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Aura an der Saale
Neugestaltung

Die "Zehnt" soll schöner werden

Das Herzstück Auras rückt in den Fokus der Dorferneuerung. Die zunächst auf rund 600 000 Euro geschätzten Kosten summieren sich nach einer Überarbeitung der Pläne auf über eine Million Euro.
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In der Diskussion: Die "Zehnt" in Aura soll im Rahmen der Dorferneuerung attraktiver gestaltet werden.  Foto: Winfried Ehling
In der Diskussion: Die "Zehnt" in Aura soll im Rahmen der Dorferneuerung attraktiver gestaltet werden. Foto: Winfried Ehling
Verschiedene Varianten zur Gestaltung der "Zehnt" stellte Architekt Bernd Müller bei der Bürgerversammlung am Mittwochabend vor. Favorit ist ein Konzept, das die Randbereiche einbezieht, wie beispielsweise die Umgebung der früheren Schule und den Kreuzungsbereich am alten Feuerwehrhaus.
Die Erweiterung der Planung zieht jedoch Konsequenzen nach sich - vor allem finanzielle. War das Projekt "Zehnt" vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE) zunächst auf 600 000 Euro geschätzt worden, so belaufen sich die Ausgaben nach der überarbeiteten Planung auf voraussichtlich 1,07 Millionen Euro brutto. Nicht eingerechnet sind die Kosten für Kanal- und Wasserleitungssanierung, die auf die Anwohner umzulegen sind. Nach Ansicht von ALE-Baudirektor Jürgen Eisentraut ist dies "eine einmalige Chance, diese notwendigen Arbeiten im Rahmen der laufenden Bautätigkeiten zu erledigen".

Bürgermeister erstaunt

Die Kostensteigerung stieß zunächst nicht auf allseitige Gegenliebe. So wurden Stimmen laut, die Alte Schule für einen Wohnhausneubau zu verkaufen, was zu einer merklichen Kostensenkung führen könnte. Auch Bürgermeister Thomas Hack zeigte sich erstaunt über das Konzept. "Die Einbeziehung der Alten Schule mit einer gepflasterten Straße wäre zwar super, übersteigt aber eigentlich die Vorstellungen der Gemeinde", merkte er an.
Hack zufolge gibt es für die Gemeinde drei Probleme. Die veranschlagte Summe teilen sich ALE und Gemeinde. Das heißt, gut 500 000 Euro sind von Aura und damit von den Bürgern aufzubringen. Dies führt zu einer Darlehensaufnahme. Doch auch der Bürgermeister selbst möchte nicht alle Kosten den Anliegern aufbürden. "Ich habe dazugelernt und glaube, dass die vorgelegte Planung viele Sympathien findet", meinte er.

Keine Autos mehr auf Platz

Bezüglich der Stellplätze auf der "Zehnt" muss ihm allerdings noch etwas einfallen. Nach Müllers Entwurf sollen keine Autos mehr auf dem Platz stehen. Bäume, Stufen, Bänke, eine umgebende Mauer und eventuelle ein kleiner Brunnen könnten einen Ruhepol aus der Zehnt machen.
Stellflächen sind an der südlichen Straßenseite "Am Hahn" vorgesehen und könnten zudem auf dem Altbau-Gelände zwischen "Zehnt" und Trimberger Weg entstehen, das zu großen Teilen Gemeindeeigentum ist. In Bezug auf Parkmöglichkeiten hat sich die Meinung vieler Bürger offensichtlich geändert. Die Sanierung des Umfelds der Alten Schule erachtete Eisentraut zwar als verschiebbar, die Erneuerung des Kanals allerdings nicht. "Da kommen wir nicht drum herum", bestätigte auch der Bürgermeister.
Eine weitere Anliegerversammlung beim Projekt "Zehnt" ist für Mitte Oktober geplant. Dann sollen die Bürger anhand von Muster-Pflasterflächen entscheiden, welche Materialien verwendet werden.
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