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Freibäder im Landkreis Bad Kissingen schließen in den kommenden zwei Wochen

Nach einer mittelmäßigen Saison schließt das Terrassenschwimmbad am Wochenende. Die anderen ziehen in den kommenden ein bis zwei Wochen nach.
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Die Rutsche ins Nichtschwimmerbecken gehört zu den Attraktionen des Terrassenbades.  Foto: Borst/Archiv
Die Rutsche ins Nichtschwimmerbecken gehört zu den Attraktionen des Terrassenbades. Foto: Borst/Archiv

Bad Kissingen prescht vor, und die Wetter-Prognose scheint der Stadt Recht zu geben: Am Sonntag, 1. September, ist das Terrassenschwimmbad für heuer zum letzten Mal geöffnet, und genau für diesen Tag ist ein Rückgang der Temperaturen um rund 10 Grad Celsius vorhergesagt. "Es gibt einen Stadtratsbeschluss dazu, der vor einigen Jahren schon die Regel festgelegt hat: Schließung am Sonntag eine Woche vor Ende der Schulferien", teilt Rathaus-Sprecher Thomas Hack auf Nachfrage mit. Die anderen vier Freibäder im Landkreis dagegen halten mindestens bis zum Ende der Sommerferien durch.

Das Hammelburger Freibad und das Naturbad Aura sind jeweils bis einschließlich des letzten Ferientages, Montag, 9. September, geöffnet. In Bad Brückenau und in Maßbach bleiben die Freibäder noch die gesamte erste Schulwoche offen. In Bad Brückenau ist dann am Sonntag, 15. September, sicher der letzte Tag, weil ab dem Tag darauf die komplette "Sinnflut" für eine große Revision schließt.

Die Besonderheit in Bad Brückenau ist, dass Hallen- und Freibad nicht getrennt sind. Für beide Bereiche zusammen gab es vom 1. Juni bis 31. August einen Sonderpreis: Für vier Euro konnten die Gäste drinnen und draußen nach Herzenslust baden. "Das wurde sehr gut angenommen", freut sich Betriebsleiter Jürgen Ankenbrand über hohe Besucherzahlen.

"Einigermaßen zufrieden"

In den anderen Bädern ist die Bilanz eher durchwachsen: "Wir waren mit der Saison einigermaßen zufrieden", sagt Thomas Hack, der als ehrenamtlicher Bürgermeister gleichzeitig für das Naturbad Aura zuständig ist. Etwa 6000 Besucher hatte das Bad heuer laut Hack, im vergangenen Jahr waren es noch mehr als 8000. "Die Monate Mai und August waren witterungsbedingt halt schwach", nennt der Bürgermeister als Grund. Trotzdem habe sich der Umbau zum Naturbad gelohnt, weil der Besucherschnitt vorher bei rund 3000 im Jahr lag. Vor allem Familien mit kleinen Kindern schätzten das idyllische und übersichtliche Bad. "Und vor allem auch das biologisch behandelte, chemisch saubere Wasser." Und für die Einwohner des Ortes sei es eine "gerne genutzte Anlaufstelle im Sommer".

Das Terrassenschwimmbad verzeichnete bis Wochenbeginn rund 66 000 Besucher. Bis Ende der Woche hofft Hack wegen des guten Wetters auf 70 000 für die gesamte Saison. Bei 115 Öffnungstagen seit 10. Mai wären das also gut 600 Besucher im Schnitt am Tag. "Das ist eine recht durchwachsene, aber keine schlechte Besucherbilanz", sagt Hack. Zum Vergleich: 2014 waren es 64 000 Besucher, 2015 dann 91 000, 2016 lag auf dem Niveau von heuer bei 70 000, in den vergangenen beiden Jahren waren es trotz Bauarbeiten 66 000 und 55 600 Badegäste.

Die Stadt Bad Kissingen hat in den vergangenen beiden Jahren insgesamt 2,35 Millionen Euro in ihr Terrassenschwimmbad investiert: Das Nichtschwimmer- und das Babybecken wurden abgebrochen und komplett in Edelstahl wieder hergestellt. "Das Aktionsbecken wurde zur Liegefläche umgestaltet", sagt Hack zu den Veränderungen. Das Babybecken habe zum Schutz vor der Sonne ein großes Sonnensegel erhalten. Alle Leitungen zu den Becken wurden neu verlegt. Die Beckenumgänge wurden neu gepflastert und erhielten ein Blindenleitsystem.

Personal bereitet Hallenbad vor

Die Entscheidung des Stadtrates, das Terrassenschwimmbad grundsätzlich bereits vor den anderen Freibädern im Landkreis zu schließen, hänge unter anderem mit den niedrigen Besucherzahlen im September zusammen. "Außerdem müssen wir mit dem gleichen Personal auch die Hallenbadsaison vorbereiten", nennt Hack als weiteren Faktor. Eine Ausnahme von der Regel gebe es nur bei herausragend guter Wetterprognose: "Und diese liegt für die erste Septemberwoche definitiv nicht vor", sagt Hack mit Blick auf die Wetterkarte: Von aktuell um die 30 sinken die Temperaturen auf unter 20 Grad Celsius, am kommenden Montag und Dienstag soll es zudem regnen.

Offen sei aktuell, wie es mit der Sanierung des Terrassenschwimmbades weitergeht, das hänge vom Haushaltsbeschluss für die kommenden Jahre ab. Die Bauabschnitte zwei und drei hatte die Stadt auf Eis gelegt, weil sie im Förderprogramm des Bundes nicht berücksichtigt wurden. "Unter diesem Vorbehalt war die Maßnahme in den Haushalt der Stadt eingestellt worden", berichtet Hack. Wie es ohne Förderung nun weitergeht, müsse der Stadtrat entscheiden.

Im Hammelburger Freibad ging die Besucherzahl nach einem Rekordjahr 2018 mit 60 000 Gästen heuer deutlich zurück: 33 000 Badegäste zählte das Saaletalbad bislang in diesem Sommer. Für das Maßbacher Freibad wurden bislang keine Besucherzahlen veröffentlicht.

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