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Gärtner in Ramsthal öffnen ihre Türen

Beim "Tag der offenen Gartentür" können sich Grundstücksbesitzer inspirieren lassen. In Ramsthal können sie zwei Lösungen für ein typisches Problem besichtigen.
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Bruno Vierheilig hockt an seinem selbst angelegten Bachlauf.Fotos: Arkadius Guzy
Bruno Vierheilig hockt an seinem selbst angelegten Bachlauf.Fotos: Arkadius Guzy
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Wie viel Mühsal im Garten von Bruno Vierheilig steckt, kann sich jeder Besucher leicht ausmalen. Er muss nur auf die unzähligen Steine achten. "Die habe ich alle selbst in Ramsthal gesammelt", sagt Vierheilig. Die Steine sind keine reinen Dekorationsgegenstände. Sie stützen und befestigen den Garten.

Denn Vierheilig hat ein Problem, mit dem Hausbesitzer häufig zu kämpfen haben: Sein Grundstück schmiegt sich an einen Hang.
Der Garten greift diese schwierige Topografie aber auf und erklärt sie zum Gestaltungsprinzip. So sind zwei Ebenen entstanden, die ein Bachlauf verbindet. Dafür habe er sich den Erdaushub vom Hausfundament extra aufschütten lassen, erklärt Vierheilig.

Auf der oberen Ebene, die auf Höhe der Terrasse liegt, ist ein ein Meter tiefer und vier mal sechs Meter breiter Teich angelegt. Vierheilig sagt: "Den Teich habe ich selbst per Hand ausgegraben."

Seine freie Zeit, die ihm zwischen seiner Arbeit als Monteur bleibt, investiert er in den Garten. "Meine Frau hat die Ideen und ich setze sie handwerklich um."

Auch Margit und Dieter Schneider kümmern sich gemeinsam um ihren Garten. "Allein wäre es nicht machbar", sagt Margit Schneider. Die beiden wohnen nur wenige Straßen vom Ehepaar Vierheilig entfernt und haben dasselbe Problem: Ihr Grundstück zieht sich ebenfalls an einem Hang entlang. Doch das Ehepaar geht damit kreativ um.

Terrassen gliedern das Grundstück und machen es beherrschbar. Dadurch entstehen verschiedene Gartenräume mit verschiedenen Pflanzen. Schneider findet das Spiel mit den Ebenen spannend. Sie sagt: "Der Garten ist nie fertig. Er ist jedes Jahr anders, auch wenn die groben Umrisse durch Mauern und Wege erhalten bleiben."
Der Besucher kann aber nicht nur erkunden, was auf den verschiedenen Ebenen wächst. In jeder Ecke versteckt sich auch ein Accessoire. Das kann eine Tonfigur oder eine Skulptur sein. Alles selbst gemacht, wie Schneider erklärt.

Alltagsgegenstände werden auf originelle Weise umfunktioniert: Am Drahtgeflecht einer alten Matratze rankt eine Kletterpflanze empor, und in einem ausrangierten Fleischwolf hat sich eine sonst auf Steinen beheimatete Pflanze eingenistet. "Bei jedem Besuch ist man überrascht, es gibt immer etwas Neues zu entdecken. Man kann sich in dem Garten viele Inspirationen holen", sagt Nachbar Albrecht Zisler.


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