Untererthal

Auch die jungen Musiker begeisterten mit ihrem Können

Dem Frühling galt das Konzert in der Erthalhalle, das die drei Blasmusikvereine aus Untererthal, Diebach und Ober- und Untereschenbach präsentierten. Für die Zuhörer hielten die Bläser einige Überraschungen parat.
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Premiere für eine junge Posaunistin der Blaskapelle Diebach, die ihre Aufgabe mit großem Eifer wahrnimmt.  Foto: Winfried Ehlöing
Premiere für eine junge Posaunistin der Blaskapelle Diebach, die ihre Aufgabe mit großem Eifer wahrnimmt. Foto: Winfried Ehlöing
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Spanisch daher kamen die Eschenbacher Musikanten. Dirigent Thomas Bogner meinte dazu: "Das war so eine Idee", - die gelungen umgesetzt wurde. Paso doble a la "El Cartero" (der Postbote, der eiligen Schrittes in Madrid seine Post verteilt), "Alcazar", ein Sevilla-Flamenco, und der Regimentsmarsch für den späteren König Alfons XII. gehörten zum Repertoire. Pierre Emmerling verstand es hervorragend, das Bassinstrument Tuba mit dem eindrucksvollen "Tuba Concerto Espagnol" in die erste Reihe zu holen.

Wie steht es um die Nachwuchsmusiker bei den Eschenbachern? "Nicht schlecht, auch wenn es schon mehr waren", so Vorsitzender Thomas Reuter. Es gibt gut 20 Kinder und Jugendliche im Verein, die aus der musikalischen Früherziehung und den Bläserklassen in die Orchester integriert werden.

Die Untererthaler Musikanten konzentrierten sich - abgesehen von dem Bozner Bergsteiger-Marsch - auf moderne englische Kompositionen und Filmmusik wie "Sister act" oder die "Star Wars-Melodie". Eingang in die Präsentation fand aber auch die schottische Folklore mit einem Potpourri. Es enthielt Stücke wie "Scotland, the brave", "The bonnie banks of Loch Lommond" und "Auld lang since". Beeindruckend sang auch Susanne Desch Roberta Flacks "Killing me softly".

Von interessiertem Nachwuchs konnte auch Leiter Helmut Schäfer berichten. "Rund 30 junge Musiker, die meisten aus Unter- und Obererthal, sind bei uns im Jugendorchester und der Bläserklasse. Damit können wir arbeiten", äußerte sich der erfahrene Dirigent zufrieden.

Quartett mit Alphorn

Ein Novum bei dem elften Konzert waren die "Die Fünf aus dem Eschenbachtal". Das Quintett, das inzwischen ein Quartett wurde, spielt auf dem Alphorn. Die Gruppe hat vor knapp drei Monaten zusammengefunden und probt jeden zweiten Donnerstag. "Ideengeber war Udo Kiene, der zwei Alphörner erwarb und mit dem ich das Instrument erstmals ausprobierte", verriet Florian Schaub.

Mit Kiene, Egon Schmitt und Rene Beckmann zeigte er, wie vielseitig das vermeintlich monotone Instrument sein kann. Auch Walzer und Marsch legten die Vier auf, wofür ihnen der Beifall des Publikums sicher war. Ein Horn ist nun noch übrig. "Wir suchen noch einen fünften Mann", lockt Schaub.

Frauenquote gestiegen

In der Blaskapelle Diebach ist der Altersdurchschnitt gesunken, "und die Frauenquote ging nach oben", freute sich Dirigent Thaddeus Folwarczny. Er integrierte gleich fünf Jugendliche in die Kapelle, die mit Feuereifer musizierten. Die Diebacher brachten Don McLeans "American Pie" und Schostakowitsch´ "Second Waltz" in Erinnerung, ebenso wie die Polka "Auf der Stelle". Das Flaggschiff aber war von Alfred Bösendorfer, hinter dem sich der Komponist und Arrangeur Kes Vlak versteckt, die Rhapsodie "Scandinavia". Das folkloristische Werk paart Wucht mit nordischer Fröhlichkeit. Ein Gemeinschaftschor und die Unterhaltung der Blasmusikfreunde mit "vonDue" ließen die gelungene Veranstaltung ausklingen.








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