Hammelburg

Durch Biotope und Magerwiesen

Der Bund Naturschutz wanderte zum Jahresabschluss rund um Fuchsstadt. Die Teilnehmer erfuhren Interessantes über die Besonderheiten der Landschaft.
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Jürgen Wittmer und Berthold Volpert führten rund um Fuchsstadt hier mit Blick auf die neue Dreifaltigkeitskapelle.  Foto: Elisabeth Assmann
Jürgen Wittmer und Berthold Volpert führten rund um Fuchsstadt hier mit Blick auf die neue Dreifaltigkeitskapelle. Foto: Elisabeth Assmann
Der Bund Naturschutz veranstaltete seine Abschlusswanderung für dieses Jahr rund um Fuchsstadt. Zuerst ging es durch den Ort zur 2012 neu erbauten Dreifaltigkeitskapelle. Stellvertretender Bürgermeister und Mitinitiator Manfred Öftring gab zur Entstehung der Kapelle verschiedene Erläuterungen. In Eigenleistung errichtet, soll die vierte Kapelle um Fuchsstadt den Besuchern Denkanstöße geben. Im kommendem Jahr wird es ein Faltblatt zum neu ausgerichteten 4-Kapellenrundweg geben.
Danach besuchte die Gruppe unter Leitung von Berthold Volpert und Jürgen Wittmer das sogenannte Biotop in einen Steinbruch und begutachtete dort die Steilwände aus Muschelkalk, die vielen Spezialisten unter den Tieren und Pflanzen Unterschlupf bieten. Der Untergrund wurde mit einer Tonschicht abgedichtet und soll sich zum Feuchtbiotop entwickeln. Auf dem Gelände befindet sich auch ein Insektenhotel. Hier lässt sich gut erkennen, welche Materialien besser und welche weniger gut zum Befüllen geeignet sind. Sind die Löcher zu groß wie etwa in Hohlbeton- und Ziegelsteinen, wird es nicht als Wohnort für Insekten angenommen. Hier erläuterte Wittmer, dass vor allem mehr Blühflächen als Nahrung für die Wildinsekten in unserer ausgeräumten Landschaft notwendig sind. Weiter ging es vorbei an verschieden Biotopen wie Hecken und Magerwiesen zum "Märchenwald". Hier befinden sich auf 21 Hektar relativ viele alte Bäume und das Gebiet kann sich zum Urwald umgestalten.
Die Gemeinde Fuchsstadt besitzt insgesamt 900 Hektar Wald und hat ein Naturschutzkonzept für den Forst erstellen lassen. Dabei sind 175 von 250 geplanten Biotopbäumen auf einer Fläche markiert und eingemessen worden.
Weiter ging es entlang von Streuobstwiesen zum Aussichtspunkt Dorfblick. Dort empfing Thomas Ruser vom BN die Wanderer mit Glühwein, Stollen und Tee.
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