Fuchsstadt
Tradition

Alte Brennerei wieder aufgebaut

Beim Museumsfest in Fuchsstadt wird nicht nur die neueste Errungenschaft vorgestellt, sondern die Besucher erhalten auch Einblicke in ein authentisch saniertes Wohnhaus sowie in den Turm der Pfarrkirche.
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Stolz auf die historische Brennerei, die im Heimatmuseum Fuchsstadt originalgetreu nachgebaut ist, sind (von links) Josef Gunderlach, Günther Wehner und Michael Schultz.  Foto: Winfried Ehling
Stolz auf die historische Brennerei, die im Heimatmuseum Fuchsstadt originalgetreu nachgebaut ist, sind (von links) Josef Gunderlach, Günther Wehner und Michael Schultz. Foto: Winfried Ehling
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Das Heimatmuseum öffnet am nächsten Wochenende seine Türen zum Museumsfest. Vor sieben Jahren gegründet, verfügt das Anwesen am Fuchsstädter Kirchplatz über eine vielfältige Sammlung historischer, ländlicher und ortstypischer Relikte.

Die neueste Errungenschaft ist eine Brennerei, die Michael Schultz, Josef Gunderlach und Günther Wehner aus der Region erwarben und in 45 Stunden originalgetreu wieder erbauten. "Die 77 Liter fassende Brennblase stammt noch aus dem Jahr 1880, wie die Zollamtspapiere belegen. Der hölzerne Maische-Bottich datiert von 1965, die Kühlung aus Holz aus dem Jahr 1969", informierte der Vereinsvorsitzende Michael Schultz.
Die besagten Erbauer gehören dem Verein für Museums- und Landmaschinenfreunde an, die das Heimatmuseum initierten und betreuen. Entstanden ist es aus dem ehemaligen "Mützelhaus", das die Gemeinde kaufte.

Der Verein verfügt über 90 Mitglieder, nicht nur aus Fuchsstadt, und übernimmt die Erhaltung und die Renovierung des Gebäudes, seine Ausstattung und die Restaurierungsarbeiten der in Themengruppen angeordneten Relikte. So sind beispielsweise ein Ausschnitt eines früheren Klassenraums zu sehen und die historischen Einrichtungen einer Bäckerei, Metzgerei und vieler Handwerksberufe. Dem Thema Religion und Glaube widmete der Verein ein eigenes Refugium.


Abteilung über Malerberuf

Das Haus ist mit zeitlich passenden Möbeln und Utensilien in seinen Ursprüngen wiedergegeben. Eine neue Abteilung richtete der Verein mit dem Bedarf und den Werkzeugen für den Tüncher- und Malerberuf ein. Es verwundert nicht, dass das mit viel Liebe zum Detail präsentierte Orts-Museum bereits ein Jahr nach seiner Übernahme mit dem ersten Platz des Wettbewerbs "Schöneres Saaletal" bedacht wurde.

In das Museumsfest binden die Organisatoren mehr ein. So öffnen Monika und Franz Kubo ihr in sieben Jahren saniertes Wohnhaus, das wenige Schritte vom Museum entfernt ist und organisieren eine Besichtigung im ehemaligen Elternhaus des verstorbenen Altbürgermeisters Josef Hugo. Auch dieses Anwesen wurde Preisträger im Wettbewerb "Schöneres Saaletal".

Dazu kommen Vorführungen im Museum wie die Apfelmost herstellung und das Dreschen mit Dreschflegeln. Landmaschinen aller Art - von historischen Traktoren über alte Pflüge und Eggen bis hin zum Mähdrescher - gehören auch dazu. Führungen im Turm der Fuchsstädter Pfarrkirche nimmt Bürgermeister Peter Hart vor.

29. August Das Museumsfest beginnt am Samstag, 29. August, um 18.30 Uhr mit musikalischer Unterhaltung durch "Arnulf & friends". Dabei reichen die Ausrichter Getränke und Snacks.

30. August Am Sonntag, 30. August, beginnt um 14 Uhr der Festbetrieb mit Kaffee und Kuchen. Außerdem stehen Führungen und Informationen zum Heimatmuseum Fuchsstadt im Programm.

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