Bad Bocklet
Übung

Feuerwehrjugend im 24-Stunden-Einsatz

Die Freiwillige Feuerwehr Bad Bocklet hat zum ersten Mal eine eintägige Übung für ihre Jugendgruppe organisiert. Acht Jugendliche trainierten Tag und Nacht Szenarios unter realistischen Bedingungen.
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Tag und Nacht waren acht Jugendliche der Freiwilligen Feuerwehr Bad Bocklet im Einsatz. Foto: FFW Bad Bocklet
Tag und Nacht waren acht Jugendliche der Freiwilligen Feuerwehr Bad Bocklet im Einsatz. Foto: FFW Bad Bocklet
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Die Jugendgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Bad Bocklet hat am Wochenende zum ersten Mal eine 24-Stunden-Übung abgehalten, auf der verschiedene Szenarien durchgespielt wurden. "Wir sind vom Resultat sehr begeistert", sagt Jugendwart Raphael Langer.

Während der Übung waren die acht Jugendlichen im Alter von zwölf bis 16 Jahren im Feuerwehrhaus untergebracht. "Die Jugendlichen wussten nicht, was als jeweils nächstes auf sie zukommt. Wir wollten so zeigen, wie es bei der Feuerwehr im Ernstfall zugeht", erklärt Jugendwart und Gruppenführer Christian Kunzmann. Dazu gehört auch, aus dem Tiefschlaf gerissen zu werden, um so schnell wie möglich zum simulierten Einsatz zu kommen. Die Szenarien orientierten sich am Feuerwehralltag: Die Jugendlichen mussten eine Katze aus einem Baum im Kurgarten retten, eine Ölspur beseitigen, einen Mülleimerbrand sowie ein Feuer am Jugendtreff am Sportplatz löschen. Die Jugendlichen erhielten von den beiden Jugendwarten zwar Unterstützung, übernahmen den Einsatz aber selbst und stellen einen Gruppenführer aus den eigenen Reihen.

Realistische Bedingungen

Bei der Dauerübung wurde auch Wert auf den Gemeinschaftssinn gelegt. "Das ist ein wichtiger Punkt bei einer Freiwilligen Feuerwehr: Man muss sich blind auf den anderen verlassen können und eine Einheit bilden", sagt Markus Klemke, der Öffentlichkeitsbeauftragte der Bockleter Wehr. Zur Übung gehörten gemeinsames Kochen und ein DVD-Abend, welche allerdings immer vom Alarm unterbrochen werden konnten. Klemke: "Dadurch, dass jederzeit die Sirene losgehen kann, wird der Ernstfall simuliert." Die Jugendlichen sollten die Ruhe bewahren und überlegen, wie sie vorgehen. Sie schlugen sich sehr gut, lobt Jugendwart Raphael Langer. "Wir waren sehr zufrieden".

Die 24-Stunden-Übung braucht einen langen Vorlauf. Vor einem halben Jahr entstand die Idee, drei bis vier Wochen dauerten die Vorbereitungen. "Wir wollten nichts dem Zufall überlassen", sagt Klemke. Die Jugendlichen wussten es zu schätzen. "Alles war sehr gut vorbereitet. Es war zwar anstrengend, nachts zu Einsätzen zu müssen, hat aber dennoch viel Spaß gemacht", meint der 16-jährige Kevin Scheuplein. Er würde sich freuen, wenn die Übung wiederholt würde.

Laurena Kempf (13), das einzige Mädchen der Jugendgruppe, findet die 24-Stunden-Übung ebenfalls gelungen. "Ich habe heuer erst in der Jugendfeuerwehr angefangen. Die Übung war sehr schön, es war aber auch anstrengend, nachts geweckt zu werden, um zum Einsatz zu fahren", schildert sie ihre Eindrücke.

Lob vom Bürgermeister

Die Übung endete mit einem Highlight am Sonntag. Die Feuerwehr aus Bad Kissingen war mit ihrer Drehleiter angerückt, die den Jugendlichen vor und zum Üben zur Verfügung gestellt wurde. "Es freut mich, dass die Feuerwehr in Bad Bocklet für die Jugendlichen eine solche Übung durchgeführt hat", sagt Bürgermeister Wolfgang Back (CSU). Brandschutz sei Aufgabe der Gemeinde, welche aber nur mit Freiwilligen Helfen zu gewährleisten sei. "Mein Dank gilt auch den Jugendlichen, die sich Zeit für die Übung nehmen und ihre Freizeit im Dienst für den nächsten einbringen", lobt er.

Weitere Informationen zur Jugendfeuerwehr Bad Bocklet gibt es bei Jugendwart Raphael Langer per E-Mail unter raphael.langer@ffw-badbocklet.de oder bei Facebook unter https://de-de.facebook.com/FFWBadBocklet.



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