Oerlenbach
Gemeinderat

Friedhofsgebühren steigen

Nach über 20 Jahren hat der Gemeinderat eine neue Friedhofsgebührensatzung beschlossen.
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Höhere Preise gibt es für die Gräber im Oerlenbacher Friedhof. Werner Vogel
Höhere Preise gibt es für die Gräber im Oerlenbacher Friedhof. Werner Vogel
Was Rechnungsprüfer monieren, zeigt auch in Oerlenbach Wirkung. Bürgermeister Franz Kuhn wählte daher seine Worte sorgfältig und warb beim Gemeinderat um Verständnis für die unpopuläre, aber längst fällige Anpassung der Friedhofsgebühren: "Die Gemeinden sind gehalten, das Bestattungswesen kostendeckend abzurechnen. Wir erlösen gerade mal 25 Prozent und haben ein Defizit von 81 000 Euro bei den Friedhöfen unserer Gemeinden", berichtet der Rathauschef. "Wir konnten die Rechnungsprüfung überzeugen, die Friedhöfe als wichtige Begegnungsstätte in den Orten zu sehen, die Defizite rechtfertigt, aber um eine Anpassung kommen wir nicht herum. Die Erhöhung für alle Dienstleistungen rund um eine Beerdigung um 20 Prozent klingt zunächst deutlich, bedeutet aber vom Jahr 1993 aus gesehen, eine Preissteigerung von unter 1 Prozent jährlich", führte Kuhn weiter aus. Für Reihengräber mit Übereinanderbettung sind künftig 612 Euro, für entsprechende Doppelgräber 1026 Euro zu entrichten. Für die verschiedenen Urnengrabstätten werden zwischen 204 Euro und 656 Euro fällig. Auch die übrigen Gebühren wie etwa Nutzung der Aussegnungshalle, werden angehoben. Nach dem einstimmigem Beschluss des Gremiums tritt die Satzung zum 1. Januar 2018 in Kraft.


Dorfmitte in Eltingshausen behutsam umbauen

Gemeinderat Andreas Schmitt (BBO) bekräftigte den Wunsch der Eltinghäuser, nach dem Abriss des sogenannten "Englert Hauses " die Straßensicht optisch aufzubessern. So sollten die Bruchsteine der Mauer wieder Verwendung finden und die entstehende Freifläche angemessen gestaltet werden. Zuvor hatte Bürgermeister Kuhn den Abriss für das Frühjahr angekündigt und bestätigt, dass einer der beiden Keller erhalten werden soll. Eine endgültige Gestaltung des Umfeldes werde man erst nach dem Abriss beschließen können.
Auch baurechtliche Angelegenheiten der Sitzung wurden befürwortet. So wurde eine Dachgaube in der Bismarckstraße Oerlenbach ebenso genehmigt, wie die Errichtung eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage "An der Riedelgrube" in Ebenhausen. Auch ein Wohnhausneubau mit Garage in der Bayernstraße in Eltingshausen und der Abbruch und Neubau eines Wohnhauses in der Hauptstraße in Oerlenbach wurden einstimmig genehmigt.


Mit Elektromobilität, Ökostrom und "Grüngitter"

Der Umweltgedanke bewegt auch den Oerlenbacher Gemeinderat. So befürworteten die Räte, sich dem " Interkommunalen Elektromobilitätskonzept" des Landkreises anzuschließen, befürworteten nach längerer Diskussion die Strombeschaffung der Gemeinde mit dem etwas treueren Ökostrom. "Wir gestatten Windräder auf Gemeindegebiet, dann sollten wir auch hier Flagge zeigen" meinte Reinhard Landgraf (Überörtliche) und befürwortete auch den Beitritt zum Naturschutzgroßkonzept "Grüngitter", das sich die Herausnahme von Hecken, Böschungen, Wegerändern und Gräben aus der Bewirtschaftung zum Ziel gesetzt hat. Auch der Zwischenrevision der Forsteinrichtung für den Oerlenbacher Wald wurde zugestimmt und der Bürgermeister freute sich, dass die Gemeinde ausgewählt wurde, sich am Energiecoachingprogramm des Freistaats zu beteiligen, das Motivation der Bürger zum Energiesparen durch bewusstes Nutzerverhalten zum Ziel hat.


Tatoomesse in der Heglerhalle?

Die Anfrage löste zunächst einiges Schmunzeln im Gremium aus, aber nachdem der Bürgermeister von gutem Leumund und unproblematischen Abläufen bisheriger Messen der Gesellschaft "Rhön-Schweinfurt Tattoo" berichtete, will man die Anfrage für eine Nutzung der Heglerhalle im November 2018 wohlwollend prüfen.
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