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Gauschützentag Rhön-Saale: Wahlen abgebrochen

Gauschützenmeister Michael Groß kandidierte wegen diverser Querelen und Anfeindungen nicht mehr, und auch niemand sonst wollte dieses Amt übernehmen.
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Einen Ehrungsmarathon veranstalteten die Schützen bei Ihrem Gauschützentag in Reiterswiesen. Geehrt wurden die besten Schützen aus dem Gau, die bei Bayerischen, bzw. Deutschen Meisterschaften teilnahmen. Peter Rauch
Einen Ehrungsmarathon veranstalteten die Schützen bei Ihrem Gauschützentag in Reiterswiesen. Geehrt wurden die besten Schützen aus dem Gau, die bei Bayerischen, bzw. Deutschen Meisterschaften teilnahmen. Peter Rauch
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Paukenschlag beim Gauschützentag von mehr als 30 Schützenvereinen aus dem Bereich Rhön-Saale im Schützenhaus des SV Edelweiß Reiterswiesen : Gauschützenmeister Michael Groß hatte bereits im Vorfeld angekündigt, dass er wegen diverser Querelen und Anfeindungen nicht mehr zur Verfügung stehe. So kam es , wie es kommen musste, Bezirksschützenmeister Mathias Dörrie, der als Wahlleiter fungierte, brach nach wenigen Minuten die Neuwahl komplett ab, da sich niemand bereit erklärte , dieses Amt zu übernehmen. Schließlich mussten alle bisherigen Amtsträger kommissarisch ihre Posten behalten.

Bereits zuvor hatte er mit Engelszungen auf die 69 Delegierten eingeredet und sie beschworen, die Vergangenheit ruhen zu lassen und nach vorne zu schauen. Es sei doch normal, dass es zwischen einzelnen Mitgliedern "menschelt". Es habe einfach an Kommunikation gefehlt. Jetzt hat schon die Jugend keinen Vorstand, und jetzt auch noch "ein verwaistes Gauschützenmeisteramt" - das sei doch eine Katastrophe. Finde sich für diese Position kein Kandidat/Kandidatin drohe die Zusammenlegung mit einem anderen Schützengau.

Ungeachtet der misslungenen Wahl fand anschließend ein wahrer Ehrungsmarathon statt,. "Bisher gab es unter meiner Ägide nur zwei oder drei Auszeichnungen mit dem Ehrenkreuz des Gaues in Gold", ließ stellvertretender Gauschützenmeister Günter Schwager wissen, der zusammen mit Michael Groß die Ehrungen vornahm. Allein an diesem Tag wurden acht Ehrenkreuze in Gold an verdiente Schützen verliehen. Sie gingen an Karl Bauer (Wermerichshausen), Erhard Happ (Thulba), Wolfgang Krug und Manfred Koch (beide Nüdlingen), Wolfgang Purretat (Zahlbach), Arno Röder (Reiterswiesen) Friedrich Schellenberger Hammelburg und Günter Schwager (Oberbach).

Die Ehrennadel des Gaues in Gold erhielten Erika Happ, Brigitte Hehn,Manfred Jopp und Walter Jopp (alle Thulba), sowie Reiner Henneberger (Münnerstadt).

Eine Anerkennung des Bayerischen Sportschützenbundes (BSSB) ging an Monika Back, William Wikstrom und Michael Ziegler (alle Reiterswiesen) sowie an Benedikt Kolb, Ddietmar Kolb und Christopher Meindl (alle aus Thulba). Eine Anerkennung des Gaues erhielten Verena Koch (Nüdlingen) und Patrick Jopp (Thulba), und zum Schluss ehrte nochmals der Bayerische und der Deutsche Sportschützenbund Günter Fröhlich (Bad Kissingen) und Jens Laufer mit der kleinen Medaille in Rot.

Nicht minder wenige aktive Schützen wurden für ihre erfolgreiche Teilnahme an Bayerischen und Deutschen Meisterschaften geehrt: Es waren dies die Schützen Anna-Lena Albert und Bernd Back vom SV Lauertal Burglauer, Raphael Wigand, Jannik Müller, Lina Bürger und Marius Meindl vom Schützenverein Thulba, Markus Bauer (SV Wermerichshausen), Maria Schlembach, Edgar und Klemens Hehn (SV Reiterswiesen), die beiden Bogen-Mannschaften aus Thulba mit Jannik Müller, Raphael Wigand, Lina Bürger und Tobias Hanko, sowie die beiden Pistolenmannschaften des SV Wermerichshausen mit Markus Bauer, Christian Röder, Michael Weigand und Jan Leon Röder.

Außerdem wurden folgende Bogenschützen/innen ausgezeichnet: Luisa Matuschka (SV Eltingshausen), Röder Stefanie (SV Nüdlingen), Elisa Tartler (Thulba) Adrian Bier (SG Münnerstadt) und Susanne Samper vom SV Eltingshausen.

Zur Sportlerin des Jahres 2017 wurde in Abwesenheit Elisa Tartler (Thulba) ernannt, die erfolgreich an der Deutschen Meisterschaft im "Recurve Bogenschießen Fita in der Halle - Jugend weiblich" teilgenommen hatte.

Landtagsabgeordneter Sandro Kirchner (CSU), betonte in seinem Grußwort die über 700-jährige Tradition der Schützenvereine, in der heute alleine in Bayern über eine halbe Million Sportschützen organisiert sind. Auch heute noch könne man von "Schützenhilfe" sprechen, wenn es um Kameradschaft, Fairness und Hilfsbereitschaft in den Vereinen gehe.
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