Hammelburg
Ehrungen

40 Jahre Weinbauverein Hammelburg

Die Stadt brauche Partner wie den Weinbauverein, sagte Bürgermeister Armin Warmuth. Auch wurden langjährige und verdiente Mitglieder geehrt.
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Das Fest "Wein und Gaumenfreuden" ist eine vom Weinbauverein organisierte Veranstaltung und  Publikumsmagnet. Archivfoto:Winfried Ehling
Das Fest "Wein und Gaumenfreuden" ist eine vom Weinbauverein organisierte Veranstaltung und Publikumsmagnet. Archivfoto:Winfried Ehling
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Weitblick bewiesen die heimischen Winzer vor vier Jahrzehnten mit der Gründung des Weinbauvereins Hammelburg, der ihre Interessen über die Stadtgrenzen hinaus vertreten sollte. Der 40. Geburtstag ist zwar keine Sensation, doch spielte dieser Zeitabschnitt für den Weinbau und die Stadt eine tragende Rolle.

Zur Feier des Jahrestags trafen sich die langjährigen Mitglieder im Weinhotel Müller, wo Vorsitzender Stefan Ruppert die damaligen Vereinsziele erläuterte. Dies ist die Beratung und Unterrichtung der Weinbaubetriebe, die Stellungnahme in einschlägigen Fragen sowie die Image- und Absatzförderung. Des weiteren wirkt der Weinbauverein beim FC-Weinfest mit - ein wichtiger Werbefaktor - und nahm damals Einfluss auf Flurbereinigungsmaßnahmen. Er versorgte seine Mitglieder mit Pflanzenmaterial, bot Rebschutzberatung an und unterstützte die Arbeit des Fränkischen Weinbauverbands.

Es gelang dem Weinbauverein, diese Ziele zu realisieren und sogar noch auszubauen. Zu den Beispielen zählen Ruhebänke und Unterstände in den Weinbergen, Bildstockpflege und -sanierungen, das Fest "Wein und Gaumenfreunden" sowie der künftige, magische Terroir f-Punkt. "Wir können heute voller Stolz zurückblicken, denn der Hammelburger Weinbau ist zukunftsfähig", stellte Ruppert fest.

Die Solidarität sein die wichtigste Zutat des Erfolgsrezepts, so Bürgermeister Armin Warmuth. Die Stadt brauche Partner wie den Weinbauverein. "Vor 40 Jahren stand die Produktionsoptimierung auch beim Fränkischen Weinbauverband im Mittelpunkt. Heute ist es die Vermarktung und das Bestreben, der Region ein Gesicht zu geben", stellte Verbands-Vize-Vorsitzender Andreas Oehm fest.

Die stilvolle Jubiläumsfeier bildete den Rahmen für die anstehenden Ehrungen. Für vier Jahrzehnte Treue zum Weinbauverein überreichten Oehm, Ruppert und die Weinprinzessin Annika Kuchenbrod die silberne Ehrennadel des Weinbauverbands an Erwin Herrlein, Burkard Merz, Georg Stein, Werner Schottdorf, und Rudolf Schellenberger, die August Gerlach und Erwin Burdack im Nachgang erhalten.

Für 25 Jahre Mitgliedschaft erhielten Johannes Hofstetter, Franz Dittmeier, Albrecht Leurer, Dieter Lotze, Georg Sell, Gregor Schmid, Johannes Deinlein und Franz Merz die bronzene Auszeichnung. Sie wird Günther Panhans, Armin Halser, Walter Schneider, Herbert Karch, Martin Warmuth und Rudolf Herrlein nachgereicht. Zwischen den Ehrungen reichte die Küche des Weinhotels Müller ein exquisites Drei-Gänge-Menü und die dazu passenden Weine, die junge Winzerinnen und Winzer vorstellten.

Gewürdigt wurden auch die Gründungs-Mitglieder, nämlich Gründungsvorsitzender Alfons Neubert, Edgar Hirt, Josef Merz, Christiana Ruppert, Stephan Merz und Gregor Eilingsfeld. Mit einer vereinsinternen Ehrung bedachte Neubert die langjährige Schatzmeisterin, Christiana Ruppert. "Sie ist die Seele des Vereins, für den sie denkt und lebt. Oft beanspruchte Hilfe, ist sie Mitorganisatorin unserer Aktivitäten", betonte Alfons Neubert.

Ein abschließender Dialog zwischen ihm und Gründungsmitglied Edgar Hirt zeigte den Wandel im Weinbau und der Kellerwirtschaft auf, vor allem aber in der Vermarktung. Die primären Kriterien der Weinwirtschaft unterscheiden sich heute deutlich von den einst definierten Zielen. Die junge Winzerschaft geht neue Wege, experimentiert und erschließt sich Ideen und Wissen per Internet und praktiziert in Weinanbaugebieten der ganzen Welt. Die Erfahrung der Altvorderen ist zwar immer noch gefragt, doch setzen jetzt die Jungwinzer die Schwerpunkte.

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