Bad Kissingen

Gedanken über neues Hallenbad in Bad Kissingen

Das Ende der Laufzeit des Bad Kissinger Hallenbads rückt näher. Größere Reparaturen würden sich nicht mehr lohnen. Die Stadt denkt über einen Neubau auch an einem anderen Standort nach. Die KissSalis-Therme böte sich als Nachbar an.
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Das Hallenbad ist über 50 Jahre alt. Ein Ersatz wird nach Auffassung der Stadt in absehbarer Zeit nötig sein. Foto: Thomas Mäuser
Das Hallenbad ist über 50 Jahre alt. Ein Ersatz wird nach Auffassung der Stadt in absehbarer Zeit nötig sein. Foto: Thomas Mäuser
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Langsam kommt das Bad Kissinger Hallenbad ins Seniorenalter. 1963 erbaut, zeichnet es sich ab, dass diese für eine Kreis- und Kurstadt unverzichtbare Einrichtung nicht mehr ewig leben wird. So taucht im Haushaltsentwurf 2014 denn auch ein Posten "Standortanalyse Hallenbad" auf. Aktuell ist ein Neubau nicht, betont Oberbürgermeister Kay Blankenburg (SPD), aber wenn er unvermeidlich wird, sollten schon einmal die Grundsatzfragen geklärt sein. Blankenburg vergleicht das Hallenbad mit seinem ehemaligen Wagen: einem Golf II. Eigentlich ein Langzeit-Auto, aber mit über 300.000 Kilometern auf dem Tacho hätte sich eine größere Reparatur nicht mehr gelohnt.

Im Hallenbad stehen derzeit zwar keine größeren Sanierungsmaßnahmen an, so Baudirektor Hermann Schober: "Wir haben nur die normalen Reparaturen vorgesehen." "Aber das Risiko wird größer, dass etwas ausfällt."

Grundsatzfragen

Grundsatzfrage 1 wird sein, wohin ein neues Hallenbad kommt. Vier mögliche Standorte sind derzeit in der engeren Wahl. Da wäre einmal der jetzige Standort nahe des Salinenparkplatzes, dann die KissSalis-Therme, das Kasernengelände und das Terrassenschwimmbad.

Viele ältere Menschen nutzen das Hallenbad, deshalb muss ein neues gut für die Senioren erreichbar sein. Auch für den Schulsport ist ein Hallenbad unverzichtbar. Das seien aber nur zwei Faktoren.

Synergien wären möglich

Laut Blankenburg hätte ein Hallenbad neben der KissSalis-Therme durchaus Vorteile. Ein Ersatzbau an bisheriger Stelle würde wohl wieder ein reines Winterbad werden. Durch die Nutzung von Synergien wäre neben der Therme ein Ganzjahresbad denkbar. Der Oberbürgermeister verweist unter anderem auf das Blockheizkraftwerk der Therme, die Wasserzu- und ableitung und eine denkbare Zusammenarbeit beim Personal. Außerdem könnte die KissSalis ein Hallenbad als "Komplementärangebot" nutzen . Sprich: Die KissSalis-Therme, die über kein klassisches Schwimmbecken verfügt, könnte Gäste, die ein solches wünschen, nach nebenan ins Hallenbad schicken.

Eine weitere Grundfrage ist, wie ein künftiges Hallenbad aussehen wird. Blankenburg kann sich vorstellen, dass es nicht so spartanisch ausgestattet sein wird wie bisher.

Noch gibt es keinen zeitlichen Rahmen, geschweige denn eine Kostenschätzung. Erst einmal wird der neue Stadtrat die Grundsatzfragen beantworten müssen. Und die Frage, ob ein nach außerhalb vergebenes Standortgutachten nötig sein wird. Der Oberbürgermeister kann sich zunächst auch eine Besichtigungstour des Stadtrates zu anderen Bädern vorstellen.

"Wir hoffen, dass das Hallenbad noch eine Weile hält", sagt Baudirektor Hermann Schober. Aber ihm ist ebenso wie OB Blankenburg klar, dass sich die Reparatur eines größeren Schadens wohl nicht mehr lohnen würde.

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