Fuchsstadt
Karneval

25 Jahre und noch kein bisschen leise

Seine Stärken sind Teamgeist, Solidarität und dass jeder immer sein Bestes gibt. So sorgt der "Fuschter Faschings-Club" (FFC) seit einem Vierteljahrhundert für gute Laune.
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Treue Mitglieder: Peter Zellhan (links) und Willi Scheller (rechts) dankten den Karnevalisten, die seit einem Vierteljahrhundert beim FFC sind, mit Vereinsehrenurkunde und Weinpräsent.
Treue Mitglieder: Peter Zellhan (links) und Willi Scheller (rechts) dankten den Karnevalisten, die seit einem Vierteljahrhundert beim FFC sind, mit Vereinsehrenurkunde und Weinpräsent.
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Präsident Rainer Lell bringt es auf den Punkt: "Nicht quatschen, sondern machen heißt die Vereinsdevise." Nur so konnten die Fuchsstädter Narren ihren Ruf als Faschingshochburg im Altlandkreis erreichen. "Das war vor 25 Jahren nicht zu erwarten, als wir mit 15 Idealisten angefangen haben, von denen zwölf auch noch Jugendliche oder Heranwachsende waren", schüttelt Lell immer noch ungläubig den Kopf.
Das größte Problem war seinerzeit das Geld. Es war nichts in der Kasse für Ausstattung oder Kostüme. "NCC-Präsident Walter Güldner schusterte uns damals zwei Auftaktsitzungen vom Bund Deutscher Karneval (BDK) zu, damit wir etwas flüssig waren", erinnert sich der Präsident und Vorsitzende. Aber es gab noch eine entscheidende Stütze: Lells Mutter Erika. "Sie hat in den Gründerzeiten die Kostüme mit einigen Helfern nicht nur selbst geschneidert, sondern auch noch das Material bezahlt und sich in zahlreichen Funktionen verdient gemacht", betont der Sohn.

Jugend strömte in Verein

1991 sollte es den ersten Bunten Abend geben, doch der wurde durch den Golfkrieg verhindert. "Damit konnten wir erst ein Jahr später unser Debüt geben, was aber den Effekt hatte, dass viele Jugendliche in den Verein strömten." Die Premiere schlug als Stimmungsbombe ein, und schon bald reichte die Kapazität der Mehrzweckhalle nicht mehr aus. "Damit entstand der Bunte Nachmittag. Kurze Zeit später nahmen wir auch noch den Freitag hinzu", ergänzt der Faschingsstratege.
Alles aus eigener Produktion eroberte sich der FFC in wenigen Jahren eine Spitzenposition im Fasching der Region. Dafür sorgten die Highlights der Garden, das Männerballett, trocken-treffende Büttenredner wie der Nachtwächter und Sketche der Fuschter Verunsicherung oder der "Minis".
"Aber das Gelungenste an unserem Fasching ist der Verein selbst", unterstreicht Lell, der zum Jubiläumsabend ein "volles Haus" begrüßte, darunter die Delegationen der Ortsvereine und der Karneval-Vereine aus dem Altlandkreis. Der 54-Jährige, der selbst seit 25 Jahren beim FFC ist, Präsident und Vorsitzender sowie närrischer Akteur, will diese Ämter begleiten, "bis sich ein geeigneter Nachfolger findet, den ich auch unterstützen werde", wie er beteuert.

Chronik als Präsent

Nach der musikalischen Einleitung durch die Band "Franken Power Express" dankte Lell den "besten Helfern, die es gibt". Glückwünsche zum Jubiläum entrichteten Bürgermeister Peter Hart und der Bezirkspräsident des Faschings-Verband Franken (FVF). Dann zeichnete Lell die Gründungsmitglieder aus. Der erste Präsident, Lothar Franz, Anette Kränzlein, Heike Kreß, Oliver Lukaschewitsch, Anja Schmidtner und Karin Wiesler nahmen die Ehrenurkunde und die von Heidrun Wahler und Andrea Scheller erarbeitete Chronik entgegen.
Es folgte ein buntes Feuerwerk karnevalistischer Einlagen. Pfarrer Erich Sauer gab zu einer Dia-Show den Moritatensänger an der Drehorgel, das Jodeldiplom kam von Caroline Seitz und Mary Stockmann und auch die Gardemädels von einst ließen sich zum Rock'n'Roll hinreißen.
Edith und Edgar Stockmann riefen die "Minis" in Erinnerung, Brigitte Burtchen mimte die Feuerwehrfrau, der nichts entgeht. Die Showtanzgarde und das Männerballett als Palastwachen der "Queen" rundeten mit schmissigen Beiträgen den Abend ab.
Für 25 Jahre Mitgliedschaft zeichneten stellvertretender Präsident Peter Zellhan und Vize-Vorsitzender Willi Scheller aus: Kerstin Becker, Marianne und Werner Heid, Carina Henning, Andreas Kreß, Nicole Langer, Rainer Lell, Margarete Lukaschewitsch, Renate Pfülb, Bettina Reis, Manuela Schunk, Irmgard Volpert und Oswald Weissenberger.


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