Hammelburg

Abitur 2017: Von der Götterwelt zur Modenschau

Zweimal die Abschlussnote 1,2 und eine 1,3 dicht dahinter. Das ist heuer die Spitze der Abiturienten-Leistungen des Hammelburger Frobenius-Gymnasiums.
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Die Jahrgangsbesten der Abiturienten 2017 in Hammelburg (von links): Verena Reis, Lisa Herrlein und Franziska Ruppert. Foto: Gerd Schaar
Die Jahrgangsbesten der Abiturienten 2017 in Hammelburg (von links): Verena Reis, Lisa Herrlein und Franziska Ruppert. Foto: Gerd Schaar
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Schulleiter, Oberstudiendirektor Helmut Schreiner, lobte nicht nur die Jahrgangsbesten Verena Reis, Lisa Herrlein und Franziska Ruppert. Sein Lob galt auch dem allgemeinen bayerischen Leistungsniveau der Absolventen, "die heuer eine Durchschnittsnote von 2,2 erhielten und zu 37 Prozent eine Eins vor dem Komma im Abiturzeugnis haben".

Die Erthalhalle war wie zu einem Staatsempfang festlich geschmückt. So konnten die 63 Abiturienten, die ihr Göttergewand gegen prächtige Festkleider und schwarze Anzüge getauscht hatten, ihre Abschlusszeugnisse in Empfang nehmen. Die Oberstufen-BigBand unter Leitung von Studiendirektor Andreas Strehler sorgte für den musikalischen Rahmen der zweistündigen Feier, der ein Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche voraus gegangen war.

Mit seiner Begrüßung ging Schulleiter Helmut Schreiner auf den Abi-Scherz ein, der bei den Pädagogen erfolgreiche Spuren hinterließ. Nein, am Frobenius-Gymnasium wird kein Neugriechisch unterrichtet. Aber dieser geistige Ausflug in die Götterwelt und Geschichte der Antike war für Schreiner der willkommene Anlass, auf die Anfänge der Demokratie und die gesellschaftliche Entwicklung bis heute einzugehen. Schreiner sprach von den Wurzeln des Rechtsstaates, von Lebenspotenzial und von freiheitlicher Kreativität, die er den Abiturienten jetzt wünsche.

Die Antwort der Abiturienten folgte unmittelbar: "Wir sind zu den Normalsterblichen zurückgekehrt", ließ Sprecher Tizian Miecke seine "Uso-Grüße" verlauten. Von einer "tierlieben Viecherei mit einer Mords-Gaudi auf dem Olymp" sprach Paula Hepp. Ihr Dank ging auch an die geduldigen Eltern.


Standort gesichert

"Vor 31 Jahren habe ich selbst mein Abiturzeugnis von diesem Gymnasium erhalten", verriet Bürgermeister Armin Warmuth (CSU). Damals habe er im Traum nicht daran gedacht, einmal als Bürgermeister bei einer solchen Feier zu reden. "Ich bin froh, dass der Standort für unser Gymnasium gesichert ist", wies Warmuth auf die 15 Millionen Euro schwere Baustelle hin.

Vom hohen Qualitätsstandard des bayerischen Schulsystems sprach die stellvertretende Landrätin Monika Horcher (Die Grünen). Als kleines Geschenk des Landkreises lag den Zeugnissen ein USB-Stick bei, auf dem ein Imagefilm der Standort-Kampagne gespeichert ist.

Glückwünsche gab es ferner vom Elternbeirats-Vorsitzenden Roland Rettinger, der den Gemeinschaftssinn des Frobenius-Gymnasiums deutlich hervor hob. Von herausragenden Leistungen der Abiturienten sprach 3. Bürgermeisterin Rita Schaupp (SPD), Vorsitzende des Fördervereins "Freunde des Frobenius-Gymnasiums". Sie überreichte Buchpreise und Mitgliedschaften an Chiara Brandenstein (Physik), Moritz Friedl (Mathematik) und Elena Heilmann (Chemie). Obendrein würdigte Schreiner das Engagement freiwilliger Leistungen in den Bereichen Jahrgangsstufen-Sprecher, BigBand-Musiker, Chor- und Kammermusik, Sport und Theater. Einen Blumengruß gab es für Marion Friedl, die 37 Abiturientenjahrgänge betreute und etwa 2500 Zeugnisse ausstellte.

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