Hammelburg
Event

Ausgebuchte Workshops bei "Nacht der Versöhnung" in Hammelburg

Zu einer "Nacht der Versöhnung" hatten die beiden Pfarreiengemeinschaften Saalekreuz und Sieben Sterne im Hammelburger Land eingeladen. Mehr als 100 Teilnehmer kamen in die Hammelburger Stadtpfarrkirche, darunter zahlreiche Firmlinge, aber auch Erwachsene aller Altersstufen.
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Beliebt war in der Nacht der Versöhnung der Workshop "Kerzen verzieren" mit Herta Hey.  Foto: Barbara Oschmann
Beliebt war in der Nacht der Versöhnung der Workshop "Kerzen verzieren" mit Herta Hey. Foto: Barbara Oschmann
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Freitag, 19.30 Uhr: Die Stadtpfarrkirche ist in warmes, oranges Licht getaucht. In sanften Wellen fallen orangefarbene Tücher über die Stufen im Altarraum. Aus den Lautsprechern tönen Klänge aus Taizé. Immer mehr Junge, Junggebliebene und Ältere finden sich im Kirchenschiff ein, um die Nacht der Versöhnung mitzufeiern, die bis nach Mitternacht dauern wird.

Pfarrer Thomas Eschenbacher lädt ein, "Versöhnung zu erfahren, jeder für sich persönlich, aber auch als Gemeinschaft". Einige Lieder sowie Gedanken von Gemeindereferentin Beate Ritter-Schilling und Pastoralreferent Markus Waite stimmen auf den Abend ein. Unter ihrer Federführung hat sich ein Team von 40 Personen um die Vorbereitung und Durchführung gekümmert.

Deshalb bietet sich den Teilnehmern ein wahrer Markt der Möglichkeiten: Offenes Singen, Gesprächs-Café, Bibliolog, Meditativer Tanz, Yoga, Malen, Märchen, Holzkreuze basteln, Osterkerzen verzieren, Tonen, Anbetung mit Taizé-Gesängen, Stille in der Ölbergkapelle, Nachtwanderung. Aber eben auch: seelsorgliche und Beichtgespräche.

An den Türen der Kreativ-Workshops steht meist das Schild: "Plätze alle belegt, bitte nicht stören! Schauen Sie doch später nochmal vorbei!" Vor allem die Jugendlichen nehmen diese Angebote wahr, stehen teilweise Schlange. Sie schmirgeln kleine Kreuze ab, um sie zu bemalen, verzieren Kerzen, töpfern kleine Gegenstände.

Im Pfarrsaal bietet Pfarrer Edwin Erhard Beichtvorbereitung an. In meditativer Form gibt er Hilfen zu einer Auseinandersetzung mit den eigenen Grenzen. Jeder schreibt einen "Brief an mich selbst" und bündelt darin Gedanken und Erkenntnisse, die er über sich gewonnen hat. Wer möchte, kann dann zum Beichtgespräch gehen. Bis fast 23 Uhr sind Pfarrer Eschenbacher, Pfarrer Erhard, Pfarrvikar Murphy, Pater Joseph ganz Ohr.

Freitag, 23 Uhr: Die Nachtschwärmer feiern zum Abschluss Gottesdienst mit Musik der Gruppe "project heaven" aus Elfershausen. Anstelle einer Ansprache gibt es Lichtakrobatik: zwei Jongleure mit LED-Farbwechsler-Kugeln und -Kegeln, die das Ringen zwischen Licht und Finsternis darstellen. "Am Anfang hat sich's fast wie eine Drohung angehört, dass wir so viele Stunden Nacht der Versöhnung feiern sollen", meint Pfarrer Thomas Eschenbacher schmunzelnd, "aber am Schluss hat sich gezeigt, dass es fast noch mehr Zeit hätte sein können".
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