Wildflecken

Evangelische Christen wählten Kirchenvorstände

Die evangelischen Christen haben neue Kirchenvorstände gewählt - mit ganz unterschiedlicher Wahlbeteiligung. Volker Waldau (46) aus Riedenberg ist einer der Neuen und freut sich auf die Zusammenarbeit.
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Volker Waldau (vorne)  ist einer der neuen in den Kirchenvorständen der Region, die am Sonntag gewählt wird. Er freut sich auf die Arbeit. Wir trafen ihn in der Wildfleckener Kreuzkirche, wo ihn Pfarrerin Daniele Roth (links) im Advent für das Amt einsegnen wird. Foto: Ralf Ruppert
Volker Waldau (vorne) ist einer der neuen in den Kirchenvorständen der Region, die am Sonntag gewählt wird. Er freut sich auf die Arbeit. Wir trafen ihn in der Wildfleckener Kreuzkirche, wo ihn Pfarrerin Daniele Roth (links) im Advent für das Amt einsegnen wird. Foto: Ralf Ruppert
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Die rund 4600 evangelischen Christen über 14 im Altlandkreis haben neue Kirchenvorstände gewählt. Unter den rund drei Dutzend Gewählten sind auch einige neue Gesichter, wie das von Volker Waldau aus Riedenberg. Der 46-Jährige vertritt als einziger seinen Heimatort im Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Wildflecken. "Ich will am Gebäude Gemeinde mitbauen", beschreibt er seine Motivation für die Kandidatur.

"Ich freue mich, auch Verantwortung mitzutragen und Entscheidungen mitzubegleiten", sagt der 46-jährige Musiklehrer für Gitarre, Keyboard und Flöte. "Ich habe schon zu Pfarrer Sacchis Zeiten Kindergottesdienste mitgestaltet", berichtet Waldau über seinen Werdegang in der Gemeinde. Deshalb sieht er auch im Kirchenvorstand die Jugendarbeit als einen seiner Schwerpunkte.

Von Pfarrerin Roth angesprochen


Angesprochen wurde der Riedenberger von Pfarrerin Daniele Roth: "Er kennt sich mit Kirche aus und macht auch öfter mal Musik bei uns", sagt sie über den regelmäßigen Kirchgänger. Wichtig war ihr zudem, dass Riedenberg weiterhin vertreten ist, nachdem Ursula Seuring aus Riedenberg heuer nicht mehr antrat.
"Jedes neue Mitglied bringt eine neue Perspektive", kommentiert die Seelsorgerin die Wahl Waldaus.

"Die Frauen und Männer kommen aus den unterschiedlichsten Berufen, aus den unterschiedlichsten Lebenssituationen und sie bringen die unterschiedlichste Interessen mit", freut sich Roth über die Zusammensetzung, und: "Das ist eine ideale Voraussetzung für eine Arbeit, die der Gemeinde gut tun wird." Wie in den meisten Kirchengemeinden sind die sechs, die kandidiert haben, aber nicht in den engeren Kirchenvorstand gewählt wurden, Ersatzleute und arbeiten beratend im Kirchenvorstand mit. Im Advent werden die neuen Mitglieder dann in der Friedenskirche eingesegnet.

Signal für lebendige Gemeinschaft


Wiedergewählt wurde in Wildflecken unter anderem Christine Gehrlein, die seit drei Perioden im Vorstand mitarbeitet und in den zurückliegenden sechs Jahren als Vertrauensfrau fungierte. "Es ist immer eine Bereicherung, wenn jemand Neues dazu kommt", sagt sie. Ihre Ziele für die Arbeit auch im neuen Kirchenvorstand beschreibt sie so: "Wir wollen ein Signal setzen, dass wir eine lebendige Gemeinschaft sind."

In den vergangenen Jahren sei neben einigen Baumaßnahmen die größte Herausforderung die lange Vakanz und die Suche nach einer neuen Pfarrerin gewesen. Zumindest das bleibt dem neuen Kirchenvorstand aller Voraussicht nach erspart: "Ich bin sehr gerne in Wildflecken, das ist eine ganz liebenswerte Gemeinde", fühlt sich Pfarrerin Daniele Roth nach eigenen Worten sehr wohl. Die Betreuung der rund 800 Gemeindemitglieder macht drei Viertel ihrer Stelle aus, mit dem restlichen Viertel ist sie in Bad Brückenau für die Klinik- und Kurseelsorge tätig.

Allgemein 2,2 Millionen evangelische Christen waren in ganz Bayern zur Wahl der neuen Kirchenvorstände aufgerufen. Der Kirchenvorstand ist das Leitungsgremium der Kirchengemeinde. Gewählt werden die ehrenamtlichen Mitglieder für sechs Jahre.

Bad Brückenau In Bad Brückenau beteiligten sich nur 10,2 Prozent der 1810 Wahlberechtigten. Sie wählten Beate Ehlert, Ruth Neubeck, Helma Ritter, Annette Martin, Heinrich Meininger, Theodor Kaufmann, Petra Schneider und Ulrike Schaupp. Zwei Mitglieder werden noch nachberufen. Am 2. Dezember werden in der Friedenskirche die neuen Kirchenvorstände eingesegnet und die bisherigen Kirchenvorstände (Gerlinde Dörr, Hans Englert, Ute von Landenberg, Barbara Meyer-Juergens, Christian Riemey und Elli Zech) verabschiedet.

Geroda In Geroda beteiligten sich 35,1 Prozent der 676 Wahlberechtigte: Dem neuen Kirchenvorstand gehören Karl Bienmüller, Christa Heil, Fred Hilsdorf, Christel Schneider und Jutta Schneider an. Am 5. November soll ein weiteres Mitglied nachberufen werden. Ohne Stimmrecht kommen Ludwiga Bohn, Reinhilde Heck, Gertrud Koch, Herbert Kohl, Erna Mock-Kleinhenz, Heidi Rödl und Patricia Zeller dazu. Aus dem aktuellen Vorstand scheiden Christel Hentschel, Sigrid Mock, Edith Neff, Irmgard Reppert und Anneliese Roth aus.

Wildflecken In Wildflecken wurden Christine Gehrlein, Claudette Hernandez, Sabine Loeber, Helga Runschke und Volker Waldau gewählt. Es scheiden Ursula Seuring und Ralf Losert aus.

Eckarts In Eckarts beteiligten sich 29,9 Prozent der 87 Wahlberechtigten. Sie wählten Markus Hänlein, Doris Limpert und Caroline Lieb, die am 16. Dezember in Eckarts eingesegnet werden.

Weißenbach Sehr unterschiedlich fielen die Wahlbeteiligungen im Zuständigkeitsbereich des Weißenbacher Pfarrers Thomas Braun aus: In Heiligkreuz wählten rund zwei Drittel, in Weißenbach nur ein Drittel. Die Ergebnisse gibt es erst Mitte der Woche.

Zeitlofs In Zeitlofs betrug die Wahlbeteiligung 42,9 Prozent nach 36,1 Prozent 2006. Mit 254 gültigen Stimmzetteln wurden gewählt: Ilse Hereth, Norbert Schüssler, Christel Fischer, Isabell Stöckner und Sandra Strebl. Isabell Stöckner ist neu, die anderen vier gehören bereits dem amtierenden Kirchenvorstand an. Die weiteren Kandidierenden sind Ersatzleute und Nachrücker. In alphabetischer Reihenfolge sind das Daniel Ankert, Erna Jost, Martina Nothnagel, Ellen Schmitt und Anneliese Sicka.
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