Rupboden
Nachgefragt

"Gespräche zwischen Rhönallianz und Bauamt fanden statt"

Der neue Bahnradweg muss wieder abgerissen und verlegt werden. In der Bevölkerung gab es Kritik, dass sich die zuständigen Stellen nicht abgesprochen hätten.
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Ab Schmidthof ist erstmal Schluss: Der neue Radweg wurde bereits abgerissen. Radfahrer und Busse müssen auf die Staatsstraße ausweichen.  Foto: Julia Raab
Ab Schmidthof ist erstmal Schluss: Der neue Radweg wurde bereits abgerissen. Radfahrer und Busse müssen auf die Staatsstraße ausweichen. Foto: Julia Raab

Noch kein Jahr ist es her, dass der Bahnradweg fertiggestellt wurde. Jetzt muss er im Rahmen der Straßensanierung auf der Strecke zwischen Schmidthof und Rupboden wieder abgerissen und verlegt werden. Dieses Vorgehen sorgte für Kritik aus der Bevölkerung. Sie bezog sich vor allem auf die scheinbar fehlende Abstimmung zwischen Staatlichen Bauamt und der Rhönallianz.

Angesprochen auf die Frage, ob es Abstimmungen zwischen Bauamt und Rhönallianz gab, äußert sich Rüdiger Köhler, zuständiger Abteilungsleiter des Staatlichen Bauamtes Schweinfurt: "Die Planungen von Bauamt und Rhönallianz verliefen in den vergangenen Jahren parallel." Auf beiden Seiten habe es Verzögerungen gegeben - und auch immer wieder Gespräche. Im vergangenen Jahr habe die Allianz das Bauamt um einen Standpunkt zum Thema Straßensanierung gebeten. "Die Rhönallianz hatte schließlich die Befürchtung, dass aus dem Ausbau der Staatsstraße im Jahr 2019 nichts wird", erklärt Köhler.

Bemühungen der Rhönallianz

Uwe Schmidt, Allianzmanager sagt zum Thema: "Wir hatten bis zum Schluss im vergangenen Jahr keinerlei verbindliche Aussage vom Staatlichen Bauamt bezüglich des Straßenausbaus." Aus diesem Grund beschlossen die Gemeinden, den Radweg durchgehend fertigzustellen. "Wenn es einen verbindlichen Termin für die Sanierung gegeben hätte, dann hätten wir auch anders reagieren können", fügt er hinzu. Doch den verbindlichen Termin gab es nicht, "weil das Budget für das kommende Jahr noch nicht feststand", erklärt der Leiter des Staatlichen Bauamtes Schweinfurt, Michael Fuchs.

"Wir mussten eine Entscheidung treffen. Denn wenn der Straßenausbau noch weiter verschoben worden wäre, dann hätte es über einen langen Zeitraum eine Lücke im Radweg gegeben - das hätte ebenso für Kritik gesorgt", ist sich Schmidt sicher. "Die beteiligten Gemeinden bemühten sich im Vorfeld wirklich, eine Lösung gemeinsam mit dem Bauamt zu finden", sagt er auf Vorwürfe aus der Bevölkerung, die Allianz habe den Radweg ohne Abstimmung mit dem Staatlichen Bauamt erstellt.

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