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Gräfendorf
Tourismus

Baumhäuser in Gräfendorf öffnen dieses Jahr

Buchungsanfragen gibt es bereits seit etlichen Monaten. Und auch allgemein ist das Interesse am Hotelprojekt "Seemühle" groß. Schließlich steckt sehr viel Aufwand dahinter.
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Zwischen Baumwipfeln sind die Holzkonstruktionen befestigt. Foto: Stephan Schulze
Zwischen Baumwipfeln sind die Holzkonstruktionen befestigt. Foto: Stephan Schulze
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Stephan Schulze möchte seine Gäste nicht noch länger hinhalten. "2015 will ich das Baumhaushotel Seemühle auf alle Fälle eröffnen", sagt er. Mittlerweile habe er 1000 Anfragen gezählt. Schulze gab in der Vorweihnachtszeit auch wieder etliche Gutscheine an Interessenten aus.

Ursprünglich sollte das Baumhaushotel bis spätestens Herbst 2014 eröffnet sein. Doch der Ausbau des historischen Mühlengebäudes aus dem 17. Jahrhundert, in welchem die Rezeption und die Gastronomie untergebracht werden sollen, beansprucht mehr Zeit als gedacht. Für die Innendämmung entschied Schulze sich für die Lehmbauweise, was aufwendig ist, wie er erklärt. Daher dauert der Innenausbau der Mühle noch an.

Zudem mussten etliche Kilometer Leitungen für Wasser, Regenwasser und Abwasser verlegt werden. Denn die Baumhäuser bieten den Komfort eines konventionellen Hotelzimmers mit Dusche, Toilette und Heizung. Außerdem verfügen die Appartements in den Wipfeln über einen TV- und Wlan-Anschluss.

Mühlgraben fließt wieder

Die sechs Baumhäuser sind schon seit mehreren Monaten fertig. Jetzt werden sie nur noch möbliert. Jedes Appartement soll einen eigenen Stil bekommen, erläutert Schulze. Auch die Maschinenhalle mit Heizungsraum und Werkstatt ist errichtet. In dem Gebäude befinden sich außerdem drei Ferienwohnungen und eine Mitarbeiterwohnung.

Das Gelände im Waizenbachtal, direkt an der Grenze zwischen den Landkreisen Main-Spessart und Bad Kissingen, verschlang ebenfalls viel Arbeit: So ist der gekappte und teils versumpfte Mühlgraben wieder reaktiviert. Das Wasser zweigt an einer Wehranlage mit Fischtreppe vom Waizenbach ab und treibt ein Mühlrad an. In einem unterirdischen Kanal fließt es dann wieder in den Bach zurück. Dieser Rücklaufkanal musste neu befestigt werden, da er unter der Last der Baumaschinen eingestürzt war. Das bedeutete einen zusätzlichen, unerwarteten Aufwand.

Dass sich das Projekt nun schon so lange hinzieht, sei ihm selbst unangenehm, sagt Schulze. Zumindest hält dies aber die Neugier hoch. Schulze berichtet von vielen Baustellen-Touristen: Wanderer und Ausflügler schauten sich in den vergangenen Monaten die Baumhäuser an. Die Seemühle liegt schließlich an der beliebten Strecke zum Trettstein. Auch zwei Interessenten von weiter weg, die ein eigenes Baumhaus-Projekt starten wollten, hätten ihm einen Besuch abgestattet, berichtet Schulze. In einigen Monaten sollen ihnen allen nun die ersten echten Hotelgäste folgen.


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