Hammelburg
Engagement

"Anderen Menschen helfen"

Das Rote Kreuz ehrte zahlreiche Blutspender, die schon seit vielen Jahren ihren Lebenssaft für andere geben.
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Blut spenden rettet Leben: Getreu dieser Devise werden zahlreiche Freiwillige regelmäßig zur Ader gelassen. Foto: Bayerisches Rotes Kreuz
Blut spenden rettet Leben: Getreu dieser Devise werden zahlreiche Freiwillige regelmäßig zur Ader gelassen. Foto: Bayerisches Rotes Kreuz
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Edwin Heinlein aus Elfershausen ist ein wahrer Blutspendeprofi. 1982 ist der heute 55-Jährige erstmals einem Aufruf des Roten Kreuzes gefolgt und dann dabei geblieben. Nach Hammelburg kommt er zum Aderlass, weil es von den Spendezeiten her besser passt. Nun wurde Heinlein für 125 Blutspenden geehrt.
"Meist geht auch meine Frau mit. Man kennt sich, unterhält sich mit den übrigen Spendern. Anderen Menschen helfen zu können, gibt auch ein gutes Gefühl", erklärt der Elfershausener seine Motivation. Den Gesundheitscheck und die Blutuntersuchung sieht er als weitere positive Zugabe.
Ähnliche Gründe hat auch Roland Sell. Auch er hat schon 125 Mal seinen Lebenssaft für an dere gegeben - das bedeutet seit mindestens 21 Jahren. Seine Töchter helfen ebenfalls mit, dass für den Notfall genügend Blutkonserven vorhanden sind.

Brotzeit und kleine Präsente

Männer dürfen sechs Mal, Frauen vier Mal im Jahr spenden. So sind die nun Geehrten ihrem Engagement für die medizinische Grundversorgung schon lange treu geblieben. Vor der Blutabnahme erfolgt eine Untersuchung durch Ärzte. Anschließend bekommen die Spender eine zünftige Brotzeit und können sich kleine Geschenke aussuchen.
BRK-Kreisvorsitzender Alexander Siebel dankte bei der feierlichen Ehrung im Rotkreuzhaus allen Anwesenden für ihre Spendenbereitschaft. "Was gibt es Persönlicheres als Ihre eigenen Blutkörperchen, mit denen Sie anderen helfen können? Vor diesem persönlichen Opfer habe ich tiefen Respekt", unterstrich Siebel.
Er lobte die Bereitschaft der Spender, Verantwortung für das Gemeinwohl zu übernehmen. Aus seiner Arbeit als Herzchirurg wisse er die Hilfe und Solidarität mit Verletzten und Erkrankten sehr zu schätzen.
Auch BRK-Kreisgeschäftsführer Thomas Stadler freut sich über die vielen, regelmäßigen, freiwilligen Blutspender: "Machen Sie bitte weiter und laden Sie Freunde und Bekannte zu diesem Dienst für das Gemeinwohl ein."

Insgesamt 3273 Spenden

Allein in und um Hammelburg gab es im vergangenen Jaghr 30 Blutspendetermine, bei denen sich pro Abend mindestens zehn Helfer um die Spender kümmerten. Insgesamt konnten in dieser Zeit 3273 Blutspenden gesammelt werden. Die ehrenamtlichen Helfer des BRK leisteten hierbei 1441 Stunden Dienst.
Gerald Neupert ist schon 43 Jahre beim Roten Kreuz und organisiert alles rund um die Blutspendetermine: von der Brotzeit über die Einteilung der Helfer. Mit Braten, Blaukraut und Klößen wurden die Geehrten vom Küchenteam um Michaela Dabitsch von der BRK-Bereitschaft Hammelburg verwöhnt und ließen den Abend gemütlich ausklingen.
Für 50 Blutspenden wurden vom Roten Kreuz geehrt: Edmund Schaupp, Sieglinde Hügel, Dieter Schmitt, Alexander Ackerl, Markus Fiedler, Hilmar Kohlhepp, Alfred Müller, Rudolf Fella, Heribert Gerlach, Rainer Haerdle, Jörg Heisler, Barbara Kleinhenz, Helmut Marx, Christian Meilinger, Waldemar Mützel. Schon 75 Mal ihren Lebenssaft für Menschen in Not haben gegenen: Karl Brimer, Edwin Fella, Peter May, Renate Oschmann, Gottfried Schaub und Rudolf Schipper. Auf 100 Blutspenden haben es schon gebracht: Joachim Henke, Alfons Kippes, Manfred Reith und Anton Stöth. Bereits 125 Mal zur Ader gelassen wurden Roland Sell und Edwin Heinlein.
Der nächste Blutspendetermin in Hammelburg ist am 20. März von 16 bis 19.30 Uhr im Rotkreuzhaus.
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