Ebenhausen
Integration

Gemeinsam turnen und feiern

Einmal im Monat klettern und spielen bei der Erlebnis-Turnstunde Asylkinder und Ebenhäuser Kinder zusammen. Am Ende gab es jetzt ein Integrationsfest.
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Ein Integrationsfest wurde nach dem Erlebnisturnen an der Turnhalle mit gemeinsamen Essen gefeiert. Maria Wahler (rechts) vom Helferkreis Asyl Ebenhausen ist hier im Gespräch mit Besuchern des Festes. Foto: Elisabeth Mehn
Ein Integrationsfest wurde nach dem Erlebnisturnen an der Turnhalle mit gemeinsamen Essen gefeiert. Maria Wahler (rechts) vom Helferkreis Asyl Ebenhausen ist hier im Gespräch mit Besuchern des Festes. Foto: Elisabeth Mehn
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Erst wurde geturnt, dann gefeiert. Der Helferkreis Asyl und der TSV Ebenhausen feierten nach der letzten Erlebnis-Turnstunde in diesem Schuljahr ein Integrationsfest. Das Erlebnisturnen fand im Schuljahr 2016/17 seit Dezember insgesamt siebenmal, also einmal im Monat, immer donnerstags statt. Unter der Leitung von Helmut Diener lädt der TSV Ebenhausen alle Kinder von vier bis zwölf Jahren (unabhängig von einer Vereinszugehörigkeit) in zwei Gruppen zum Toben und Klettern auf großen Bewegungslandschaften in die Ebenhäuser Turnhalle ein.
Zum Auf- und Abbau der zahlreichen Einzeleinheiten dieser Bewegungsbaustellen werden viele Hände gebraucht und es haben auch schon viele mitgeholfen. Regelmäßig unterstützen Diener die 8. oder 9. Klasse der Hauptschule Oerlenbach, Senioren aus der AH-Abteilung des TSV und auch Väter der angesprochenen Flüchtlingskinder.
Zu dem Integrationsfest waren aber nicht nur die Helfer des Erlebnisturnens eingeladen, sondern in erster Linie alle Asylsuchenden. Angesprochen waren sowohl die Flüchtlinge aus der Ebenhäuser Gemeinschaftsunterkunft, als auch die unbegleiteten Minderjährigen, die in Oerlenbach untergebracht sind und diejenigen, die bereits eine eigene Wohnung im Ort gefunden haben. Natürlich auch alle Einheimischen, die sich in irgendeiner Weise rund um den Helferkreis Asyl einbringen: Der "Tafel"-Fahrdienst, deren Helfer sich und ihr Auto einmal pro Woche zur Verfügung stellen, um nach Bad Kissingen zur "Tafel" zu fahren. Außerdem alle Helfer, die sich um die Hausaufgabenbetreuung, im Rahmen der Ganztagesschule in Oerlenbach kümmern. Dabei waren auch die Dozenten, die Deutschkurse für die erwachsenen Asylanten durchführen sowie Bürgermeister Franz Kuhn, der Konrektor der Grund- und Hauptschule Oerlenbach Ulrich Müller und Frau Ort von der Caritas Bad Kissingen. Jeder brachte Essen von zu Hause mit, so dass ein abwechslungsreiches und internationales Buffet entstand und ein bunt gemischtes Völkchen aus Kindern und Erwachsenen, Asylanten und Einheimischen ein schönes Fest feierten.


Mehr Kontakte gewünscht

Dies entsprach genau dem Ansinnen der Veranstalter. Sie wünschten sich mehr Kontakte zwischen den Ortsansässigen und den Asylsuchenden und deren Familien und mehr Berührungspunkte zwischen den Kulturen. Dies ist wichtig auch für die Weiterführung des Betreuerkreises, denn "neue Helfer für uns zu finden, ist schwierig", sagt die Ansprechpartnerin des Helferkreises Asyl Ebenhausen, Cornelia Herterich. Wer den Helferkreis unterstützen möchte, meldet sich bei Cornelia Herterich, Tel: 09725/ 708 080 oder Maria Wahler Tel: 09725/ 1326.
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