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Hammelburg
Königsschiessen

Der Schützenkönig ist nach 32 Jahren auf den Thron zurückgekehrt

Zur wichtigsten Veranstaltung im Jahresablauf der Königlich-privilegierten Schützengesellschaft, dem Königschießen mit Proklamation, ist eine ehemalige Majestät zurückgekehrt: Dr. Georg Spies holte sich 32 Jahre nach seinem ersten Erfolg den Titel des Schützenkönigs zurück.
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Schützenmeister Friedrich Schellenberger (2. v. r.) gratulierte dem neuen Schützenkönig, Georg Spies. Als Ritter dienen dem Thron-Rückkehrer Christine Füller (r.) und Josef Heuchemer (l.). Fotos: Winfried Ehling
Schützenmeister Friedrich Schellenberger (2. v. r.) gratulierte dem neuen Schützenkönig, Georg Spies. Als Ritter dienen dem Thron-Rückkehrer Christine Füller (r.) und Josef Heuchemer (l.). Fotos: Winfried Ehling
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Lange Jahre Vereinsarzt und bis zu seinem Wegzug aus der Saalestadt Vorderlader-Referent, gelang dem damaligen Hammelburger Zahnarzt dieser Erfolg in der Saison 1983/84. Inzwischen einer der Veteranen der heimischen Schießsportler, setzte sich Spies mit einem zielsicheren Schuss auf den Adler noch einmal auf den Thron des Schützenkönigs.

Denn Georg Spies blieb der Schützengesellschaft auch noch verbunden, als er seinen Wohnort verlegte. Eine der Stützen des ältesten Vereins von Hammelburg, gilt er als Initiator der Modernisierung der Schießhalle für die Luftgewehrschützen mit elektronischen Anlegeständen.

Schützenmeister Friedrich Schellenberger legte ihm die Königskette um, die bis dahin Josef Heuchemer getragen hatte. Als Ritter dienen dem Rückkehrer Christine Füller und Ex-König Josef Heuchemer. Aus der nur spärlich vertretenen Jugend kristallisierte sich Daniel Eppler als bester Schütze heraus. Er ist neuer Jugendkönig, den seine Schwester Sarah als Erster Ritter im Amt begleitet.


Hans Staat ist wieder Robin Hood

Den Titel des legendären, englischen Bogenschützen Robin Hood sicherte sich - einmal mehr - Karl Staat. Seine Gefährten heißen Klaus Wirth und Oliver Stein. Unter den jugendlichen Bogenschützen ist Hans Uhlmann der erfolgreichste. "Little John" Lars Göbel und "Bruder Tuck" Dominik Weisenseel sind für ein Jahr seine Begleiter.
Sportwart und Schießleiter Heinz Frötschner gab anschließend die besten Luftgewehr- und Sportpistolenschützen sowie die Wanderpokal-Gewinner bekannt. Mit der Langwaffe siegte demnach er selbst vor Thomas Hofstetter und Markus Dahm. Auch mit der Sportpistole siegte Frötschner und verwies Dahm und Daniel Busch auf die Plätze. Die Wanderpokale in diesen beiden Disziplinen holte sich Schützenmeister Friedrich Schellenberger. Zweite im Gewehrschießen wurde Hildegard Sommerfeld, bei den Pistolenschützen nahm ihr Mann Wolfgang diesen Rang ein.


Noch keinen Wirt gefunden

Nach den zahlreichen eigenen und bezuschussten Leistungen zur Sanierung und Komplettierung des Schützenhauses ist das Domizil ein schmuckes Heim geworden. Alles in Butter, sollte man meinen. Doch dem ist nicht so. Denn etwas Wichtiges fehlt noch: ein Wirt.

Mehrere Gastronomen haben sich in den letzten Jahren in der Gaststätte im Liebenthal zu etablieren versucht. Das gelang aus unterschiedlichen Gründen nicht; die Rechnung, man könne von dieser Gastronomie leben, ging nicht auf. "Die Bewirtschaftung des Schützenhauses ist eigentlich nur im Nebenverdienst möglich. Und auch dann wäre ein von einer Familie gemeinsam geführter Betrieb empfehlenswert", sagt Friedrich Schellenberger.
"Das Schützenhaus steht trotzdem für Familienfeiern, Geburtstage, Klubs, Jubiläen und Wandergruppen zur Verfügung. Dazu müssen sich die Veranstalter anmelden, am besten unter Tel.: 09732/ 781 109. Um das Catering müssen sich Veranstalter selbst kümmern, den Getränkeausschank übernehmen wir", informiert Schellenberger.


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