Laden...
Bad Kissingen
Vereine

Gegen den Trend

Der SV Garitz ist ein junger Verein: Mehr als die Hälfte der Mitglieder ist unter 26 Jahre, hieß es in der Jahreshauptversammlung zufrieden.
Artikel drucken Artikel einbetten
Konstantin Papadopoulos vom SV Garitz im Spiel gegen Bad Bocklet. Foto: Hopf/Archiv
Konstantin Papadopoulos vom SV Garitz im Spiel gegen Bad Bocklet. Foto: Hopf/Archiv

"817 Mitglieder und davon sind 426 Mitglieder unter 26 Jahren", bilanzierte Sportvorstand Oliver Mainberger bei der Jahreshauptversammlung des SV Garitz eine tolle Entwicklung, "die gegen den allgemeinen Trend anderer Vereine verläuft".

Auf diese Entwicklung könne der Verein stolz sein und es sei ein Verdienst der ehrenamtlichen Helfer rund um den Verein und fast 30 Übungsleiter/innen, die sich gerade im Kinder- und Jugendbereich engagierten. Als Sportvorstand lobte er die Arbeit in den Abteilungen Fußball, Handball, Turnen, Tischtennis und Allkampf, wobei er die detaillierten Schilderungen den Abteilungsverantwortlichen überließ. Stefan Glöckler, für den Wirtschaftsbetrieb in der Vorstandschaft zuständig, berichtete von den Maßnahmen, die im Rahmen der Datenschutzgrundverordnung umgesetzt wurden und zu einer Überarbeitung der Internet-Präsenz führte.

Rasenplatz aufbereitet

Für das "Thermen-Hotel" wurde am östlichen Ende ein Teil des SV-Geländes für eine Baustellenzufuhr genutzt, die nach Abschluss der Bauarbeiten wieder zurückgebaut werde. Weitere Informationen erhielten die knapp 50 Mitglieder zum Rasenplatz, der mit 50 Tonnen Sand aufbereitet wurde, zu Pflegemaßnahmen am Sportgelände und zum anstehenden Rakoczy-Fest, "bei dem wir auf die bewährten Kräfte vertrauen, aber auch neue Helfer für die drei Tage am Theaterplatz brauchen". Die Finanzangelegenheiten des Vereins beleuchtete Tanja Sadowski, dessen Aktivitäten sich in Einnahmen und Ausgaben jenseits der 100 000-Euro-Grenze bewegte. Dank der Veranstaltungen wie Sonnwendfeuer oder Rakoczy-Fest konnte ein Überschuss erwirtschaftet werden, der für Sondertilgungen bei den bestehenden Darlehen genutzt wurde. Lob gab es von den Kassenprüfern, so dass die Entlastung einstimmig erteilt wurde.

Für die Fußballabteilung berichtete Marco Niebling, der nach dem Abstieg der 1. Mannschaft in die A-Klasse einen holprigen Start in die Saison 18/19 bilanzierte. Doch dank fünf neuer Spieler habe man sich mittlerweile gefangen und den Kontakt zur Tabellenspitze wiederhergestellt. Leider werde Spielertrainer Björn Schlereth sein Amt am Ende der Saison niederlegen und man hoffe auf einen nahtlosen Übergang.

"Der SV Garitz hat acht eigene Jugendmannschaften mit 130 Kindern, die von 17 Trainern angeleitet werden", so Jugendleiterin Grit Karsten. Ab der "U7" werden aufsteigend Mannschaften geführt, die teilweise sehr erfolgreich bei Turnieren oder in der Spielrunde sind und um die vorderen Plätze mitspielen. Die U13-Mannschaft stieg in die Bezirksoberliga auf, hat sich im Mittelfeld platziert und hofft auf den Klassenerhalt. Nur die U17 ist eine Spielgemeinschaft, wobei 10 Spieler aus Garitz kommen und damit der SVG federführend sei.

Bei den Handballerinnen ist der SV Garitz mit drei Jugendmannschaften vertreten, so Tanja Sadowski. Die Damenmannschaft ist eine Spielgemeinschaft mit Nüdlingen, die nach zweijähriger Pause wieder am Spielbetrieb teilnimmt und sofort den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft hat. Sorgen bereiten fehlende Trainer, "damit man die Mädchen individueller betreuen kann".

Für Tischtennis berichtete Thomas Schmitt, der in knappen Worten die Leistungen der 1. und 2. Mannschaft würdigte, die jeweils vordere Plätze in den Ligen erreichten und noch eine Chance zum Aufstieg haben. Im Jugendbereich sehe es momentan nicht so gut aus, dagegen spiele man mit der "Bambini-Mannschaft" recht erfolgreich in der sogen. "wilden Liga". Für das Mutter-Kind-Turnen suche man eine Nachfolgerin, die die Verantwortung für ca. 30 Kinder übernehmen würde, so Hiltrud Laus. Beim Kinderturnen werden 20 Kinder ab 4 Jahren betreut, bei den älteren Mädchen nehmen regelmäßig 15 Kinder teil. Für das "Mittelalter" habe der Sportverein keine Angebote, dagegen gebe es bei den älteren Mitgliedern um die "30 bewegungsfreudige Damen".

Für die Abteilung Allkampf mit 40 Kindern/Jugendlichen und 15 Erwachsenen berichtete Yves Engel. Während viele Kampfkunstsportler nur für die eigene Fitness trainierten, zeigten einige ihr Können sehr erfolgreich. In den Siegerlisten standen unter anderem Yannic Engel, Alexa Lachmann oder Lena Weimer ganz vorne - letztere war z. B. bei den World Martial Arts Games in Schwäbisch Hall mit viermal Gold die erfolgreichste Starterin unter 1000 Teilnehmern.

Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren