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Elfershausen
Gemeinderat

Das Freizeitgebiet in den Saalewiesen nimmt Konturen an

Die Ausschreibungsplanung für das Freizeitgebiet in den Saalewiesen nebst Renaturierung des Deisselbachs zeigt zunehmend Konturen.
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Einen Wasserspielplatz sollen nach den aktuellen Planungen auch die Kinder von Elfershausen bekommen. Foto: Winfried Ehling
Einen Wasserspielplatz sollen nach den aktuellen Planungen auch die Kinder von Elfershausen bekommen. Foto: Winfried Ehling
Den Baubeginn terminierte der mit der Planung beauftragte Landschaftsarchitekt Valentin Dietz auf Anfang März nächsten Jahres. Zum Frühjahr 2017 soll das Projekt fertiggestellt sein und offiziell übergeben werden.
In die rund 300 000 Euro teure Maßnahme ist das Wasserwirtschaftsamt eingebunden, das die Renaturierung des Deisselbachs mit bis zu 75 Prozent bezuschusst. Für den Mehrgenerationenplatz, der auf dem Areal zwischen Schloss und Saale entsteht, erwartet der Markt eine Förderung bis 65 Prozent.

Zentraler Bereich des Generationenplatzes sind ein Wasserspielplatz sowie ein großes Klettergerät. Nach Vorstellungen des Planers soll hier ein Gelände mit natürlichem, heimischem Charakter entstehen, der einen überdachten Wetterschutz mit Sitzen beinhaltet. Für das Klettergerät mit Rutsche will Dietz Robinien-Holz verwenden, das bis zu 20 Jahre haltbar ist.


Bedenken gegen Schutzhütte

Gegen die "Wetterschutzhütte" hatten allerdings Alfons Hausmann und Walter Schmitt Vorbehalte. Mit rund 10 000 Euro Kosten "ohnehin zu teuer", befürchtet Hausmann Missbrauch durch Jugendliche in warmen Sommernächten in Form von "Alkohol-Partys". Dietz räumte deshalb ein, dass Teile der Planung - auch aus Kostengründen - herausnehmbar sind. Gegen die Stimmen der beiden Genannten befürwortete der Rat das Projekt mehrheitlich.

Der Gemeindewald warf 2015 einen Gewinn von rund 55 000 Euro ab. Dazu kommen noch Fördergelder und anstehende Verkäufe in Höhe von rund 40 000 Euro. Allerdings ist es ein "alter Wald", den Revierförster Christoph Arndt gerne verjüngt sehen möchte. Sein Ziel für das nächste Jahr ist es, die Qualität und Dimension zu steigern und baumartenreiche und vielseitige Bestände zu fördern.


Waldverjüngung vorantreiben

"Jetzt muss Holz geschlagen und gepflanzt werden, um eine Verjüngung voran zu treiben", forderte er mit der Empfehlung, den Einschlag für das kommende Jahr zu erhöhen. Pflanzungen sind nach seinem Dafürhalten in den Abteilungen Deisselbach, Fehberg, Totenkopf und Ruh erforderlich. Wegeinstandhaltungsmaßnahmen sind am Jugendweg, im Matzholz und am Buchensteigschlag geboten.

Für den Rechtlerwald schlug Arndt vor, einschlägige Unternehmen den Gemeinde-Waldarbeitern wegen der Rentabilität vorzuziehen. Es sollten jedoch heimische Firmen sein. Den Forstmann, der die Forstbe-triebsgemeinschaft (FBG) verlässt und im Harz tätig sein wird, verabschiedete Bürgermeister Karlheinz Kickuth (SPD) mit dem Dank für seine Arbeit.


Besseres Sichtfeld schaffen

Der Kreuzungsbereich der Kreisstraße 37 und der Verbindungsstraße zwischen Langendorf und Elfershausen soll ein besseres Sichtfeld erhalten, entschied der Wirtschafts- und Umweltausschuss des Kreistages. Dem Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/Bürger für Umwelt stimmte der Ausschuss einmütig zu.
Allerdings zu Lasten des Marktes, der die Kosten für die Rodung und die Ausgleichsmaßnahme tragen soll. Dagegen wandte sich Hausmann in einem schriftlichen Antrag. Er wies darauf hin, dass Grundeigentümer - in diesem Fall der Landkreis - verkehrssicherungspflichtig sind. "Der Landkreis muss dieser Verordnung ebenfalls Folge leisten und Bäume und Büsche schneiden", formulierte er mit der vorgeschlagenen Ablehnung der Kostenübernahme durch den Markt.

Diesen Antrag lehnte der Marktgemeinderat jedoch gegen drei Stimmen ab, nachdem Vize-Bürgermeister und Kreisrat Jürgen Englert dazu geraten hatte, in dieser Sache das Gespräch mit dem Landkreis zu suchen. Volker Partsch, Kreistagmitglied der Grünen-Fraktion, musste sich über den Ausschussbeschluss einige Vorwürfe anhören, verteidigte sich aber mit der Aussage, dass die Fraktion über die Kostenübernahme des Marktes nicht informiert wurde.


Stimmbezirke zusammenlegen

Wegen der geringen Wahlbeteiligung in Trimberg und Engenthal will der Rat im Hinblick auf anstehende Wahlen die beiden Gemeindeteile künftig dem Stimmbezirk Machtilshausen zuordnen. Das Thema steht in den Bürgerversammlungen der Ortsteile noch einmal zur Diskussion.

Bernhard Büttner kritisierte die Sanierungsplanung der Johannes-Petri-Schule, die in der vorletzten Sitzung aufgelegt wurde. Hier seien Kosten und Leistungen einzusparen, monierte er. Auch andere Gemeinderäte sahen die Vorlage - die sie zwar zunächst befürworteten - jetzt unter anderen Gesichtspunkten. Daher ist zu erwarten, dass die Planung noch einmal auf den Prüfstand kommt.







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