelegenheit zur Großübung in der Rhön-Kaserne Wildflecken haben die Wehren aus dem Landkreis Bad Kissingen im kommenden Jahr. Vermutlicher Termin ist laut KBR Metz das Wochenende 21./ 22. Juli 2017. "Dann kann die gute Zusammenarbeit der Wehren auch landkreisübergreifend geübt werden", konstatierte Metz. In seiner Stellungnahme zum Einsatz in Elfershausen sagte er: "Das ist ungünstig gelaufen, es gibt noch Nachfragen".

Auf eine gute Zusammenarbeit von Feuerwehr und Polizei blickte Erster Polizeihauptkommissar Alfons Hausmann zurück. Er bot Hilfe zur Ausbildung bezüglich des Sonder- und Wegerechtes an: "Wir kommen dabei auch vor Ort." Denn Sicherheit gehe für die Feuerwehr-Fahrzeuge im Blaulichteinsatz vor.

Hausmann mahnte zur Vorsicht der Floriansjünger bei der Fahrt im privaten Pkw, wenn es zum Einsatz Richtung Feuerwehr-Gerätehaus gehe. "Die Feuerwehr ist auch für uns Sulzthaler wichtig", bestätigte Bürgermeister August Weingart. Froh sei er darüber, dass sich dort die Jugend sehr für die Feuerwehr engagiere.

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