Bad Kissingen
Soziale Medien

Great Spas of Europe: #Kissingenliebe für Unesco

Die Stadt wirbt auf Facebook und Co. für die Great Spas of Europe Welterbe-Bewerbung. Was der Hashtag #kissingenliebe damit zu tun hat.
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Konstantin (von links) und Meliz Winter stellen mit Peter Weidisch die neuen Buttons zur  Unesco-Weltkulturerbe Bewerbung vor. Foto: Benedikt Borst
Konstantin (von links) und Meliz Winter stellen mit Peter Weidisch die neuen Buttons zur Unesco-Weltkulturerbe Bewerbung vor. Foto: Benedikt Borst
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Es ist der erste Beitrag auf dem neuen Instagram-Kanal. Zu sehen ist eine Bilderserie aus dem Kurgarten. Ästhetisch anspruchsvoll werden die Springbrunnen, die Palmen, die Blumenbeete, der Arkadenbau und die Konzertmuschel in Szene gesetzt. Dazu eine kurze Erklärung des Verfassers: "Um als ,Great Spa' zu gelten, muss eine Kurstadt verschiedene Merkmale erfüllen! Eines davon sind die Gärten und Parks, wie zum Beispiel unser einzigartiger Kurgarten."

Der Kanal ist vor wenigen Tagen sowohl auf Instagram, als auch auf Facebook an den Start gegangen. Er heißt "Great Spas of Europe Bad Kissingen". Das Unesco Projektteam der Stadt möchte auf beiden Social Media Plattformen zur Weltkulturerbebewerbung informieren. Zuständig für das Befüllen mit Textbeiträgen, Fotos und Videos sind Konstantin und Meliz Winter von der Würzburger Agentur "Social Melon". Die Agentur verantwortet bereits die Aktivitäten des Kissinger Sommers in den sozialen Netzwerken.

Dass sie die Kanäle zum Thema Unesco Weltkulturerbe bespielen, ist für die jungen Unternehmer etwas besonderes. " Die Themen Städte, Reisen und Lifestyle sind sehr beliebt. Jeder schaut sich gern schöne Fotos von Städten an. Wir sehen gute Chancen, dass der Kanal gut angenommen wird", sagt Konstantin Winter. Wer die beiden Kanäle abonniert, soll allgemeine Informationen zum Unesco-Welterbeantrag Great Spas of Europe erhalten und aktuelle Neuigkeiten zum Bewerbungsprozess. Es sind aber auch Quizrunden und Spiele angedacht, außerdem sollen die Nutzer die Möglichkeit bekommen, sich einzubringen und mitzudiskutieren. "Wir wollen Begeisterung für das Projekt wecken und die Bürger aufrufen, mitzumachen", sagt er.

Buttons und Bilder

Auf Instagram gibt es dazu den Hashtag "#kissingenliebe". Wer selbst schöne und zum Thema Unesco passende Fotos hat, kann sie mit diesem Schlagwort versehen und gibt damit die Zustimmung, dass die Betreiber die Bilder über den Great Spas Kanal weiterverbreiten. Die Social Media Auftritte sollen "zeigen, was man in Bad Kissingen liebt und was Bad Kissingen für einen ausmacht". sagt Meliz Winter. Gleichzeitig müssen sie sich auf die Unesco und die Merkmale eines Weltbades beschränken.

Zur Welterbebewerbung hat die Stadt bereits Bürgerinformationen gemacht und einen Infopoint erstellt, der aktuell noch an der Kisssalis-Therme steht. "Jetzt müssen wir einen neuen zeitgemäßen Schritt machen", sagt Unesco-Projektleiter Peter Weidisch. Social Media biete gute Möglichkeiten für Bürgerbeteiligung, schon allein weil die Kommunikation in beide Richtungen möglich ist.

Weltkulturerbe braucht Bürger

Ziel sei zu erreichen, dass die Bürger sich mit dem Great Spas-Vorhaben identifizieren und stolz auf das sind, was Bad Kissingen an Geschichte vorzuweisen hat. Diese Punkte fließen auch in die Entscheidung der Unesco mit ein. "Da geht es um Partizipation, also um die Teilnahme von Bürgern und Gästen an dem Projekt", sagt der Kulturreferent. Wie wird die Bewerbung in der Öffentlichkeit wahrgenommen, was wissen die Bürger darüber, wie wird ein Welterbe wohl in Zukunft begleitet? Weidisch: "Das wird schon begutachtet." Wer seine Unterstützung für die Great Spas ausdrücke will, kann das außerdem mit den neuen Buttons der Stadt tun. Die Buttons sind in den öffentlichen Auslagestellen wie zum Beispiel in der Tourist-Info, an der Infotheke im Rathaus, in der Stadtbücherei oder im Museum Obere Saline erhältlich.

Die Kosten für das Social Media Projekt werden über das städtische Unesco-Budget bestritten. Dieses liegt bei 265 000 Euro für den gesamten Bewerbungszeitraum unter anderem für wissenschaftliche Zuarbeit, Druckkosten, Öffentlichkeitsarbeit und Treffen.

Ebenfalls neu einen Instagram- und Facebook-Auftritt hat sich die Werbegemeinschaft Pro Bad Kissingen eingerichtet. Die Seiten begleiten das digitale Stadtmarketingportal "Kissingen erleben", das der Verein derzeit erstellen lässt. "Man kommt um die sozialen Netzwerke nicht drum herum. Da steckt viel Resonanz drinnen", sagt Geschäftsführer Klaus Bollwein. Es brauche sie, um Veranstaltungen und auch das Portal zu bewerben. Letzteres soll Ende des Jahres online gehen.

Sabine Kretz ist als neue Mitarbeiterin bei Pro Bad Kissingen für die sozialen Medien zuständig.

Aktuell arbeitet sie daran, die Reichweite für die Kanäle zu vergrößern und die Mitgliedsunternehmen mit einzubinden. Inhaltlich gibt es auf Facebook und Instagram Infos zum Verein, zu den Mitgliedern, zu aktuellen Veranstaltungen und Bilder vom Stadtgeschehen. Kretz sieht sich grundsätzlich auch als Beraterin für die Mitglieder in Sachen Onlinemarketing. "Ich gebe da gern Tipps, wie man sich online präsenter macht", sagt sie. Das fange schon damit an, dafür zu sorgen dass Angaben bei der Google-Suche wie Öffnungszeiten und Telefonnummer aktuell sind. "Darauf legen viele kleine Händler noch keinen Wert, dabei ist es für die Kunden sehr wichtig", erklärt Kretz.

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