Untererthal
Karneval

55 Jahre: Untererthaler Karnevals-Gesellschaft feiert Jubiläum

Die Untererthaler Karnevals-Gesellschaft startet mit einem Ordensabend in die Faschingszeit. Besondere Auszeichnungen und ein neues Tanzmariechen...
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Ansprechende Tanzvorstellungen begleiteten den Ordensabend der Untererthaler Karnevals-Gesellschaft wie die Darbietung der UKG-Prinzengarde. Foto: Winfried Ehling
Ansprechende Tanzvorstellungen begleiteten den Ordensabend der Untererthaler Karnevals-Gesellschaft wie die Darbietung der UKG-Prinzengarde. Foto: Winfried Ehling
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Versehen mit neuer Narrenkappe hat die Untererthaler Karnevals-Gesellschaft (UKG) ihr Jubiläum mit einem Ordensabend in der Erthalhalle gefeiert. Die "Schnapszahl" 55 begleitete prominente Gäste, befreundete Karnevalisten, heimische Vereine und Aktive im Rahmen eines bunten, unterhaltsamen Programms.
"Niemand hätte bei der Gründung gedacht, welche Karriere dieser Verein macht", vermutete Stadtrat und Ortsbeauftragter Bernd Hüfner in seinem Grußwort, der den Narren nicht nur zu ihren Erfolgen gratulierte, sondern auch für ihr Engagement um die Erthalhalle dankte.

Die Stadtteil-Karnevalisten sind heute weit über die Landkreisgrenzen bekannt und beliebt. Das räumte auch Bürgermeister Armin Warmuth ein: "Die UKG präsentiert seit 55 Jahren Faschingskultur in der Region, da steckt viel Herzblut drin", lobte er mit der Übergabe einer Spende für die Jugendarbeit.


Platz in der Gesellschaft

Das Jubiläum leitete ein Gottesdienst ein, in dem Stadtpfarrer Thomas Eschenbacher in der Pfarrkirche St. Martin bestätigte: "Die Fröhlichkeit hat durchaus einen Platz in der christlichen Gesellschaft."

UKG-Vorsitzende Sandra Lenhard begrüßte die Gäste in der Erthalhalle, mit einem Prolog. Der geübte Humor-Stratege, Sitzungspräsident Marc Scheller, flankierte sie mit bekannt launisch-informierenden Worten. Was dem Bütten-Ass und Sitzungsleiter jedoch selbst nicht bewusst war, servierte ihm seine "Chefin" - ebenfalls eine Schnapszahl, nämlich elf Jahre, die er als Sitzungspräsident amtiert.

Man kennt es eigentlich nicht von "Hausmeister" Scheller, doch er wurde etwas verlegen, als Lenhard ihm die prunkvolle Kette und eine Urkunde überreichte. Gemeinsam stellten beide die neuen rot-weiß-silbernen UKG-Narren-Kappen vor, die sie den Elferräten und dem Prinzenpaar aushändigten. Den UKG-Jubiläumsorden erhielten auch Verdiente, Aktive und Ehrengäste sowie die Ehrenmitglieder Karl Karg, Helma Leitschuh, Klaus Lutz und Manfred Herzog.


Auf in die fünfte Jahreszeit

Das Grußwort des Prinzenpaars, Cindy I. und Lukas I. leitete ein schmissiger Marschtanz der Prinzengarde ein. Das junge Majestäten-Ehepaar empfahl dem Auditorium die "fünfte Jahreszeit" gutgelaunt, wenn auch in vernünftigen Ausmaßen zu feiern und bat um weitere Unterstützung der Narren. Die ansprechende Festschrift, die Sandra Lenhard vorstellte, verdankt die UKG vor allem Selina Neder und Fotograf Marco Pusch sowie zahlreichen Sponsoren.


Neues Tanzmariechen

Eine Überraschung war der Auftritt des neuen Tanzmariechens bei den Stadtteil-Karnevalisten. Mirijam Arheidt, die in der letzten Session noch in den Reihen der Hammelburger Karnevals-Gesellschaft (HA-KA-GE) zu finden war übernimmt diese Rolle heuer. Verständliche Beweggründe trieben sie wohl an das Ufer der närrischen Nachbarn - weiß man, dass die Trainerin und der Freund der jungen Tänzerin aus dem Stadtteil stammen. Die Leistung der agilen Solistin blieb vom Wechsel ungeschmälert, die Premiere löste anhaltenden Applaus aus.

Der Regionalpräsident der Föderation Europäischer Narren (FEN), Heiko Förster und Andre Köstner, Beirat im Faschings-Verband Franken (FVF) ehrten nach der Tanzaufführung der UKG-Jugendgarde verdiente und langjährige Ehrenamtliche, ohne die auch die Untererthaler Narren nicht leben könnten.

Den Schlusspunkt des offiziellen Teils des UKG-Ordensabends bildeten die Grußworte und Geschenke der Repräsentanten der Ortsvereine und der Vertreter der befreundeten Faschingsgesellschaften.

Ehrungen Die höchste FEN-Auszeichnung - "Goldener Narren von Europa" - erhielt Daniela Weigand für ihr ehrenamtliches Engagement. Die silberne Ausführung verlieh Förster an Eileen Wüscher sowie Regina und Stefan Thoma. Mit dem bronzenen Orden dürfen sich Franzi Kolb, Sina Vorndran, Melissa Brunner und Thomas Römer schmücken.

Den Jugendorden "Silberner Narr von Europa" nahmen Elena Koch, Svenja Rüger, Luisa Schäfer und Nastja Strasshelm entgegen. Mit dem Sessions-Orden dürfen sich Daniela und Armin Rüger sowie Roland Klemmer schmücken, der Revers-Orden ging an Hedy Böhle und Dieter Nöth, der in bewährter Weise den musikalischen Rahmen für die Veranstaltung sicherstellte. Den Sonder-Orden erhielten Lorenz Brust, Joachim Heilmann und Harald Koch. Den FVF-Sessions-Orden verlieh Köster an Christoph Uschold und Marco Pusch.

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