Elfershausen
Planungen

Der Entwurf liegt aus

Der zuständige Architekt erläuterte dem Gemeinderat die Planungen für den Trimberger Weg.
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Hier soll das Mischgebiet Trimberger Weg entstehen.  Foto: Winfried Ehling/ Archiv
Hier soll das Mischgebiet Trimberger Weg entstehen. Foto: Winfried Ehling/ Archiv
Das Mischgebiet "Trimberger Weg" nimmt Konturen an. Den Planungsentwurf erläuterte Architekt Johannes Hahn im Gemeinderat, der über die Durchführung des Bauleitverfahrens zu entscheiden hatte. Zwischen dem östlichen Ortsrand und dem Bahnhof entsteht ein Gesamt-Areal von rund 7,5 Hektar, wovon ungefähr die Hälfte der Wohnbebauung vorbehalten ist.
Nicht alle Räte konnten sich für den Entwurf erwärmen. So erachteten Rainer Kuhn und Bernhard Büttner im Verhältnis zur bebaubaren Fläche "zu viel Grün" in der Planung. Hahn erinnerte an die örtlichen Baugebiete am "Auraer Weg", die zur Zufriedenheit der meisten Anwohner mit üppigem Bewuchs ausgestattet sind. "Hier klagt niemand. Sie werden noch dankbar sein, wenn sie eine Wildschutzhecke im Mischgebiet haben", konterte er. "Notfalls kann man ein bis zwei Bäume aus der Planung herausnehmen, falls diese behindern. Doch alle Bäume in einer Straße zu eliminieren ist unmöglich, da der Grünplanung Rechnung zu tragen ist", stellte Hahn fest. Dem Vorschlag von Alfons Hausmann, einen verkehrsberuhigten Bereich schon jetzt baulich zu berücksichtigen hielt der Planer nur für sinnvoll bei einem niveaugleichen Ausbau und entsprechenden Kontrollen.


Details ab Juli

Trotz der Widerstände fiel der Beschluss zur Anerkennung der Planung, der öffentlichen Auslegung und der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange einstimmig. Nach Einschätzung des Architekten liegen die Stellungnahmen bis etwa Mitte Juli vor. "Dann können wir die Details erörtern", versicherte er.
Kontroverse Meinungen gab es zu mehreren Zuschuss-Anträgen heimischer Vereine, die schließlich zur Aufhebung eines Ratsbeschlusses aus dem Jahr 2004 führten. Auslöser war ein Antrag des Musikvereins aus der Bürgerversammlung in Langendorf, der um Zuschuss für die Beschaffung von Trachten für die Musikkapelle bat, deren Kosten sich auf rund 1700 Euro belaufen. Diesen Antrag lehnte der Rat wie schon andere - wegen des besagten Beschlusses aus dem Jahr 2004 schon einmal ab.
Vize-Bürgermeister Jürgen Englert wies dazu auf Fördermöglichkeiten hin. So steuert der Kreis für solche Beschaffungen zehn Prozent bei und auch der Bezirk beteiligt sich mit 20 Prozent an der Brauchtums-Pflege. Der Bedarf sollte in diesem Fall allerdings vor der Beschaffung gemeldet sein. Bürgermeister Karlheinz Kickuth konnte sich ob dieser Informationen eine Einzelfall-Entscheidung vorstellen.
"Da könnten wir anpacken", folgerte Gemeinderat Hausmann, der zugleich eine Außerkraftsetzung des zwölf Jahren alten Beschlusses forderte, der weder paritätisch ist noch einer Gesamt-Ratsentscheidung unterliegen muss. Das Ratsgremium billigte daraufhin den Musikern aus Langendorf mehrheitlich 40 Prozent Kostenübernahme zu und hob den Beschluss von 2004 auf. Einen Konsens im Sektor "Zuschuss" will der Marktgemeinderat in eine der nächsten Sitzungen finden.


Kein Zuschuss für Büchlein

Keine Unterstützung erhält die Musikvereinigung Machtilshausen für die Beschaffung eines "Prozessions-Büchleins", das nicht "Sache des Marktes" sei, wie Kickuth formulierte.
Auch der erneuerte Antrag des Kindergartens der Katholischen Kirchenstiftung Machtilshausen auf Förderung zum Teilrückbau des ehemaligen Schwesternwohnheims und später Hausmeisterwohnung fand kein Gehör.
Im Vergleich zum ersten Antrag um rund 17 000 Euro teurer, stellte sich vor allem Volker Partsch gegen eine Teilkostenübernahme. "Das Gebäude gehört uns nicht und geht die Gemeinde nichts an", meinte er und erhielt "Schützenhilfe" von seinem Machtilshausener Amtskollegen Walter Schmitt: "Solange es den Kindergarten nicht direkt betrifft, sehe ich keinen Anlass unterstützend einzugreifen." Dieser Meinung folgte der Rat. Der Schützenverein Elfershausen suchte um finanzielle Hilfe für die Küchenrenovierung und einen Umbau im Schützenheim nach. Von den Kosten, die sich etwa auf 3700 Euro belaufen, übernimmt der Markt 1600 Euro Materialkosten.





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