Elfershausen
Mammutprojekt

5,5 Millionen Euro für die Schule in Langendorf

Die Generalsanierung der Johannes-Petri-Schule und der Sporthalle wird deutlich teurer als ursprünglich geplant. Im Gemeinderat gab es hierüber eine kontroverse, zum Teil scharf geführte Debatte.
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Die Sanierung der Johannes-Petri-Schule wird mit rund 5,5 Millionen Euro zu Buche schlagen.  Foto: Winfried Ehling
Die Sanierung der Johannes-Petri-Schule wird mit rund 5,5 Millionen Euro zu Buche schlagen. Foto: Winfried Ehling
Mit der überarbeiteten Planung des Würzburger Architektenbüros Haase befassten sich die Räte am Dienstagabend. Demnach schlägt die Schulsanierung mit rund 5,5 Millionen Euro zu Buche. Als Gesamtförderung erwartet der Markt "50 Prozent plus x".
Die Baukosten kamen manchem Gemeinderat zu hoch vor. So glaubt Bernhard Büttner, dass durch Streichungen "rund eine Million Euro eingespart werden könnten", die pädagogischen Zwecken zugeführt werden sollten. "Wir können fünfeinhalb Millionen Euro nicht einfach durchwinken, sondern sollten die Summe lieber deckeln", argumentierte er.
Gemeinderat Alfons Hausmann (CSU) hatte Einwände gegen die zu erwartenden Kredit-Rückzahlungen, die sich bei einer Zehn-Jahres-Bindung auf rund 350 000 Euro pro Jahr belaufen. Bürgermeister Karlheinz Kickuth (SPD) wies darauf hin, dass "wir mit dem kompletten Konzept bei der Regierung vorstellig waren". Das sei richtig gewesen. Um die Schule fit für die Zukunft zu machen, sei eine umfassende Sanierung nötig. So sieht es auch Werner Haase. "Wir haben offene und klare Preise vorgelegt. Die Tatsache, dass die Kosten auf mehr als die ehemals angenommene, doppelte Summe gestiegen sind, ist den neuen Bestimmungen zuzuschreiben", sagte der Planer und verwies vor allem auf den Brandschutz und den Bau eines barrierefreien Zugangs. Auch die hinzukommenden Mittelschulklassen verursachten hohe Kosten.
Büttner bezweifelte die Bestätigung des Bürgermeisters, der als Bautechniker die Planung für gut hieß, was zu einem verbalen Schlagabtausch führte. 2. Bürgermeister Jürgen Englert (SPD-FWG) brach den scharf geführten Dialog mit dem Hinweis, dass es um die Zukunft der Schule gehe. Auch Volker Partsch (Neue Liste Markt Elfershausen) hielt die Aussage Büttners über "leichtfertige Entscheidungen" für unangebracht. "Wir suchen seit acht Jahren nach der besten Lösung. Es ist unfair, dem Gemeinderat Leichtfertigkeit zu unterstellen", kritisierte er.

"Nicht zu knapp kalkulieren"

Projektmanagerin Beate Rudelgast und Werner Haase waren sich einig, dass die Kosten für die Generalsanierung eigentlich noch eine bescheidene Summe seien. "Andere Projekte dieser Art liegen bei der doppelten Summe", so Rudelgast. Die Diplomingenieurin warnte vor einer zu knappen Kalkulation, die teure Folgekosten produziere.
Haase-Mitarbeiter René Müller hatte eingangs der Debatte die Bauteile im Detail vorgestellt. Demnach umfasst die Planung eine Fläche von 943 Quadratmetern. Die Grundschulklassen finden ihren Platz im dreiteiligen Gebäude zum Pausenhof, die Mittelschulklassen sind im Trakt 4 zum Sportgelände untergebracht.
Vom Pausenhof führt künftig eine Rampe in die Schule. Durch einen Aufzug werden alle vier Etagen für behinderte Schüler zugänglich. Die Verpflegungsräume sind im Keller untergebracht, Funktionsräume auf den jeweiligen Stockwerken. WC-Bereiche bleiben weitgehend erhalten. Die Turnhalle erhält getrennte Umkleide- und Sanitärbereiche sowie Prallwände an den Stirnwänden.
"Die Sanierung kann während des laufenden Schulbetriebs geschehen. Das erspart die Kosten für eine teure Containerlösung. Es ist natürlich darauf zu achten, dass lärm- und staubintensive Arbeiten außerhalb der Unterrichtsstunden erledigt werden", so Müller. Gemeinderat Büttner riet, den Zeitplan mit den Lehrern abzusprechen.

Zwei Nein-Stimmen

Das Büro Haase beendet mit der Leistungsphase 3 seine Arbeit, die wegen des Kostenvolumens bundesweit ausgeschrieben werden musste. Die Planung des Würzburger Büros erhielt grünes Licht vom Gemeinderat, bei den Nein-Stimmen von Bernhard Büttner und Alfons Hausmann.
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