Sandberg
Dorferneuerung

Es gibt noch viel zu tun

Die Dorferneuerung in den Walddörfern ist längst noch nicht abgeschlossen. Jetzt wurden die Mitglieder der Teilnehmergemeinschaft neu gewählt.
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Die ersten Bauarbeiten des Projektes "Sanierung und Umgestaltung der Premicher Straße" im Rahmen der Dorferneuerung in Waldberg haben im Oktober 2013 begonnen. Archivfoto: Marion Eckert
Die ersten Bauarbeiten des Projektes "Sanierung und Umgestaltung der Premicher Straße" im Rahmen der Dorferneuerung in Waldberg haben im Oktober 2013 begonnen. Archivfoto: Marion Eckert
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Die Dorferneuerung in den Walddörfern begann im November 2010 und wird nach heutigem Stand noch gut und gerne fünf bis sechs Jahre weiter laufen. Der Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft, Michael Manger (Amt für ländliche Entwicklung), hat das bei der Neuwahl der ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder und ihrer Stellvertreter vorausgesagt.

Gewählt wurden für Sandberg René Rahm und Ute Holzheimer, für Langenleiten, Klaus Metz und Rosa Strauß-Carl, für Waldberg Volker Zehe und Siegfried Söder, für Schmalwasser Johannes Markert und Stefan Zehe und für Kilianshof Franz Söder und Gudrun Liebchen. Ausgeschieden sind Alfons Bühner und Thorsten Arnold (beide Langenleiten) sowie Hermann Merkle (Schmalwasser).

120 Hektar Fläche umfasst das Dorferneuerungsgebiet mit mehr als 1000 Grundeigentümern. Hauptaufgabe der Dorferneuerung sei die Herstellung und Gestaltung von Straßen, Wegen und Plätzen mit entsprechenden Begleitgrün sowie dazu gehörigen Abmarkungen und Vermessungen, erklärte Manger.

Ein Rückblick: 2008 fand das erste Grundseminar in der Schule für Dorf- und Flurentwicklung in Klosterlangheim statt. Zehn Arbeitskreise wurden daraufhin in den Walddörfern gebildet, je einen pro Ortsteil für Gebäude und Straßen sowie auch für Bereiche wie Tourismus, Landwirtschaft, Kunst und Kultur. Es wurde ein Dorferneuerungsplan und ein Maßnahmenkatalog für jeden Ortsteil erstellt, der nun Zug um Zug abgearbeitet wird.

Als erste umgesetzte Maßnahme nannte Manger die Sanierung des Pfarrhauses in Waldberg mit Erweiterung um Bühne und Freisitz im Jahr 2011/2012. Es folgt in den Jahren 2012/2013 die Neugestaltung des Kirchplatzes in Waldberg und in den Jahren 2013 bis 2015 die bisher größte Maßnahme der Dorferneuerung die Neugestaltung der Premicher Straße in Waldberg mit Beseitigung der Engstelle beim Friedhof. In Jahr 2014 erfolgte der Abriss der Alten Schule in Sandberg und des alten Raiffeisengebäudes. Der Dorfplatz an dieser Stelle wurde in den Jahren 2016/17 neu angelegt. Im Zuge der Arbeiten wurde auch der Wasserschacht in der Kreuzbergstraße begrünt.

Bisher wurden rund 3,5 Millionen Euro investiert, 1, 820 Millionen Euro gab es an Zuschüssen, dass sind 473 000 Euro mehr als ursprünglich gedacht. Für jeden Ortsteil wurde zu Beginn der Dorferneuerung ein Budget festgelegt, das nicht für Maßnahmen in anderen Ortsteilen verwendet werden kann. Mittlerweile kam es zu einer Erhöhung des Budgets für die Gemeinde Sandberg, wovon auch die Ortsteile profitieren, in denen bisher keine Projekte umgesetzt worden sind.

Davon profitiert Schmalwasser. Hier konnte das Planungsgebiet auf die ganze Salzforststraße ausgeweitet werden. Der Brunnen und des Buswartehäuschen soll en auf jeden Fall noch erneuert bzw. saniert werden, idealerweise im kommenden Jahr, so Bürgermeisterin Sonja Reubelt.

In Langenleiten steht der Abbruch der alten Schule und der Bau des Dorfgemeinschaftshauses an. Wobei dieser aus Mitteln der eigens hierfür eingerichteten Stiftung bestritten wird. Die Dorferneuerung beteiligt sich an den Abrissarbeiten und an der Gestaltung des Umfelds um das Dorfgemeinschaftshaus. Dieses Vorhaben soll in 2018 an den Start gehen.

In Sandberg geht es um die Neugestaltung des Kirchenumfeldes mit eventueller Verlegung der Staatsstraße, was jedoch noch nicht abschließend mit der Bevölkerung diskutiert worden ist. Mit der Umsetzung rechnet Reubelt nicht vor 2019/2020.

Ausdrücklich verwies Manger auf die Möglichkeit, dass private Bauherren von der Dorferneuerung profitieren. Es gibt kostenlose Beratungsmöglichkeiten für Gebäude sowie für Hofgestaltungen. Wichtig sei dabei, dass zunächst der Kontakt mit dem Amt für ländliche Entwicklung aufgenommen werden. Nach Beginn einer Maßnahme könne keine Förderung mehr gewährt werden.

Aktuell liegen 70 Anträge von Privatpersonen im Amt vor, 17 konnten bereits abgeschlossen werden, an Förderung wurden knapp 100 000 Euro ausbezahlt. Eines der geförderten Anwesen erhielt im Herbst diesen Jahres den Sanierungspreis der Kreuzbergallianz. "Es ist erstaunlich, was sich in den Walddörfern getan hat. Die Dorferneuerung hat positive Impulse gesetzt.Die Dorferneuerung hat in den Walddörfern schon Spuren hinterlassen."
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