Bad Kissingen
Abenteuer

Familientag bei der Abenteuer und Allrad-Offroad- Messe in Bad Kissingen

Der Fotograf und Autor André Schumacher lockte die Besucher mit seinem Vortrag "Wildes Europa" in sein fast komplett abgedunkeltes Zelt.
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Wenn schon  die große "Einmal-um-die Welttour" im eigenen Offroader für viele ein Traum bleiben muss, so  kann man bei der Offroadmesse Abenteuer und Allrad in Bad Kissingen wenigstens einmal durch Schlammlöcher und über die Wippe fahren. Peter Rauch
Wenn schon die große "Einmal-um-die Welttour" im eigenen Offroader für viele ein Traum bleiben muss, so kann man bei der Offroadmesse Abenteuer und Allrad in Bad Kissingen wenigstens einmal durch Schlammlöcher und über die Wippe fahren. Peter Rauch
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Es kehrt wieder Ruhe ein nach diesem ereignisreichen Wochenende in Bad Kissingen. Nur noch vereinzelt fuhren am Montagmittag größere und kleinere Wohnmobile in Richtung Autobahn - die Abenteuer- und Allrad-Offroadmesse 2019 ist gelaufen. Bei vielen der über 50 000 zahlenden Besuchern bleiben jedoch einige Eindrücke hängen, selbst oder gerade bei jenen, die erst am Sonntag das Messegelände auf der ehemaligen US-Raketenstellung besuchten.

"Schuld daran" hat vor allem André Schumacher, der mit seinem bebilderten Vortrag unter dem Titel "Wildes Europa" fast ein Kontrastprogramm zu den ausgestellten, oftmals sehr hochpreisigen Allradfahrzeugen bot. In der Lichtbildarena, einem fast total abgedunkeltem Zelt, zeigte er Bilder seiner Reise, die ihn mit seiner Familie quer durch Europa führte - mit einem Lastenfahrrad.

Wer es etwas komfortabler haben wollte, der hatte auf der "Allrad" reichlich Gelegenheit bei diversen Anbietern für Dachzelte. Waren diese wegen ihres Eigengewichtes bislang in der Hauptsache schweren Geländewagen vorbehalten, so gibt es seit kurzem auch ausgesprochene Leichtgewichte. Nicht neue Materialien, sondern eine neue Technik halbiert Gewicht wie Packmaß: Statt Aluminium- oder Glasfasergestänge werden Zeltrahmen und Unterboden nur noch aufgepumpt. Darüber hinaus ist es vielseitig einsetzbar: Denn es kann sowohl an Land, wie auch als schwimmende Insel genutzt werden.

"Stars" sind und bleiben aber die Allradfahrzeuge, egal ob es sich nun um einen familientauglichen SUV oder um einen wüsten fähigen, dreiachsigen Allradlaster im Gegenwert einer schönen Villa handelt. Aber auch Quads, Spaßfahrzeuge und allradgetriebene Rettungsfahrzeuge mit all dem brauchbaren und manchmal auch unnützem Zubehör wurde vorgestellt und auch gut verkauft.

Auffallend war dieses Mal, dass auch etliche Anbieter von Allrad- und Expeditionsfahrzeugen aus dem Ostblock und hier vor allem aus den ehemaligen Sowjetrepubliken gekommen waren.

Der Sonntag, der Familientag, bot als letzter Messetag doch ein bisschen mehr Platz, etwas mehr Ruhe beim Gucken, Aussuchen und Kaufen, zumal es hier bei dem einen oder anderen Händler neben dem Messerabatt einen zusätzlichen "Last-Minute-Abschlag" gab. Nach wie vor ist das Mitfahren auf den geländegängigen Fahrzeugen, egal ob nun SUV oder großer All-Rad-Truck, so gefragt, dass sich längere Schlangen bildeten. Wenn schon die große "einmal-um-die Welttour" im eigenen Offroader für viele ein Traum bleiben muss, so kann man hier wenigstens einmal durch Schlammlöcher und über die Wippe fahren.

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