Hammelburg

"Abi nach bayerischem Reinheitsgebot"

Alle 73 Gymnasiasten des Jahrgangs 2015 erreichten die Hochschulreife. Johanna Witschel ist mit 1,0 Jahrgangsbeste.
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Alle 73 Hammelburger Gymnasiasten, die angetreten sind, haben bestanden. Das Bild zeigt einen Teil der Abiturienten nach der Ausgabe der Zeugnisse am Freitag in Untererthal. Foto: Gerd Schaar
Alle 73 Hammelburger Gymnasiasten, die angetreten sind, haben bestanden. Das Bild zeigt einen Teil der Abiturienten nach der Ausgabe der Zeugnisse am Freitag in Untererthal. Foto: Gerd Schaar
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Viele gute Nachrichten bei der Abi-Verabschiedung: Alle 73 Abiturienten des Hammelburger Frobenius-Gymnasiums haben bestanden und Jahrgangsbeste Johanna Witschel sogar mit 1,0. Das freute natürlich Schulleiter und Oberstudiendirektor Helmut Schreiner, der den 73 Abiturienten in der Erthal-Halle ihre Zeugnisse überreichte.

Vergleich mit Bierbrauen

Schreiner gratulierte auch drei weiteren Absolventen zu außerordentlich guten Noten: nämlich Anna Henning, Anna Oehler und Samuel Ziegler, die alle die Note 1,3 als Zeugnisdurchschnitt erreichten. "Rund 93 Prozent haben einen Notendurchschnitt mit einer Zwei vor dem Komma", würdigte Schreiner das insgesamt hohe Leistungsniveau. Ein Drittel der Abiturienten habe ein "Sehr gut" in mindestens einem Fach. "Die intensive Lernzeit hat sich gelohnt", gratulierte der Schulleiter den Schülern.
Eine Probe ihres brillanten Geistes lieferte Witschel in ihrer Abschiedsrede zusammen mit Jahrgangsstufen-Sprecherin Vanessa Hufnagel. In engem Bezug auf das Abiturscherzmotto "ABIer - wenigstens die Maß hat 1,0!" wurde das Frobenius-Gymnasium in dieser Abschlussrede vorübergehend zur Bierbrauerei umfunktioniert: "Das Abi nach dem bayerischen Reinheitsgebot mit Lehrern als Braumeister und Filterung in der Oberstufe". Der besondere Dank ging an Oberstufen-Koordinatorin Jutta Staub, die geholfen habe beim "Leistungspunkte-Abstauben", und an Physiklehrer David Reß, der jetzt noch auf der Bühne Denksportaufgaben lösen musste. "Ozapft is", endete die gemeinsame Abschlussrede.

Jeder einzeln aufgerufen

Groß war die Schlange der Abiturienten, die einzeln nach Namensaufruf vom Eingang der Erthal-Halle durch den gesamten Saal zur Zeugnisausgabe auf die Bühne schritten. "Wir sind nicht der typische Jahrgang", sagte Witschel. Sie wolle Physik studieren. Ziegler orientiert sich in Richtung Medizin. Viele Absolventen wissen aber noch nicht, wo sie demnächst verbleiben. Groß ist offensichtlich der Wunsch, erst einmal die Welt auf Reisen kennen zu lernen.
Nach der dreistündigen Mammutfeier in der Erthal-Halle und voran gegangenem Festgottesdienst in der Hammelburger Stadtpfarrkirche mit Pfarrer Thomas Eschenbacher und Pfarrer Robert Augustin war es Abend geworden. Die Schlacht am Büffet konnte beginnen.

Lob für freiwillige Ämter

"Hoffentlich kommen diese Absolventen nach Studium und Ausbildung wieder nach Hammelburg zurück", sagte Dritte Bürgermeisterin Rita Schaupp, stellvertretende Vorsitzende vom Verein der Freunde des Frobenius-Gymnasiums. "Geschafft - auch die Elternarbeit hat sich gelohnt", freute sich Elternbeirats-Vorsitzender Roland Rettinger. Für gute Leistungen regnete es Geld- und Buchspenden von Sponsoren. Für zahlreiche Ehrenämter gab es ein Lob von der Schulleitung. Die Abiturienten Katharina Gerlach, Marcel Laudensack und Fabian Schmidt begleiteten unter Leitung von Oberstudienrat Andreas Strehler die Abschlussfeier musikalisch.

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