Nüdlingen

Enge Verbindung zwischen politischer und kirchlicher Gemeinde

Mit einem Festgottesdienst und dem anschließenden Neujahrsempfang der Gemeinde Nüdlingen im Pfarrsaal wurde das traditionelle Fest des Ortspatrons, des hl. Sebastian, würdig begangen.
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Der Schnitthapperpreis 2020 wurde an den Obst- und Gartenbauverein verliehen. Vorsitzender Arnulf Hausdörfer (4.v.l.) nahm zusammen mit seiner Stellvertreterin Brigitte May den Preis entgegen. Die Repräsentanten der Gemeinde (von links) 3. Bürgermeister Stephan Schmitt, 2. Bürgermeister Edgar Thomas und 1. Bürgermeister Harald Hofmann gratulierten. Rechts Festprediger  Wilhelm Mahlmeister (2.v.r.) und  Pfarrer Dominik Kesina. Foto: Arthur Stollberger
Der Schnitthapperpreis 2020 wurde an den Obst- und Gartenbauverein verliehen. Vorsitzender Arnulf Hausdörfer (4.v.l.) nahm zusammen mit seiner Stellvertreterin Brigitte May den Preis entgegen. Die Repräsentanten der Gemeinde (von links) 3. Bürgermeister Stephan Schmitt, 2. Bürgermeister Edgar Thomas und 1. Bürgermeister Harald Hofmann gratulierten. Rechts Festprediger Wilhelm Mahlmeister (2.v.r.) und Pfarrer Dominik Kesina. Foto: Arthur Stollberger
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Der feierliche Einzug mit den Fahnenabordnungen der Ortsvereine, den drei Bürgermeistern und Vertretern des Gemeinderats war ein deutliches Zeichen für die die enge Verbindung zwischen der politischen und der kirchlichen Gemeinde.

Als Festprediger begrüßte Pfarrer Dominik Kesina den aus Nüdlingen stammenden Priester Wilhelm Mahlmeister. Der Sportschützenverein gestaltete den Festgottesdienst mit. Für eine hervorragende musikalische Umrahmung sorgte der Kirchenchor St. Kilian unter der Leitung von Christine Stumpf.

Mahlmeister ging auf das Wirken und das Martyrium des hl. Sebastian ein. Dieser hatte sich in der Zeit der Christenverfolgungen unter Kaiser Diokletian für die Christen eingesetzt. Als Strafe wollte ihn der Kaiser durch Bogenschützen töten lassen. Eine Witwe kümmerte sich um den Schwerstverletzten und pflegte ihn gesund. Daraufhin stellte sich der mutige Sebastian erneut dem Kaiser entgegen und wollte Diokletian zum Christentum bekehren. Der aber blieb hart, und Sebastian musste sein Leben hingeben. Das standhafte Glaubenszeugnis blieb über die Jahrtausende unvergessen. "Wir stehen vor einem gewaltigen Umbruch", sagte der Festprediger und bezog sich auf die anstehenden pastoralen Reformen. Nötig sei jetzt Festigkeit im Glauben wie bei Sebastian. Pfarrer Kesina bedankte sich am Ende herzlich für die Festpredigt.

Viele ehrenamtlich engagierte Bürger

Bürgermeister Harald Hofmann nahm die Gelegenheit wahr, besonders den zahlreichen ehrenamtlich engagierten Bürgern in der Gemeinde für ihr Wirken im Gemeinwesen zu danken. Die Teilnahme der Vereine und Verbände, die teilweise mit ihren Fahnenabordnungen in die Kirche einzogen, die Gemeinderatsmitglieder, die Vorstände von Feuerwehr und Rettungswesen sowie die zahlreichen Gäste und Bürgerinnen und Bürger zeigten, dass der Ortsfeiertag ein ganz besonderes Fest sei.

Das Ortsoberhaupt gab einen Überblick über eine Vielzahl von Planungen und Maßnahmen der Kommune. Er wies am Ende seines Vortrags auf den Bürgerentscheid am 9. Februar und auf die Kommunalwahl am 15. März hin.

"Schnitthapperpreis" für Obst- und Gartenbauverein

Der Nüdlinger "Schnitthapperpreis" wurde an den Obst- und Gartenbauverein für sein Projekt "Öko-Nische" verliehen. Es geht bei der "Öko-Nische" im Vereinsgarten um die Vermittlung von ökologischem Wissen für die Jüngeren und Älteren. Dies sei einzigartig und vorbildlich. Harald Hofmann gratulierte den Vereinsvorständen Arnulf Hausdörfer und Brigitte May zur Auszeichnung, die auch 500 Euro als Preisgeld einbezieht.

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