Hammelburg

HaKaGe: Mit Rathaussturm und Prinzenpaar ins Jubiläumsjahr

Die Hammelburger Karnevalisten haben das Jahr zum 60. Bestehen mit dem Rathaussturm begonnen. Dabei gab es die obligatorische Schelte für Stadtrat und Bürgermeister. Mit Joshua I. Sophie I hat der Verein wieder ein Prinzenpaar.
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Nun reagieren die Narren, Bürgermeister und Stadträte sind gefangen. Foto: Bianca Volkert
Nun reagieren die Narren, Bürgermeister und Stadträte sind gefangen. Foto: Bianca Volkert
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Die Hammelburger Karnevalsgesellschaft HaKaGe nutzte den frühen Zeitpunkt in ihrem Jubiläumsjahr dazu, die gewohnte Ordnung im Rathaus während der Fünften Jahreszeit außer Kraft zu setzen. Bürgermeister samt Rat wurden gezwungen, den Rathausschlüssel an die Karnevalisten zu übergeben.

Zur Machtübernahme hatte die HaKaGe ordentlich Verstärkung mitgebracht. Die Patenvereine Faschingsclub Selbsthilfe Ebenhausen, Bad Brückenauer Karnevalsgesellschaft, Geselligkeitsverein Künzel samt Spielmannszug Blaue Dragoner, Untererthaler Karnevalsgesellschaft, Gauaschacher Carnevals Abteilung, Öwerdöller Fosenochts Gemeinschaft und Obererthaler Musikkapelle. Ein beeindruckender Narrenzug marschierte von der Kissinger Strasse zum Marktplatz. Elferräte, Gardemädchen und Prinzenpaare gaben ein buntes Bild auf dem nächtlich beleuchteten Marktplatz ab.

HaKaGe Präsident Sebastian Kröckel warf dem Bürgermeister und seinen Stadträten die Ereignisse, Versäumnisse und Patzer des vergangenen vor. Es kam zum Schlagabtausch zwischen ihm und Bürgermeister Armin Warmuth (CSU). Der Herold (Thomas Mendel), ein mittelalterlicher Bote, versuchte zu vermitteln. Kröckels Begehren, dem Verein Geld zu gewähren tat der Herold ab, so als ob es nichts Wichtigeres auf der Welt gäbe. Der Bürgermeister bestätigte, dass der Herold die Wahrheit spricht, bares Geld habe die Stadt wirklich nicht.

"Stadträte und Herold als Berater, wozu das ganze Theater"? , fragte der Präsident. Daraufhin begann der Bürgermeister aus der Stadt zu erzählen und erinnerte unter anderen an die Brandstiftungen an Autos in der Bahnhofstrasse. Es entspann sich ein Zwiegespräch, in dem sich die drei Akteure der lokalpolitischen Themen des vergangenen Jahres annahmen, vom Bürgerhaus, über die Sanierung der Bahnhofsstraße und dem Erwerb des Kupsch-Gebäudes bis zur Jungfrau Maria, die in die falsche Richtung blickt. Mit einem drehbaren Mechanismus könnte sie in alle Richtungen sehen und je nach Anlass und Wetterlage sich auch mal drehen, schlug Kröckel vor. Der Bürgermeister befand dies als gute Idee. Doch es gebe viele Problem in der Stadt. "Die Rote Kreuz Straße, ein bekanntes Problem denn so viel Verkehr ist für die Anwohner nicht schön", reimte Warmuth. Auspuffgase, Staus mit Wartezeiten und Slalom-Fahrten müssen die Anwohner aber dennoch weiter ertragen, denn eine Lösung ist nicht in Sicht.

Nach dem Schlagabtausch und dem erfolgreichen Rathaussturm lud der Bürgermeister eine Abordnung aller Vereine samt Prinzenpaaren in den Remter ein. Während des Schlagabtausches sorgte die Obererthaler Dorfmusik "Rucki Zucki" für ausgelassene Stimmung. Der Künzeller Spielmannszug präsentierte sich "Völlig Losgelöst".

Geld aus der Stadtkasse konnten die Karnevalisten zwar nicht erbeuten, zur Überraschung der Anwesenden präsentierte die HaKaGe zu ihrem 60. Bestehen wieder ein Prinzenpaar. Prinz Joshua I. "Der mit der Meise" und Prinzessin Sophie I. "Von den Spirken" werden die HaKaGe durch die Narrenzeit im Jubiläumsjahr führen.

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