Bad Kissingen
Innenstadt

Gepflegt genug für's Festival?

Wie präsentiert sich die Stadt zum Kissinger Sommer? An etlichen Ecken gibt es Mängel. Immerhin läuft der Springbrunnen im Rosengarten wieder.
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Am gestrigen Donnerstag lief der Springbrunnen im Rosengarten erst einmal zur Probe. Ab heute soll er wieder regulär laufen. Foto: Mäuser
Am gestrigen Donnerstag lief der Springbrunnen im Rosengarten erst einmal zur Probe. Ab heute soll er wieder regulär laufen. Foto: Mäuser
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Heute beginnt der Kissinger Sommer, und rechtzeitig zu diesem Termin läuft eines der Wahrzeichen der Kurstadt, der Springbrunnen im Rosengarten, wieder. Doch in der Innenstadt drängt sich der Eindruck auf, dass es da schon einmal gepflegter aussah.

So macht sich an vielen Stellen Gras dort breit, wo es eigentlich nichts zu suchen hat, sogar vor dem Hauptspielort des Kissinger Sommers, dem Regentenbau.
Es sprießt aus Ritzen unter der Beschilderung und unter den Papierkörben, meist dort, wo Fugen im Plattenbelag Platz lassen.


Bänken fehlt Farbe

Einige Bänke in der Fußgängerzone schreien geradezu nach Farbe, daneben steht eine schiefe Litfasssäule. Kleinigkeiten vielleicht, die sich aber summieren. Der Theaterplatz wiederum präsentiert sich als Farbenspiel aus verdreckten, weniger verdreckten und ein paar neuen Platten. Und richtig trostlos wirken der Bretterzaun rund um das ehemalige Steigenberger und die an die Abbrucharbeiten erinnernde Fassade des Neumann-Flügels.


Trauriger Anblick

Mit der Optik am ehemaligen Steigenberger bestens vertraut ist der Geschäftsmann Jochen Heimansberg. "Das sieht traurig aus", sagt er und fragt sich, warum man die Wand des Neumann-Flügels nicht verkleidet hat, wenigstens mit einem tollen Plakat. Über die Freifläche davor hätte man Rollrasen legen und den Bretterzaun entfernen können. Den Theaterplatz bezeichnet Heimansberg als Katastrophe.

"Das Erscheinungsbild Bad Kissingens war noch nie so ungepflegt", sagt der Kissinger Andreas Kessel. Die Abfall eimer in der Innenstadt würden samstags nicht mehr geleert, überall wachse Gras raus. Wobei er zugesteht, dass vor allem Gäste aus der Großstadt noch immer davon angetan sind, wie sauber Bad Kissingen sei.


Trockenperiode macht Probleme

Zum Theaterplatz sagte der Pressesprecher der Stadt, Thomas Hack, dass der Sanierungsbedarf des Plattenbelages bekannt sei. Punktuell seien schon Ausbesserungen erfolgt. Die Brunnen würden regelmäßig mit dem Hochdruckreiniger gesäubert, die Blumenbeete seien bepflanzt, neue Bänke aufgestellt worden. Der Plattenbelag werde regelmäßig maschinell gekehrt, doch sorge die lange Trockenperiode dafür, "dass die Beläge etwas unansehnlich aussehen".

"Dass das Personal im Servicebetrieb im Vergleich zu früher weniger geworden ist, und dass die Stadt sehr auf ihre Finanzen achten muss, ist kein Geheimnis", so Hack weiter. Nicht umsonst würden Stabilisierungshilfen beantragt, Konzepte zur Haushaltskonsolidierung erarbeitet und vom Stadtrat verabschiedet.


Chemische Keule geht nicht

Konkret habe das Problem mit dem sprießenden Gras damit zu tun, dass es neue, restriktive Vorschriften für den Gebrauch von chemischen Mitteln gibt. Die Stadt sei dabei, Lösungen zu entwickeln. So würden zur Unterstützung der Reinigungskräfte künftig auch Kräfte von Kidro integriert. "Gerade in der Fußgängerzone wendet die Stadt sehr viel Geld und Arbeitszeit des Servicebetriebes auf, um die teilweise marode Infrastruktur am Laufen zu halten", fährt Hack fort.

Für die Gestaltung der Baustelle am Steigenberger-Areal seien Überlegungen im Gange. Doch sei eine solche Gestaltung mit Kosten verbunden. Im Übrigen gebe es in jeder Stadt Baustellen. Laut Hack akzeptieren das auch die Gäste, wenn das ein Zeichen für eine Weiterentwicklung sei.


Die Pumpe ist wieder da

Gut, dass wenigstens der Springbrunnen im Rosengarten wieder lauft. Die Pumpe ist wieder da. Am gestrigen Donnerstag fand ein Probelauf statt. Laut Sandra Schmelz, Pressesprecherin der Staatsbad GmbH, soll der Brunnen ab heute wieder ganz normal laufen. Lediglich am Montag müsse er auf Empfehlung des Herstellers noch einmal zur Überprüfung der Pumpe abgestellt werden. Thomas Hack ergänzt, dass die Stadt im Rahmen der vorhandenen Mittel mit dem effektivsten Aufwand für eine maximale Laufzeit des Brunnens gesorgt habe und verweist auf die im Herbst beginnende Erneuerung des Brunnens.

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