Poppenlauer
Festspiel

Festspielgruppe Poppenlauer baut eine Werkstatt an

Der Kulissenbau in Poppenlauer war immer vom Wetter abhängig, weil keine geeigneten Räumlichkeiten zur Verfügung standen. Jetzt sollen die Arbeitsbedingungen verbessert werden. Im wilden Garten hinter der Zehntscheune soll ein Anbau entstehen.
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Der Garten hinter der Zehntscheune. Foto: Heike Beudert
Der Garten hinter der Zehntscheune. Foto: Heike Beudert
Wenn die Freilichtbühnensaison zu Ende ist, heißt es für die Mitglieder der Festspielgruppe Poppenlauer keineswegs, dass damit auch alle Arbeiten ruhen. Die neue Theatersaison wirft bereits im Herbst ihre Schatten voraus. Jetzt gilt es, Teile des vorhandenen Bühnenbildes abzubauen und bestehende Teile vor der winterlichen Witterung zu sichern. Begonnen werden soll zudem mit den vorbereitenden Arbeiten für den Bau einer Kulissenwerkstatt. Die wird an die Zehntscheune angebaut werden.

So kommt auf die Handwerker, die ja auch die Darstel ler sind, in diesem Jahr eine weitere große Aufgabe zu. Bereits vor gut einem Jahr hat der Heimatverein die Baugenehmigung für das Projekt erhalten, erläutert die Vorsitzende Gabriele Sebald.

Diese Werkstatt sei vor allem deshalb so wichtig, weil für die Maler- und Schreinerarbeiten des Kulissenbaus eine witterungsunabhängige Unterbringung notwendig ist. Bislang seien alle Kulissenarbeiten im Freien ausgeführt worden, erläutert Gabriele Sebald. Gerade in den vergangenen zwei Jahren habe man immer Probleme mit dem Wetter gehabt. "Wir sind immer mit Ach und Krach fertig geworden", sagt Sebald.

Die Festspielgruppe sei stets bemüht, aus eigener Kraft alle erforderlichen Arbeiten zu erledigen, aber in diesem Jahr benötige man für die anstehenden Aufgaben zusätzliche Helfer. Im Herbst soll bei Arbeitseinsätzen zunächst ein Teil der Kulisse abgebaut werden, um dann die vorbereitenden Arbeiten für den Werkstattbau zu erledigen. Dazu gehört das Einebnen des Geländes, das Aufräumen, Pflasterarbeiten etc. Fachkenntnisse sind dazu nicht unbedingt nötig. "Wenn einer ein paar Armmuskeln hat und Schubkarren fahren kann, ist uns schon geholfen", meint Sebald.

Die Arbeitseinsätze sollen an Samstagen sein. Die Kulissenwerkstatt wird vermutlich erst im kommenden Frühjahr aufgerichtet, zuvor muss aber das Gelände auf dem Zehnthof hergerichtet werden. Die Kulissenwerkstatt wird ein Gebäude in Holzausfertigung mit Scheunencharakter. Momentan stehe man aber in Verhandlungen, ob ein paar Fenster vom Denkmalschutz genehmigt werden, erläutert Gabriele Sebald. Organisiert werden die Arbeitseinsätze von Gerhard Dietz. Er wird in jedem Falle die Helfer dort einsetzen.

Die Arbeiten am Kulissenabbau beginnen Anfang September. Möglichst viele Arbeiten sollen ehrenamtlich durchgeführt werden. "Unsere Finanzen sind begrenzt", betont Gabriele Sebald. Fest steht mittlerweile, mit welchem Stück die Festspielgruppe im kommenden Jahr auftreten wird. "Die Prinzessin von Arabien" heißt das amüsante Theaterstück um eine Mumie, die alle 700 Jahre aus ihrem Sarkophag entsteigt und dann für 24 Stunden allen Männern ordentlich den Kopf verdreht.

Erstmals wird der Heimatverein auch ein Kinderstück anbieten. Gespielt wird Rumpelstilzchen. Die Aufführungen dafür werden voraussichtlich im September sein, wenn die Urlaubszeit wieder vorbei ist. Der Termin ist auch so gewählt, dass man dem Kinderprogramm des Fränkischen Theaters keine Konkurrenz macht.

Für die Festspielgruppe ist es machbar, zwei Stücke einzustudieren, erklärt Gabriele Sebald. Außerdem ist geplant, dass das Kinderstück hauptsächlich von jungen Nachwuchsschauspielern gespielt wird.

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