Sulzthal
Gemeinderat

Der Klärteich ist voll

Die alle paar Jahre anstehende Schlammentleerung und entsprechende Auftragsvergabe stand deshalb auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung von Sulzthal.
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Die Sulzthaler Kläranlage: Dort steht bald die Schlammentleerung an. Foto: Gerd Schaar
Die Sulzthaler Kläranlage: Dort steht bald die Schlammentleerung an. Foto: Gerd Schaar
Die Klärteiche der gemeindlichen Abwasseranlage sind voll und etwa 2200 Kubikmeter Schlamm müssen entsorgt werden. Nach einer Ausschreibung präsentierte sich die Firma Müller aus Zeitlofs als die Mindestbietende von vier Firmen. Über die Auftragshöhe (mehr als 50 000 Euro) wurde im nichtöffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung detailliert gesprochen. Alle sieben bis acht Jahre ist so eine Schlammentleerung fällig. Das Thema erübrigt sich, wenn die Sulzthaler Abwässer demnächst nach Hammelburg oder Bad Kissingen fließen werden. Mit Freude nahm Bürgermeister August Weingart (CSU / WG) zur Kenntnis, dass die Finanzen des Marktes Sulzthal wohl geordnet seien. Grund für diese Erkenntnis sei ein amtliches Lob über die aktuelle Haushaltssatzung gewesen. "Heuer haben wir eine freie Finanzspanne in Höhe von 188 000 Euro", betonte Weingart.
Er freute sich auch über den verbesserten Zustand des Bauhofes und wies auf das baldige Ende der Treppenbaustelle an der Dorflinde hin. Weingart bat die Anwohner, frisch entdeckte Oberwasserschäden an Straßen und Wegen möglichst zeitnah zu melden. "Das erspart uns teure Suchaktionen", betonte er anhand eines aktuellen Beispiels.

Sommernachtsfest 30. August

Anlässlich des Sommernachtsfestes - inklusive Oldtimertreffen - soll die Raiffeisenstraße längs des Dorfplatzes am 30. August zwischen 12 und 22 Uhr gesperrt werden, beschlossen die Räte einhellig. Das Einverständnis der benachbarten Anlieger liege hierzu vor, so Weingart. Weiterhin beschlossen die Räte, dass das Zimmer über dem Backofen am Dorfplatz als rechtlich anerkannter Trauraum für Eheschließungen aus dem gesamten VG-Bereich genutzt werden dürfe.
Noch völlig offen blieb die Entscheidung, ob Sulzthal im kommenden Jahr erneut in die Allianz "Fränkisches Saale-stück" eintreten wird. Offensichtlich gibt es zu diesem Thema noch Diskussionsbedarf, der hauptsächlich die Beitragsgebühren und deren gerechte Verteilung für die angeschlossenen Kommunen betrifft.
Sofort einig waren sich die Räte jedoch darüber, dass die Marktgemeinde dem Verein der Stromtrassen-Gegner Rhön-Link aus Solidarität beitreten soll. Mit 100 Euro halte sich die Beitragshöhe dort in akzeptabler Höhe, meinte Weingart abschließend.
Vor allem wegen der lockenden Fördermöglichkeiten, die Bürgermeister Weingart herausstellte, entschlossen sich die Räte des Marktes Sulzthal zum Beitritt in den Allianzverein "Fränkisches Saaletal". Und zwar mit 8:1 Stimmen. Genau so war auch das Abstimmungsergebnis in puncto Einstellung eines Allianzmanagers für diesen Verein.
"Projekte stehen und fallen abhängig von der Qualität eines solchen Managers", hob 2. Bürgermeisterin Gabriele Dehmer (SPD) hervor. Über die Allianzschiene "Fränkisches Saaletal" seien Projekte in Zusammenarbeit mit anderen Kommunen in einem höheren Maß förderfähig als im Alleingang. Als Beispiel nannte sie den gemeinschaftlichen Wegebau.
Automatisch vertritt der 1. Bürgermeister die Marktgemeinde Sulzthal, bzw. in dessen Abwesenheit seine Stellvertreter. Zusätzlich wurde noch Ratsmitglied Michael Hümpfner (CSU / WG) durch einhelligen Beschluss beauftragt. Als Rechnungsprüferin wird Bianca Mende (FWG) entsandt. hgs



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