Bad Bocklet
Rhönklub

Es herrscht wieder Ruhe beim Rhönklub

Das größte Problem bei der Hauptversammlung des Rhönklubs war die Zukunft der Milseburghütte. Es gibt Überlegungen, die Hütte aufzugeben. Die Mitglieder werden in die Entscheidung eingebunden.
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Wimpelübergabe mit Hauptwanderwart Uwe Schleicher, Präsident Jürgen Reinhardt, Bürgermeister Wolfgang Back, stellvertretendem Landrat Emil Müller und Vizepräsident Bernd Müller-Strauß. Foto: Marion Eckert
Wimpelübergabe mit Hauptwanderwart Uwe Schleicher, Präsident Jürgen Reinhardt, Bürgermeister Wolfgang Back, stellvertretendem Landrat Emil Müller und Vizepräsident Bernd Müller-Strauß. Foto: Marion Eckert
Entspannt und völlig losgelöst von vorher angegebenen Zeitvorgaben gestaltete der Hauptvorstand des Rhönklubs sein Programm zum Auftakt der 139. Hauptversammlung. Auf Schloss Aschach haben sie sich mit Bürgermeister Wolfgang Back und dem stellvertretenden Landrat Emil Müller zur gemütlichen Kaffeerunde getroffen. Nach aufregenden und turbulenten Hauptversammlungen in den vergangenen Jahren ist nun Ruhe und Behaglichkeit im Rhönklub eingekehrt.

"Es macht wieder Spaß, für den Rhönklub da zu sein", machte der Vizepräsident Bernd Müller-Strauß deutlich. Und auch der im vorigen Jahr neu gewählte Präsident Jürgen Reinhardt wirkte entspannt und zuversichtlich. "Große Themen haben wir in diesem Jahr keine zu besprechen." Einzig die Milseburghütte und deren Zukunft werde in der Delegiertenversammlung, neben unvermeidlichen Regularien und Rückblicken eine Thema sein.


Hütte braucht Sanierung

Die Hütte ist Eigentum des Hauptvorstandes, das Grundstück gehöre der Gemeinde Hofbieber. Das 131 Jahr alte Gebäude müsse dringend saniert werden, doch in welchem Umfang, das sei bislang nicht klar. Bauzustandsuntersuchungen sollen Aufschluss geben.Reinhardt gab zu bedenken, dass sich die Milseburghütte nicht nur im Naturschutzgebiet befindet, sondern auch in einem denkbar unwegsamen Gelände. "Das größte Fahrzeug, das die Hütte erreichen kann, ist ein Unimog. Es gibt keinen Wasseranschluss und keine Abwasserentsorgung. Die Stormversorgung könne man über Solarzellen in den Griff bekommen. So werden durchaus auch Überlegungen angestellt, die Hütte aufzugeben.

"Das alles müssen wir miteinander besprechen", sagte Reinhardt. Die Mitglieder möchte er bei diesen Entscheidungen mit im Boot haben. Bei der Delegiertenversammlung gehe es nun aber erst einmal darum, dass der Hauptvorstand bevollmächtigt wird, Bauuntersuchungen in die Wege zu leiten und gegebenfalls Grundstücksverhandlungen und -käufe vorzunehmen.

Im Vorfeld der Hauptversammlung waren Tagungen der Fachwarte angesetzt, aber auch hier sah Reinhardt keine großen Probleme auf den Rhönklub zukommen. "Es geht um Erfahrungsaustausch, um neue Impulse für die alltägliche Arbeit. Die Wegewarte werden sich mit neuen Verfahren zur Wegemarkierung beschäftigen. Die Hüttenbesitzenden Vereine werden sich über Finanzierungsmöglichkeiten wie die Einrichtung eines Hüttenfonds unterhalten."

Vom Hauptwanderwart Uwe Schleicher (Poppenhausen) wurde der Rhönklub-Wimpel im Aschacher Schloss an Bürgermeister Wolfgang Back, stellvertretenden Landrat Emil Müller und natürlich an den Rhönklub-Präsidenten übergeben.

Für die obligatorische Wanderung durch die Rhön war der Rhönklub Bad Kissingen mit Vorsitzendem Thomas Hammelmann zuständig. Von der Kissinger Hütte am Feuerberg über Langenleiten, Premich bis nach Aschach und zurück.
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