Schweinfurt
Regionalliga

FC 05 zeigt endlich wieder eine "geile Leistung"

Der FC 05 Schweinfurt schlägt zum zweiten Mal in der Saison den Tabellenzweiten Eichstätt. Warum trotzdem keine rechte Freude aufkommt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Tor, Spiel gedreht: FC-05-Kapitän (Zweiter von links) hat soeben zum 2:1 für Schweinfurt getroffen. Mit ihm jubeln (von links) Stefan Maderer, Nikola Jelisic, Florian Trinks und Gianluca Lo Scrudato.  JT-Presse.de / Johannes TRAUB
Tor, Spiel gedreht: FC-05-Kapitän (Zweiter von links) hat soeben zum 2:1 für Schweinfurt getroffen. Mit ihm jubeln (von links) Stefan Maderer, Nikola Jelisic, Florian Trinks und Gianluca Lo Scrudato. JT-Presse.de / Johannes TRAUB

VfB Eichstätt - FC 05 Schweinfurt 2:3 (1:2). Tore: 1:0 Fabian Eberle (21.), 1:1 Stefan Maderer (35.), 1:2 Stefan Kleineheismann (43.), 2:2 Fabian Eberle (80., Foulelfmeter), 2:3 Adam Jabiri (94.+1).

War es Genugtuung, den bayerischen Amateurmeister und DFB-Pokal-Qualifikanten das zweite Mal in dieser Saison geschlagen zu haben? Oder Anlass, sich in den Hintern zu beißen? Beides - meinte FC-05-Kapitän nach dem 3:2 in Eichstätt: "Wir wollten noch einmal zeigen, dass wir eine gute Mannschaft sind und mit dem Zweiten mithalten können. Die Tabelle lügt nicht, erinnert uns an viele Punktverluste gerade auswärts. Da sind die zwei Siege ein schwacher Trost."

Eine tolle Reaktion, die man ihnen so kaum zugetraut hätte, zeigten die Nullfünfer im Eichstätter Stadion, wo sie einen höchst zweifelhaften Elfmeter zum 2:2 schlucken mussten, danach nicht aufgaben und in der Nachspielzeit durch Adam Jabiris Joker-Tor belohnt wurden. "Das war eine kämpferisch geile Leistung", so Kleineheismann. "Ab und zu haben wir auch gut Fußball gespielt."

Vielleicht nicht in der ersten 30 Minuten, als Eichstätt sich "an sich selbst berauscht hat", wie es VfB-Trainer Markus Mattes formulierte. Und durch Goalgetter Fabian Eberle in Führung ging (21.). Da trabte die ausgedünnte Schweinfurter Defensive mit Kleineheismann als einzigem echten Innenverteidiger nur hinterher.

Nach einer halben Stunde lieferte Nikola Jelisic die Schweinfurter Initialzündung. Resolut schnappte er sich den Ball, zog an, wurde gefoult; Florian Trinks setzte den Freistoß haarscharf am Giebel vorbei (32.). Wenig später zielte Trinks wenige Zentimeter zu hoch, ehe Nicolas Görtler eine schöne Flanke von rechts servierte und Stefan Maderer per Flugkopfball ausglich. Kleineheismann: "Wir wollten die Eichstätter mit deren Mitteln schlagen. Die haben ein gutes Umschaltspiel; das haben dann wir bei Kontern gezeigt."

Die Kontertaktik ermöglicht hatte Görtler. Er hätte selbst treffen können, scheiterte aber mit Kopfball aus sechs Metern (45.+1) ebenso wie beim Versuch, den Ball über VfB-Keeper Mustafa Özhitay zu lupfen; den Nachschuss setzte Marco Fritscher übers leere Tor (59.).

Dennoch lagen die Nullfünfer da schon in Führung, weil Kleineheismann kurz vor der Pause nach einer zu kurz abgewehrten Nicolas-Andermatt-Ecke herrlich aus 16 Metern in den Winkel traf zum 1:2 (43.). Es entwickelte sich in der zweiten Halbzeit ein offenes Spiel, das unentschieden hätte ausgehen können. Das 2:2 besorgte vorübergehend Eberle, der den Elfmeter verwandelte nach einem Foul an Fabian Schäll von Gianluca Lo Scrudato. Jabiri war dann kurz vor Scvhluss da, als Görtler eine Andermatt-Ecke für ihn verlängert hatte.

Die Schweinfurter wussten die Dinge einzuordnen. Kleineheismann: "Über die Saison hat uns die Konstanz gefehlt, die Eichstätt hatte." Schweinfurt: Eiban - Fritscher, Kleineheismann, Andermatt, Lo Scrudato - Fery - Weiß, Jelisic, Trinks (81. Jabiri), Maderer - Görtler.

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren