Hammelburg
Bildstock

Der Stein wird zum Blickfang

Nahe Maria Steinthal erhielt die Antonius-Säule ihren Segen. Sie war restauriert worden, eine Maßnahme, die erst die Unterstützung durch Sponsoren möglich machte.
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Restaurator Clemens Muth sanierte die Antonius-Säule, die Pfarrer Edwin Erhard jetzt segnete. Sponsoren der Restaurierungsarbeiten sind Max Heinrich und Heribert Sell (von links). Foto: Winfried Ehling
Restaurator Clemens Muth sanierte die Antonius-Säule, die Pfarrer Edwin Erhard jetzt segnete. Sponsoren der Restaurierungsarbeiten sind Max Heinrich und Heribert Sell (von links). Foto: Winfried Ehling
Nach der schon länger zurückliegenden Restaurierung der Antonius-Rundsäule erhielt der Bildstock nahe Maria Steinthal jetzt seine Segnung. Gesundheitliche Gründe bei den Sponsoren, aber auch die durch Priesterwechsel entstandenen Vakanzen verhinderten bisher die Weihe.

Das Flurdenkmal entstand in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts und ist nach Beschreibung von Karl Stöckner ein Bildstock "aus gelbem Sandstein mit Bekrönung, Kleeblattkreuz und Kapitell mit gefälliger Rokoko-Umrahmung sowie mit einer Rundsäule mit Voluten". Allerdings handelt es sich bei Figur um den heiligen Antonius von Padua, nicht, wie fälschlicherweise angegeben, um den heiligen Franziskus.

Entscheidung fiel 2007

Schon 2007 beschlossen Heribert Sell und Max Heinrich, ebenfalls ein gebürtiger Hammelburger, der in Würzburg beheimatet ist, die schon arg mitgenommene Rundsäule renovieren zu lassen, informierte Rainer Baden, dessen Passion die Denkmale in Hammelburg sind, darunter auch der Kapellenkreuzweg am Kloster Altstadt, für dessen Erhalt er immer wieder Spenden sammelt.

Restaurator Clemens Muth aus Ebensfeld, der die Reparaturen und Wartungsarbeiten am besagten Kreuzweg vornimmt, legte für den Antonius ein Angebot vor. Nach Genehmigung des Landesamts für Denkmalpflege, der Stadt als Eigentümerin und mit finanzieller Hilfe der Sponsoren wurde der Auftrag erteilt.

Mit weichen Bürsten

Im April 2008 erfolgte die Renovierung, wobei der gesamte Bildstock mit weichen Bürsten und Wasser gereinigt wurde, nachdem die Moose entfernt waren. Danach erfolgte eine partielle Festigung, und auch Risse und Fugen behandelte Muth, der auf einen Anstrich verzichtete, da der Farbauftrag die Steinoberfläche verdichtet und die Atmungsaktivität des Steins beeinträchtigt.

Bei einer Andacht in Maria Steinthal - zu der auch Restaurator Muth angereist war - segnete Pfarrer Edwin Erhard jetzt den restaurierten Bildstock und dankte Sell und Heinrich für die Spende, die die Antonius-Säule vor dem Verfall bewahrte.


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