Bad Kissingen
Straßenverkehr

Fortschritte beim Bad Kissinger Stadtring

Der Umbau der Garitzer Kreuzung und die Erneuerung des Westrings sollen heuer noch ausgeschrieben werden. Für die Südbrücke und die Schlachthof-Kreuzung legt ein Büro den Ablauf fest.
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Einen Vorgeschmack auf die Behinderungen am Westring gab es schon mehrfach: Anfang 2017 wurden etwa die Bäume an der Garitzer Kreuzung gefällt, weil der Umbau zum Kreisel im Herbst 2017 los gehen sollte. Aktuell plant das Staatliche Bauamt den Baubeginn für das Frühjahr 2020.Ralf Ruppert
Einen Vorgeschmack auf die Behinderungen am Westring gab es schon mehrfach: Anfang 2017 wurden etwa die Bäume an der Garitzer Kreuzung gefällt, weil der Umbau zum Kreisel im Herbst 2017 los gehen sollte. Aktuell plant das Staatliche Bauamt den Baubeginn für das Frühjahr 2020.Ralf Ruppert
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Rund 17 000 Fahrzeuge fahren täglich über die Südbrücke, die Garitzer Kreuzung passieren täglich rund 9000 Fahrzeuge. Deshalb ist Rüdiger Köhler vom Staatlichen Bauamt schon jetzt gespannt, wie die Erneuerung beider Bereiche über die Bühne geht: "Es können alle Beteiligten froh sein, wenn das rum ist." Herausforderungen warten nämlich nicht nur über, sondern auch unter der Erde: "In der Garitzer Kreuzung ist von der Haupt-Gasleitung, über Wasser und Kanal bis zum Strom alles im Boden."

Nach etlichen Jahren der Planung sollen Garitzer Kreuzung und Westring heuer endlich ausgeschrieben werden. "Unser Ziel ist, dass wir ab Frühjahr 2020 bauen", sagt Köhler. Fest stehe, dass die Garitzer Kreuzung zum Kreisel umgebaut wird und die Einmündung von Raiffeisen- und Lessingstraße in den Westring eine Kreuzung bleibt. Aber: "Am Knotenpunkt Seehof-Kreuzung gibt es noch erheblichen Abstimmungsbedarf", schränkt Köhler ein. Für den Ortseingang aus Richtung Albertshausen habe das Staatliche Bauamt "zwar einen Vorschlag, aber der ist noch nicht abgestimmt", sagt Köhler. Schließlich gehe es dort nicht nur um zwei Einmündungen, sondern auch die Bushaltestelle.

Falls das nicht bald geklärt wird, könne der Bereich vorerst nicht gebaut werden. Den Rest des Westrings will das Staatliche Bauamt auf jeden Fall parallel zum neuen Garitzer Kreisel erneuern: "Wir müssen dort wegen der Leitungen, der Brücke und der Kanäle auf alle Fälle unter Vollsperrung bauen", kündigt Köhler an, und: "Die Baustelle wird sich auf alle Fälle bis 2021 rein ziehen."

Noch nicht endgültig festgelegt sind die Umleitung für diese lange Zeit: Die Bismarckstraße werde auf alle Fälle geöffnet, für den Weg durch Garitz gibt es mehrere Routen, vermutlich werde die Heiligenfelder Allee einbezogen. Auswirkungen wird die Baustelle bis auf die A 7 haben: Dort soll Bad Kissingen an der Ausfahrt Oberthulba nicht mehr ausgeschildert werden, der überregionale Verkehr kommt von Euerdorf her in die Stadt.

Neue Südbrücke dreispurig

Als zweite große Maßnahme auf dem Stadtring stehen die Erneuerung der 1955 fertig gestellten Südbrücke und der Schlachthofkreuzung auf der Agenda des Staatlichen Bauamtes. Als wichtigster Eckpfeiler steht dort die künftige Verkehrsführung fest: Von der Würzburger Straße aus kommend gibt es nach dem Umbau der Kreuzung zwei Links-Abbiege-Spuren, die auch auf der Südbrücke in zwei Fahrspuren weiter geführt werden. Eine biegt nach Euerdorf ab, die andere ist für den Geradeaus-Verkehr auf dem Ring reserviert. In die Gegenrichtung bleibt es bei einer Fahrspur.

"Das Konzept ist mit der Stadt Bad Kissingen abgestimmt, aber wir haben noch keine Vereinbarung dazu", berichtet Köhler. Die sei zwar eigentlich nicht notwendig, weil nach aktuellem Stand keine Kosten auf die Kommune zukommen, die Stadt bestehe aber darauf. Auf der Südbrücke baue der Bund wieder einen Geh- und Radweg, falls die Stadt einen zweiten wolle, müsste sie die Kosten tragen. Nicht im Konzept enthalten sei eine Rechtsabbiegespur vom Westring kommend in Richtung Euerdorf, die Autofahrer müssen also auch in Zukunft links abbiegen, um zur A 7 zu gelangen.

Völlig offen ist noch, wie die neue Südbrücke gebaut wird. Möglich seien drei Varianten: Erstens ein Neubau neben der alten Brücke mit Abriss danach, zweitens Abriss und Neubau mit Behelfsbrücke daneben oder drittens ein Neubau neben der alten Brücke, der nach dem Abriss zügig an deren Stelle geschoben wird. "Die genaue Planung ist Aufgabe des Ingenieur-Büros", sagt Köhler, und: "Eine wichtige Frage dabei ist, ob ein Verschwenken der Fahrbahn auf beiden Seiten überhaupt möglich ist." Für die Garitzer Kreuzung hat das Staatliche Bauamt eine Kostenvereinbarung mit Stadt und Landkreis abgeschlossen. Die Stadt muss sich wegen der Schönborn-, der Kreis wegen der Garitzer Straße beteiligen. "Die geplanten Arbeiten wurden im Stadtrat mehrfach vorgestellt", bestätigt Rathaus-Sprecher Thomas Hack. Von offenen Fragen etwa an der Seehof-Kreuzung wisse die Kommne allerdings nichts. Hack: "In erster Linie handelt es sich um die staatliche Baumaßnahme."

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