Bad Kissingen
Bauausschuss

Entlastung für die Stögerstraße in Bad Kissingen

Die Stadtratsfraktion der Freien Wähler hat die Umwidmung zur Einbahnstraße beantragt. Die Polizei ist dagegen. Eine Entscheidung fällt erst, wenn bekannt ist, wie viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule fahren.
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Alles in die andere Richtung! Die Freien Wähler wünschen eine Einbahnregelung in der Stögerstraße. Foto: Thomas Mäuser
Alles in die andere Richtung! Die Freien Wähler wünschen eine Einbahnregelung in der Stögerstraße. Foto: Thomas Mäuser
So ganz geheuer ist dem Bauausschuss der Antrag der Freien Wähler, die Stögerstraße als Einbahnstraße auszuweisen, nicht. Damit möchte die Fraktion den Abschnitt zwischen Kasernen- und Veit-Stoß-Straße entlasten. Vor einer Entscheidung wünscht der Ausschuss jedoch erst einmal eine Verkehrszählung.

Fakt ist, dass seit der Umwandlung der ehemaligen Kaserne in ein Gewerbegebiet der Verkehr in der Stögerstraße zugenommen hat. Das wiederum hat die Anwohner auf den Plan gerufen. Die Freien Wähler haben sich dieser Beschwerden angenommen. Die Fraktion hat beantragt, den Abschnitt der Stögerstraße als Einbahnstraße Richtung Kaserne auszuweisen. Denn viele Autofahrer, die das Gewerbegebiet Richtung Süden verlassen, wählten den Weg durch die Stögerstraße, weil sie sich so die Ampeln auf dem Ring sparen.


Polizei hat abgelehnt

Die Polizei hat den Antrag der Freien Wähler geprüft und die Einbahnregelung abgelehnt. Diese würde eine Anfahrt der Eltern zum Sinnberg-Kindergarten und zur Sinnbergschule aus Richtung Norden verhindern.

"Stimmt so nicht", konterte Stadtrat Dr. Herberg Schulze (Freie Wähler) im Bauausschuss. Die Eltern, die von Norden kommen, müssten nur einen kleinen Bogen durch die Siedlung fahren, um die Schule zu erreichen.


"Riesen-Umweg"

"Keine gute Idee", meinte Klaudia Schick (CSU), die von einem "Riesen-Umweg durch das Wohngebiet" sprach. Peter Krug (CSU) assistierte, dass in der Siedlung zwei Autos kaum aneinander vorbeikämen: "Dafür ist die Siedlung nicht ausgelegt." Was Dr. Schulze zur Bemerkung veranlasste, die Kinder könnten ja auch die paar Meter von der Kasernenstraße bis zur Schule laufen.

Während Stadtrat Bernd Celustek (SPD) die Möglichkeit einer Anliegerstraße ins Spiel brachte, wollte Grünen-Kollege Richard Fix wissen, wie viele Eltern ihre Kinder überhaupt mit dem Auto zur Schule fahren. Eine entsprechende Erhebnung existiert bisher nicht.

"Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir an diese Zahlen kommen", resümierte Oberbürgermeister Kay Blankenburg und beauftragte die Verwaltung, sich etwas einfallen zu lassen. Klaus Lotter (SPD), Stadtrat und Rektor der Sinnberg-Grundschule, sagte die Unterstützung der Schule bei der Zählung zu.


Sicherheit für die Kinder geht vor

Letztlich stellte der Bauausschuss eine Entscheidung zurück, bis belastbare Zahlen vorliegen. Allerdings ist sich der Bauausschuss einig mit OB Blankenburg und CSU-Fraktionssprecherin Klaudia Schick: "Die Sicherheit der Kinder muss oberstes Gebot sein."
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